Politiker sind aktuell nur mit Corona „en vogue“

Alle Politiker von Rang und Namen haben Corona oder sind doch zumindest ein Verdachtsfall. Die Corona-Elite also. Schon vor ca. 2 Wochen hatte das Erdwesen den Eindruck, dass eigentlich nur noch bekannte Persönlichkeiten überhaupt getestet werden, denn niemand sonst wusste zu berichten, dass jemand mit Husten, Fieber oder sonstigem Ungemach überhaupt nur für einen Test in Frage gekommen wäre. Da wurde stattdessen schonmal eine in-house Quarantäre getrennt für zwei Personen angeordnet usw.

Der erste war wohl Herr Merz. Es ging weiter mit Frau Merkel, dicht gefolgt von unserem Oberbürgermeister, der mit Frau aus Goslar in die Landeshauptstadt migrierte, nachdem er die Wahl hier als erster Grüner gewonnen hatte. Von Herrn Lindner war noch nichts zu hören. Eigentlich untypisch für ihn, aber wahrscheinlich hält ihn seine Frau einfach unter striktem Verschluss, bevor er wieder anfängt für Unterwäsche zu modeln.

Okay, dazwischen war natürlich auch noch Oliver Pocher dran, der sich allerdings in seinen Corona-Videos ausnahmsweise von einer sehr guten Seite zeigte. Oliver, ich bin begeistert. Wie bringst Du es nur fertig, immer nur so schlechte Witze zu machen?

Die restlichen Hannöverschen Politiker wurden nach Herrn Onay ebenfalls in die Quarantäne verbannt. Nur eine Dame für Soziales verrichtete weiterhin treu ihren Dienst. Der Rest aus der zeitlich davor liegenden Wahlperiode? Kein Mensch weiß, was aus denen allen geworden ist. Okay, ich meine natürlich nicht unseren Ministerpräsidenten! Der hat die ganze Corona-Angelegenheit offenkundig sehr gut im Griff. Das hätte ihm auch niemals jemand zugetraut, nachdem er Oberbürgermeister geworden war, denn er war ja eigentlich nur der magere Ersatz für „Herbert“.

Herr Schostock wird wahrscheinlich mit seinem Wahnsinnsruhegehalt von 5000 Euro netto pro Monat für`s Nichtstun (ja, bei manchen ist es besser, sie richten schlicht keinen Schaden mehr an) einfach Däumchendrehen und die Restlichen darüber sinnieren, wie sie die Strafzahlungen wieder reinhohlen können oder sie sind einfach nach NRW gegangen, um ihre Strafen „abzusitzen“. NRW hat nämlich die Kurzzeitinsassen einfach freigelassen (ein Reim!), weil die Gefängnisse sonst nicht genug Platz für Corona-Quarantänen gehabt hätten. Die Insassen müssen dann zu einem späteren Zeitpunkt die noch nicht abgesessene Strafe nachholen, „nachsitzen“ also. Das komplette Thüringer Kabinett war glaube ich auch in Quarantäne. Wer nicht mit Corona zu tun hatte, war irgendwie schon nicht mehr ganz „en vogue“.

Au Backe. Lindner, Schostock, Gefängnis, Thüringen. Fast wie ein Assoziationsspiel.

Trump war übrigens ganz zu Anfang auch ein Verdachtsfall, aber er weigert sich topfit inzwischen schon wieder einen Mundschutz zu tragen. Kein Wunder, er will seinem Volk einfach keinen Mundschutz wegnehmen, und er ahnt: wer wollte ihm freiwillig schon so nah kommen?! Wenn ich mir vorstelle, wie seine Tochter auf ihn eingeredet hat. Ohje, ohje. Der arme Kerl und dann auch noch seine osteuropäische Frau. Der Mann hat es auch nicht wirklich leicht.

Dafür hat es den armen Briten Johnson wirklich übel erwischt und nun wird er, wenn er Pech hat, auch noch Opfer des eigenen Gesundheitssystems, denn er liegt immer noch auf der Intensivstation, mit 55 Jahren und ohne Beatmungsgerät (offiziell weil er keines benötigt, aber es kann ja auch sein, dass die gerade „aus“ sind). Nun denn, vielleicht nimmt er er dadurch dann jetzt doch alles etwas ernster. Manchmal kann so etwas ja auch heilsam wirken, zumal er auch noch damit rechnen muss, auf ein Landsmann zu treffen, dem der Brexit nicht wirklich in den Kram passte. Prince Charles hat Corona erfolgreich überwunden und seine Mum dem Volk Mut zugesprochen. Wenigstens eine ist dort – wie immer – also noch on top!

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Faulensiek

Erdwesen wollte heute eigentlich zu ihrem Schrebergarten fahren, aber als ich mir vergegenwärtigte, wieviele schreiende Kinder dort wieder herumlaufen werden und wieviele noch lauter schreiende Eltern hinter den Gören her sein werden, ist es irgendwie falsch abgebogen und hat die fertig gekochten Spaghetti (!! Ja, ich habe ganz viele Nudeln !!) 256 km durchs Weserbergland bis nach Faulensiek und zurück gefahren. Erdwesen wäre niemals nach Faulensiek gekommen, hätte sie nicht irgenwo hinterm Abzweig nach Vlotho eine Gruppe von Motorradfahrer/innen aus Rinteln (nein, die sind sicherlich rein zufällig hintereinander hergefahren – also kein Busgeldbescheid notwendig) bei voller Fahrt gestoppt, weil irgendjemand ganz vorne ein rundes Schild mit Zahl gesichtet haben musste. Ich schwöre, ich bin noch niemals so langsam durch Lippe gefahren! (Oh Gott: Landesgrenze überschritten. Im Rudel. Zum Glück duldet unser Ministerpräsident ersteres noch.)

Da das Erdwesen das Rudel nicht aus dem Konzept bringen wollte und eh den Abzweig zur üblichen „Lippe-Rundfahrt“ verpasst hatte, ist es ihnen der Einfachheit halber einfach nachgefahren. Hatte für den Tourguide den Vorteil, dass er das letzte farbenfrohe Fahrzeug jetzt deutlich ausmachen konnte. Die arme Sozia vorm Erdwesen hat sich sicherlich über das Röhren gewundert. Aber: Ich glaube, die haben versucht, mich zwischendurch abzuschütteln! Die Pisten wurden immer huckeliger. Ich hatte schon heimlich beschlossen, bei der unweigerlich folgenden Durchfahrt eines Flusslaufs umzukehren. Aber dann hatten sie ein Einsehen und befuhren wieder etwas gängigere Straßen. Plötzlich, also vielleicht nach 45 Minuten (?) bog der Tourguide dann in einen höchst ominösen Weg nach links ein. Also verabschiedete ich mich schnell, um festzustelen, dass ich überhaupt keinen Schimmer mehr hatte, wie ich diese Gegend wieder verlassen könnte.

Die Gegend zwischen Lippe und Herford hat zwar wirklich unvorstellbar kurvige Straßen, aber mir ist es ein Rätsel, wie sich die Menschen dort zurecht finden. Das Garmin gerät auch jedesmal an die Grenzen seiner Berechnungsfähigkeit. Letzten Endes ist das Erdwesen dann rechtsseits der Weser nach Hameln gefahren, weil es die passende Brücke links rüber nicht gefunden hat und nicht riskieren wollte wieder mal vor einem nassen Abgrund zum Stehen zu kommen, nur weil die Gierseilfähre wegen Corona nun doch ausgefallen ist.

Corona hat merkwürdige Auswirkungen.

Im ganzen Weserbergland fahren uralte Motorräder herum und (niegelnagelneue) BMW gibt es quasi nicht. Mit anderen Worten: diese ganzen Großenduro-Fahrer, die dem Erdwesen sonst immer in den Kurven auf ihrer Spur entgegen kommen, das sind alles Touristen. Momentan sind nur die Einheimischen unterwegs und das mit allen Gefährten die sie haben. Ganz normale Menschen! Alte Ninjas, unterschiedliche Gixxer und jede Menge „naked bikes“, die noch aus einer Zeit stammen als es den Begriff noch nicht gab. Mir sind auch noch nie so viele Dukes untergekommen und sogar eine Ninja H2 war dabei. Ganz komisch: Ein Weserbergland frei von Koffer- und frei von Warnwestenfahrern.

Jetzt muss ich mir noch anschauen wie es auf den einheimischen Rennstrecken (Sackwald) so aussieht. Dahin zu fahren hatte ich allerdings Bedenken, weil meine Blitzerdaten nicht mehr aktuell genug sind. Am letzten Saisonende habe ich nicht ganz unbeschwert gewartet, ob der neue Blitzer wirklich nur von vorne blitzen kann… oder ob ich die nächsten 6 Monate mit der Bahn unterwegs sein werde. Das konnte ich heute nicht riskieren. Wir haben zwar Corona aber erst April!

So bin ich dann noch ein wenig herumgeirrt und nach 4,5 h wieder zu Hause in Hannover eingetroffen. Zweimal Tanken hat auch geklappt. An der ersten Tanke auf dem Dorf war Handschupflicht (wurden gestellt, aber Erdwesen hat ihre der Einfachheit angelassen). Die Automatenzahlung war zu Gunsten von Blumensträußen im Laden ausgeschaltet, was dem Erdwesen die Peinlichtkeit einbrachte, ganze 7,9 Liter Sprit zu bezahlen. Da er so billig war, hatte sie versehentlich sogar Super erwischt, statt E10. Den zugetanken Sprit hat sie dann aber ja wegen dem Ausflug nach Faulensiek wirklich gebraucht. Später zurück
in Hannover war man krasser drauf: Hauptsache Kunde zahlt und fertig. War aber auch peinlich. Über 200 km gefahren und 10 Liter getankt. Sehr ungewohnt für das Erdwesen. Die letzten dreieinhalb Jahre hat es praktisch auf der Autobahn zugebracht. Ab 200 km/h schluckt Suzi als gäbs kein Morgen.

Erdwesen schafft aktuell viel mehr Kilometer mit viel weniger Sprit. Was mich nur etwas zweifeln lässt: mein Vorderreifen. Ob ich es noch schaffe, den vom Autobahnprofil auf Weserbergland „umzuschleifen“? Jedenfalls waren die ersten Kurven ein ganz schönes herumgeeiere… aber es ist ja auch bald Ostern…

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Nur eine Statusmeldung

Gestern haben die Baumärkte in Niedersachsen wieder für Normalkunden geöffnet und es kam laut Radio prompt zu dem erwarteten Ansturm. Das Erdwesen fragt sich, warum statt dessen die anderen Bundesländer ihre Baumärkte nicht einfach auch für alle außer Gewerbetreibende geschlossen haben.

So langsam kristallisiert sich auch heraus, dass das Erdwesen zu den wenigen Verwaltungsmenschen gehört, die tatsächlich noch jeden Tag das Büro aufsuchen – vermutlich nur aus dem einzigen Grund, weil die Technik dort so hoffnungslos veraltet ist, dass es schlicht nicht möglich ist, diese PCs mit nach Hause zu nehmen und dort irgendwie zu betreiben. Ehrlich? Ich glaube, die sind sogar so alt, dass sie als Angriffsziel persé ausfallen.

Gleich nebenan, hat die Polizei am letzten Wochenende eine „Versammlung“ der polnische-katholischen Kirchengemeinde aufgelöst. In den Gärten war gestern deutlich weniger Trubel als noch zwei Wochen zuvor, als gerade nur die Spielplätze geschlossen worden waren und sich sämtliche Kinder stattdessen in den größeren Gärten einfanden. Kann aber sein, dass es mir gestern nur so ruhig vorkam, weil Krawallos nicht vor Ort waren! Ich hoffe, der Vater ist im Corona-Einsatz und hat keine Zeit für Gartenaufenthalte mit seinen Lieben. Ein Elternteil mit allen Kindern ist noch halbwegs zu ertragen, aber beide Eltern?! Die sind dermaßen verrückt: die Eltern buhlen um die permante Aufmerksamkeit ihrer Kinder, die Kinder buhlen um die permanente Aufmerksamkeit des jeweils einen und dann des anderen Elternteils. Im Endergebnis kommt dann ein niemals endendes Geschrei und Geschimpfe dabei heraus. Jeder will immer ganz oben in der Aufmerksam der übrigen stehen. Es ist zwar über die Jahre besser geworden, aber immer noch unterträglich, wenn man gleich daneben hockt. Sie sind einfach viel zu laut und zu sehr am schreien und keifen.

Dennoch: Es ist schon merkwürdig wie schnell man sich als Mensch an eine Situation gewöhnt. So wird es langsam also normal, dass man, wenn man schon irgendwo im öffentlichen Raum unterwegs ist, sich in Schlangenlinien um andere Menschen herum bewegt. Hätte man dies zuvor getan, hätte man bestimmt von einigen den Kommentar bekommen, warum man sich denn so dermaßen anstellt und damit einen waschechten Streit riskiert. So aber müssen sich alle so verhalten und es wird von allen, die denken können, akzeptiert. Im Supermarkt reiht man sich ggf. in eine 2m-Abstand-Reihe ein, aber das Erdwesen vermeidet, solche Stätten der ungewollten Begegnung aufzusuchen. Kassiererinnen stehen hinter Zelophanpapier oder Plexiglasscheiben und da, wo das nicht möglich ist, empfängt einen eben eine bebrillte Bankräuberin mit Namensschild. Ganz schön verrückt, was hier derzeit so abgeht!

Komisch nur: Am Freitag ist das Erdwesen an einer Post vorbeigekommen, wo immer noch die Aufforderung bestand, den Helm vorher abzunehmen, da sonst sofort der Notruf betätigt wird. Ob Shell das auch weiter durchziehen will??

Im April und im Mail kommen nun doch jeweils 40000 Rumänen zum Spargelstechen nach Deutschland kommen. Nun denn. Es war irgendwie abzusehen, dass die deutschen Bauern dafür keine deutschen Aushilfen haben wollen, die ja alle wegen der Arbeitssituation derzeit tatsächlich zur Verüfgung stünden. Die sitzen, so wie ich es sehe, auf ihrer Subentionswolke ohne wirklich nachzudenken. Ich hoffe nur, sie haben nicht parallel auch noch etwas gegen HartzIV-Empfänger. Die bekommen nämlich weit weniger Geld für Umme als besagte Landwirte. Man darf gespannt sein, was die EU nun als nächstes zu subventionieren gedenkt. Vielleicht startet die nächste Pandemie dann ja in einem deutschen Schweinestall statt auf einem Tiermarkt in China.

Offenbar macht NDR1 eine Veranstaltungsreihe jeden Samstag zwischen 10 und 12, wo sich ein hochrangiger Politiker den Hörerfragen stellt. Das wird zwar alles ziemlich gefakt sein, aber immerhin bemühen sie sich tatsächlich auch noch live Leute fragen zu lassen. Im Zeitalter von Apps, Mails und Telefon wird eben alles einfacher. Auch, nur ausgwählte Fragen weiterzuleiten. Unsere Gesundheitsministerin hat es immerhin geschafft, einen versierten Eindruck von sich selbst und ihrer Arbeit zu vermitteln. Bei den typischen Politikerfragen hatte der Moderater zwar vermutlich auf etwas mehr vermarktbare Elequenz gesetzt, aber in diesem Falle ist es wohl wichtiger, die Dame ist fachlich im Bilde. Alles ist besser als in dieser verfarenen Situation Politiker am Ruder zu haben die eigentlich nach viel höherem streben oder die nur deshalb im Amt sind, weil irgendwelche Vorfahren auch schon hohe Ämter bekleideten und sich dabei mehr oder minder mit Ruhm bekleckerten.

Erdwesens Prognose ist, dass im Land Niedersachsen die Kontaktsperre bis nach Pfingsten aufrecht erhalten bleibt. Maximal die Abiturienten werden ihre Prüfngen schreiben (falls das denn überhaupt noch aktuell ist, denn es darf schließlich nicht alles für die Tonne sein!). Der Rest bleibt so wie er ist oder es wird hier und da ein wenig nachgesteuert, aber wollen wir das wirklich? Schließlich haben wir in Niedersachsen jeden Tag immer noch absolut mehr Leute vorzuweisen, die sich angesteckt haben.

Und das mit den Tests, die aussagen, ob man womöglich schon Corona hatte? – Fehlanzeige! Mit den Tests lassen sich zwar Antikörper nachweisen, aber die Tests können Grippeantikörper oder andere nicht wirklich von den gesuchten Coronaantikörpern unterscheiden. Einer anderen Aussage zu Folge soll es die ersten verlässlichen Tests Ende Mail geben.

Auch die Tests auf Corona sind begrenzt und so wird nur jemand gestestet, der von sich selbst sagen kann, dass er mit einer nachweislich mit Corona infizierten Person Kontakt hatte. Es kann also durchaus sein, dass sich tatsächlich wahre Nester von Corona-Infizierten in der Population ausbreiten, die deswegen nicht bemerkt werden, weil niemand behaupten kann, dass er Kontakt hatte. Der Statistik darf also wie immer auch hier mistraut werden. Eigentlich kann man das ganze wirklich nur mit den Antikörpertests in den Griff bekommen, wo man sich selbst testen kann. Dann hat man zumindest Gewissheit, ob man noch jemanden anstecken kann oder nicht. Und die Todes-Statistik? Eine Coronainfektion wird bei Gestorbenen nicht mehr durchgeführt. Es nützt niemandem mehr und außerdem sind die Viren binnen kurzer Zeit schon aus dem Leichnahm verschwunden. Es ist also viel einfacher, die Menschen an ihren gewöhnlichen Krankheiten sterben zu lassen und nur dann den Corona-Toten zuzurechnen, wenn es durch den Einsatz von Beatmungsgeräten zu offensichtlich geworden ist. Vielleicht soll das ja der Bevölkerung die Angst und den Schrecken vor dem Virus nehmen. Vielleicht soll es uns auch einfach in dem Glauben lassen, dass wir in einem hochgradig zivilisierten und technisierten Land leben, indem solche Seuchen einfach keine verheerenden Auswirkungen mehr haben können.

Und einige wollen nun partout eine Mundschutzpflicht, obwohl es weltweit nicht mehr ausreichend Schutzkleidung gibt. Und ob es so zivilisiert ist, noch aus Afrika Schutzausrüstung zu bestellen, wo vermutlich nur nicht ausgezählt wird, wieviele Menschen erkranken oder an Corona sterben?

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Virtueller Wahnsinn

Heute wähnte sich das Erdwesen endgültig im virtuellen Wahnsinn. Anders kann man es nicht mehr bezeichnen.

Während in der letzten und vorletzten Woche im Radio noch die normalen Werbespots zu hören waren, wird dort inzwischen für jeder Menge digitalen Krempel geworben. Das nützt einem nur nichts, wenn man eine Postadresse hat, die kein einziger Lieferdienst findet oder man kein aktuelles Smartphone sein Eigen nennt. Also hat das Erdwesen nun in den sauren Apfel gebissen und ein gebrauchtes Telefon bestellt, bei jemandem der schon genauso lange bei eBay ist wie das Erdwesen. Sagen wir mal so: der postalische Austausch gestaltet sich schwierig. Auch ebay und DHL sind „moderner“ geworden. Kundendaten noch aufzuhübschen, die fast 20 Jahre alt sind, ist nicht jedem Internetplattformbetreiber gegeben und wenn gleich auf beiden Seiten Kinder des C64 sitzen, ist das digitale Chaos vorprogrammiert, da sich beide Seiten redlich mühen, im Klicki-Bunti-Dschungel einen gangbaren Weg zu finden.

Und dann das Aktivieren der SIM-Karte?! Meine Güte. Es stellte sich im direkten Kontakt mit der osteuropäischen Dame für die überprüfung via Videotelefonie mit Firefox heraus, dass die Kamera meines heißgeliebten Dell (ja, DER Dell!) nun auch noch zu schlecht ist, um einen Personalausweis online zu überprüfen. Gleichzeitig hat mein Arbeitgeber nun die Regelung zum Ausdrucken privater Kopien gegen Geld abgeschafft. Echt guter Termin! Aber noch hat der HP ja eine Patrone und so konnte sich das Erdwesen ihr Identifikatonspapier zu Hause ausdrucken und wird damit zu Post latschen. Da ist es nicht schlimm, wenn auch das Smartphone noch einige Zeit braucht, bis es hier eintrifft.

Das Erdwesen erinnert sich noch gut daran, als sie vor 11 Jahren ihr gebrauchtes Nokia zum Spottpreis bekam. Offensichtlich war der Besitzer einfach nicht damit zurecht gekommen und die Firmware musste neu aufgespielt werden. Außerdem war das Ladegerät kaputt. Ich hoffe nur, dieses Smartphone läuft sofort und hat wirklich Android 9.1 aufgespielt. Das Medion Lifetab bedient sich ja noch 4.1 Jelly Bean… was eigentlich nirgendwo mehr unterstützt wird.

Die o.tel.o Surf-SIM sollte eigentlich in den mobilen WLAN-Router von 1&1, aber seitdem das Erdwesen das ca. 5 Stunden lang versucht hat, funktioniert die SIM nun auch nicht mehr im Medion tablet, da auch o.tel.o mittlerweile in vodafone aufgegangen ist und das Internet sich darüber im Unklaren ist, welche APN denn nun verwendet werden kann. Nur zur Erinnerung: das vodafone-Netz war eigentlich mal Mannesmann und bei uns auf Arbeit rissen wir damals noch Witze: Also, wenn in Frankfurt der Empfang demnächst unter aller Sau ist, dann wirds wohl daran liegen, dass unser Chef unsere Digitalisierung falsch durchmodelliert hat!

Es ist schon erschreckend, dass andernorts heute genau dieses 3D-Modell als großer Durchbruch, gar fast als digitale Revolution gefeiert wird, welches im Arbeitsleben im letzten Jahrzehnt des letzten Jahrtausends zu Erdwesens Einstellungsprojekt gehörte. – Ohno!

Ich kann es so langsam nicht mehr ertragen, wenn sich Möchtegern-Experten in virtuellen Meetings treffen, um mit ein paar Klicks auf ihrem Smartphone als Kommunikationsexperten zu glänzen und dann auch noch von Datensicherheit labern. Leute, die gibt es mit Android nicht. Es gibt sie einfach nicht! Ich verstehe nicht, warum das niemand begreift. So viel Dummheit auf einem Haufen. Es ist unfassbar.

Dafür werden aber jetzt erstmal amerikanische Server auf die „ist-böse-Liste“ gesetzt, so dass auch wirklich ausgeschlossen ist, dass das Erdwesen noch ihrer Arbeit nachgehen kann. Tatsache ist nur: Wir werden von der neuen Technik überrollt, nur weil einige zu arrogant waren, sich mit diesen neuen Techniken frühzeitig zu beschäftigen. Es ist deprimierend. Absolut deprimierend. Und nun ist es nichtmal mehr möglich jemanden anzurufen!! Weil: Leider läuft ja die Telefonanlage auch über einen zugedröhnten Server, der Probleme hat, die ganzen Umleitungen nach Hause noch abzuchecken. Und das Erdwesen arbeitet nach wie vor in ihrem Büro!

Ehrlich? Corona wird das Erdwesen vermutlich überleben (oh shit, das kann man ja in beide Richtungen lesen!), aber dieses ganze digitale Durcheinander? Kaum. Vermutlich wird sich das Erdwesen irgendwann mit Nervenzusammenbruch krank melden müssen. Und als einzige Therapie wird helfen: Motorradfahren bei mittleren Temperaturen :-)

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Web-Meetings – Ich hasse die Software!!

Das Erdwesen wartet wie fast alle darauf, wann Sie nun Corona bekommt. Heute hat allerdings schon eine Salami-Pizza und Meeting-Software gereicht, um es regelrecht auszuknocken. Jedenfalls musste das Erdwesen die sofortige Flucht nach Hause antreten, um dort dann herauszufinden, dass die dämliche Meeting-Software schon wieder durch andere ersetzt worden ist. Ein Schwenk vom bösen Zoom auf das vorläufig gute WebEx.

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„Ab sofort Aufnahmestopp in Pflegeheimen“

Da nun ab dem Wochenende schon 17 von 72 infizierten Menschen in einem Wolfsburger Pflegeheim mit insgesamt 165 Bewohner/innen am Coronavirus gestorben sind, gerät die Politik unter Druck. Fahrlässige Tötung lautet der Vorwurf eines Rechtsanwaltes als es gerade einmal 12 Tote waren. Jedoch wird die Zahl nun weiter steigen.

Demenzkranke mögen nicht in erster Linie unbedingt unter körperlichen Gebrechen leiden, jedoch sterben Sie in oft an Unterernährung, weil sie das Hungergefühl verlieren und auch gar nicht mehr einsehen, dass sie etwas essen sollten. Schließlich ist das Essen ziemlich anstrengend und alles in allem mit äußerst viel Ungemacht verbunden: Schlabberlatz, Teller, Tassen, Besteck und dann auch noch das ständige Hin- und Her zwischen Tisch und eigenem Mund. Völlig überflüssig, denn Demenzkranke haben meiner Erfahrung nach, immer noch „jede Menge“ zu erledigen, was deutlich angenehmer ist. Schlafen beispielsweise oder im Stuhl sitzen oder einfach nur beobachten.

Und so hat nun Sozialministerin Reimann einen sofortigen Aufnahmestopp verhängt, es sei denn ein/e neu/e Bewohner/in könne zuerst 14 Tage in Quarantäne aufgenommen werden. Erst am 10. März (66 Coronafälle in Niedersachsen, 1586 in Deutschland) hatte das Ministerium angewiesen, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten keine Pflegeeinrichtungen mehr besuchen. Ab dem 16. März (391 Coronafälle in Niedersachsen, 7274 in Deutschland) gab es ein Betretungsverbot.

Ich frage mich ernsthaft, ob unsere Sozialministerin wirklich so dumm ist oder ob es wirklich so dermaßen unbekümmerte Pflegeheime für Demenzkranke gibt. Kein Pflegeheim wird jemanden in diesen Zeiten aufnehmen, ohne sich vorher sehr genau darüber im Klaren zu sein, wen es da aufnimmt. Kein Pflegeheim hat Not, nicht ausreichend Bewohner/innen zu finden. Möglicherweise gibt es noch Unannehmlichkeiten im Hinblick auf die Bezahlung, aber sonst?

Pflegeheime sind keine Hochsicherheitsobjekte. Jeder darf hinein- und heraus. Schließlich leben dort ja Bewohner/innen und vielen ist es noch möglich, beispielsweise einen Garten, einen Sitzplatz oder einen halboffenen Wintergarten aufzusuchen. Dazu noch Demenzpatienten, die überhaupt nicht verstehen, warum eine Tür, die immer auf ist, plötzlich nicht mehr offen steht oder die gerade deshalb nun gerade erst ihr spezielles Interesse findet.

Außerdem verlieren gerade Demenzkranke den letzten Bezug zur realen Welt, wenn sie niemand mehr besucht. Mäßiger Trubel scheint durchaus erwünscht, da es nunmal ihr Tagwerk ist, damit zurecht zu kommen und sie sich dann ganz zu Recht ins Fäustchen lachen, wenn sie es schaffen, dem Ganzen zu entkommen, indem sie vielleicht doch noch ihr eigenes Zimmer finden oder einem Pflegeden entwischen.

Aber man muss es auch mal kostentechnisch sehen. Liebe Politiker/innen, wir leben doch in einer Gesellschaft, die durch Kostenfaktoren geprägt ist. Time is Money!

Einerseits sind Angehörige, die über 2000 Euro Zuzahlung pro Monat aufbringen müssen sicher clever genug, sich von ihren in die Pflege Gegebenen fern zu halten. Anders herum leben wir in einer Gesellschaft, die nach dem Prinzip „Wirtschaft über allem“ funktioniert. Wir sind konditioniert, überall das meiste herauszuschlagen und Pflegeplätze fehlen auch. Die Rentenkassen sind leer. Wir haben zu viele Alte. Was die Bewohner/innen tatsächlich schützt, sind die motivierten Menschen, die in diesen Pflegeheimen arbeiten.

Was für eine bahnbrechende Forderung, ab sofort nur noch Bewohner/innen aufzunehmen, wenn sichergstellt ist, dass diese keinen Coronavirus einschleppen?! Ich bin zutiefst beeindruckt. Das ist wahrlich eine Regelung, wie könnte ich sie nennen? – Revolutionär!

Aus Erdwesens Sicht ist es nur ein Beispiel mehr, welches zeigt, dass noch so viel vermeintlich clevere Gesetze und Regelungen nicht originär dazu geeignet sind, Probleme wirklich zu lösen. Möchten Sie in einem Pflegeheim arbeiten, wo Ihnen gerade ein paar Flure voll mit alten Menschen wegsterben? Für so blöd kann die Politik eigentlich die Betreiber von Pflegeheimen gar nicht halten – dachte ich zumindest.

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Jetzt wird alles gut

Jetzt wird doch noch alles gut:

  • Jägermeister aus Wolfenbüttel liefert 50000 Liter Alkohol für die Desinfektion
  • 6 Millionen Schutzmasken für „Deutschland“ sind erst in Kenia am Flughafen „verloren“ gegangen und jetzt vermutlich auf direktem Weg in den Kreis Gütersloh (B., wie habt Ihr die bloss alle in Eure Koffer bekommen?! – Reschpekt!!)
  • NRW hat statt irgendwelcher komplzierter Regelungen einfach einen Bußgeldkatalog erlassen

Okay, einen Wermutstropfen gibt´s noch:

Es fehlt aktuell noch ein Erlass des nds. Innenministeriums, dass ab sofort auch Privatpersonen berechtigt sind, den NRW-Bußgeldkatalog in Niedersachsen durchzusetzen. – Ich denke, ich könnte da was organisieren!!

 

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Erdwesen ist einfach nur „schlecht“

Dem Erdwesen ist aktuell einfach nur „schlecht“.

Seit dem Wochenende gilt nun endlich ein „Kontaktverbot“. Maximal zu zweit oder im Verbund von einem Haushalt darf man sich noch im öffentlichen Raum bewegen. Zu anderen Menschen ist immer ein Abstand von mindestens 1,5m zu halten. Es ist aber noch gestattet alleine, z.B. mit dem Fahrrad, seine Runden zu drehen.

Gleich heute morgen beim Bäcker klappte das Ganze schon sehr gut. Zwei Leute im Laden, das Erdwesen davor, dahinter noch eine Person. Aber wir brauchen alle nocht Zeit, das alles einzuüben. Es wird sich dann ja zeigen, ob man ein potentielles Gegenüber dann nur noch als Gefahrenquelle wahrnimmt oder auch nur als potentielles Opfer, wie man es selbst ist. In dem anderen ein potentielles weiteres Opfer zu erkennen verlangt definitiv mehr Kraft als einfach erstmal auszuweichen.

Nicht in Kontakt zu treten ist sozial. Unsere Welt wird ganz schön auf den Kopf gestellt. Ich frage mich ernsthaft, wie das alles enden wird.

Die nächsten Tage werden dann zeigen, wie ernst alle die Ansteckungsgefahr gesehen haben und ob dann das Gesundheitssystem ebenso kollabiert wie in Italien und Spanien oder ob wir davon verschont bleiben.

Bisher ist dem Erdwesen nur eine Sache wirklich klar: Die „Corona-Krise“ führt deutlich vor Augen, wo die Schwachpunkte unserer Gesellschaft sind:

  • wir sind zu viele
  • wir sind zu global vernetzt
  • wir können kaum noch Dinge wirklich selber
  • aber unsere Infrastruktur ist nur auf Sand gebaut
  • wir sind mental überhaupt nicht mehr auf Katastrophen vorbereitet
  • Profitgier allein reicht nicht, damit eine Gesellschaft überlebensfähig bleibt
  • wenn alle glauben den Überblick zu haben, nur weil alle Infiziertenzahlen für jedermann zugänglich sind, muss das nicht zwangsläufig ein Vorteil sein

Vermutlich kann man noch viel, viel mehr daran ablesen. Aber das Erdwesen ist aktuell einfach viel zu fertig, um noch mehr darüber nachzudenken. Immerhin hat es noch 12,5 Rollen Klopapier…

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Das kann dauern :-(

Was passiert, nachdem die Kinder fünf Wochen nicht in der Schule waren? Was passiert, nachdem nur noch Lebensmittel- und Drogeriemärkte sowie Baumärkte für Gewerbetreibende geöffnet sein dürfen? Was passiert, wenn 60% der Menschen im HomeOffice vegetieren? Und wieviele Rückenkranke werden wir haben, nachdem monatelang alle Fitness-Studios dicht gemacht haben?

Eine braunschweiger Virologin bringts heute mal auf den Punkt: Impfstoff in einem Jahr – wenn’s gut läuft. Und das Fernsehen setzt noch einen drauf: Wenn wir es schaffen, die Epidemie in Deutschland so zu verlangsamen, dass das Gesundheitssystem noch mithalten kann, dann brauchen wir 18 Monate. 18 Monate Einzelhaft. Und Amnesty International wird sich nicht einmal dafür interessieren. Die Chinesen sind schon 3 Monate eingekerkert :-(

Wir stecken wirklich vollständig in der Scheiße und dabei sind wir in den reichen Ländern vermutlich noch wirklich sehr gut dran.

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Was verkauft sich am Besten?

Tja, so falsch scheint das Erdwesen mit einer Klopapiertorte zur Hochzeit nicht gelegen zu haben. Aber wer konnte das erahnen?

  • Was verkauft sich in den USA aktuell am besten? Klar: Waffen und Medikamente!
  • Was verkauft sich aktuell in Holland am besten? Hasch und Käse!
  • Was verkauft sich in Frankreich am besten? Rotwein und Kondome!
  • Was verkauft sich in Deutschland am besten? Mehl und Klopapier!

Ja, jede Nation ist eben anders. Das Erdwesen hört schon das Stöhnen in einigen Wochen, wenn überall palettenweise das weiße Gold herumsteht und niemand es mehr haben will. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass irgendwer gesagt hat, eine Coronainfektion mache sich auch durch Durchfall bemerkbar. Naja. Wir werden sehen.

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