Der Bürger auf dem Weg zum permant betreuten Kranken

Noch ein neuer Trend ist zu beobachten.

Sind wir es gewohnt, von staatlicher Seite zu Vorsorgeuntersuchungen angehalten zu werden, weil dies unsere eigene Gesundheit retten könnte, weil man damit im Körper verborgene, aber noch nicht ausgebrochende Krankheiten erkennen kann, so wird jetzt etwas Neues propagiert. Eine Krankheit, die man ohne Kenntnis übersteht und von der man sich auch mittelfristig offenbar wieder gut erholen kann, die aber zum Tode Dritter führen kann, weil wir sie anstecken!

Corona-Krank ist man in der Regel so um die 14 Tage. Dabei ist inzwischen nicht mehr herauszubekommen, wie lange man schon erkrankt sein kann, bis man Symptome bekommt oder wie lange man maximal erkrankt sein muss, damit man nicht mehr ansteckend ist. Es ist alles sehr verwurschtelt und betrachtet man dazu noch den ungebändigten Aktionismus eines zuständigen Gesundheitsamtes per Fax und Briefpost neben QR-Codes und Corona-Warn-App, so ist nicht mehr herauszubekommen, warum jemand in Quarantäne ist, weil er krank ist (das ist noch verständlich), wann jemand in Quarantäne muss, obwohl ihm gar nichts fehlt, aber er krank ist (meinethalben) oder wann jemand in Quarantäne muss, weil ihm zwar gar nichts fehlt aber er offenbar vielleicht noch gar nicht krank ist, er oder sie es aber werden könnte (ujujuj).

Selbst kann man das alles nicht überprüfen, sondern man ist hier auf quasi staatliche Hilfe angewiesen. Der Staat bestimmt also, wer wann getestet wird und damit wie lange die Person krank ist, denn erstaunlicher Weise ist an dieser Stelle ein unverbriefter Schnelltest nicht zugelassen. Der Mensch bestimmt lediglich unfreiwillig noch selbst wie lange er dann womöglich wirklich krank ist und krank bleibt. Nicht dass er darauf einen Einfluss hätte, aber so war das ja auch schon früher. Wenn etwas vorbei ist, ist es vorbei! Neuerung: es sei denn, der Staat verweigert ein negatives Testergebnis, denn wir alle wissen ja, wie unzuverlässig diese Tests von Netto, Aldi oder Lidl sind!

Damit ist Lug und Trug Tür und Tor geöffnet.

Was mich ungemein wundert: Warum gibt es noch Schafe in Deutschland?

Ich meine, alle Schafe sind krank. Sie leiden unter permanentem Wurmbefall. Deswegen benötigen sie auch Wurmkuren. Diese macht man jedoch nur, wenn es den Schafen durch die Würmer wirklich schlecht geht. Geht es einem Schaf mit seinen Würmern gut, dann macht man gar nichts. Man lässt es einfach laufen und beobachtet halt weiter, ob es ihm vielleicht irgendwann halt doch schlecht geht. Und wenn es ihm dann wirklich schlecht geht, dann muss man ihm helfen und eine Wurmkur verabreichen.

So ist es nun auch bei uns Menschen, aber irgendwie sind wir nicht nur weit blöder als Schafe, sondern auch weit blöder als die Schafhirten. Denn uns muss man sogar helfen, obwohl uns gar nichts fehlt. Der Grund: Es wird sonst einfach zu teuer. Besser massenhaft Testen, hinter Masken verstecken (Burkaverbot gibt es m. W. bisher ja auch nicht) und Einsperren als ein Gesundheitssystem zu überlasten, was rein auf Profitmaximierung angelegt ist. Mit wirklich Kranken ist offenbar kein ausreichendes Geld zu erwirtschaften. Sie machen zu viel Arbeit. Da ist es wirklich besser, den Gesunden zu helfen. Also, rein prophylaktisch.

In Israel hat eine Impfung, die einen Bürger wieder zu einem vollwertigen Mitglied seiner Gesellschaft macht, einen Haltbarkeit von genau 180 Tagen. Danach ist der Bürger wieder wie jemand zu behandeln, der gar nicht krank war, aber krank werden könnte.

Nun bezieht man dies mal auf den Impfstoff Astrazeneca, der im Gegensatz zu Biontech oder Moderna nur einen Impfschutz von 80% erreicht, wenn man die zweite Impfung nach exakt 12 Wochen erneuert. 12 Wochen rechnen wir der Einfachheit halber mal mit 90 Tagen. Lasse ich mich also mit Astrazeneca impfen, wie es medizinisch am sinnvollsten ist, so benötige ich allen Ernstes alle 90 Tage eine neue Impfung! Und habe somit auch alle 90 Tage die Gefahr von Impfschäden. Die sind natürlich sehr selten, aber wo sonst gibt es eine Impfung, die ich alle 90 Tage zu wiederholen habe?

Aber was sind schon 80%. Die Publicity für Astrazeneca (was das nicht das Mittel aus dem BREXIT-Raum?) war in den vergangenen Wochen und Monaten so unglaublich schlecht, dass es nun für alle – auch außer der Reihe – freigegeben wurde. Jeder, der will, kann sich also damit impfen lassen. Will ich also unbedingt noch im Juli in Urlaub fahren, sollte ich mich jetzt und gleich impfen lassen. Das geht wohl nur beim Hausarzt, denn in Impfzentren wird nur noch Biontech und Moderna verimpft und dann auch in strenger Reihenfolge – wie auch immer die gerade ist. Die Hausärzte bekommen nur noch Astrazeneca, da hierbei ja mit den schwersten Nebenwirkungen zu rechnen ist. Da ist es schon gut, wenn man einen Arzt als Ansprechpartner hat und kein überlastetes Gesundheitsamt, in dem ohnhin nur Aushilfen tätig sind. Um aber die Reisefreiheit nicht einzuschränken (Ihr wisst, schon: wie damals im Osten!), ist es jetzt gesetzlich erlaubt sich auch nach schon vier Wochen das zweite Mal mit Astrazeneca impfen zu lassen. Dumm nur, dass dann der Impfstoff seine volle Leistungsfähigkeit von 80% gar nicht erreicht. Ist aber egal. No risk no fun! Und der Ärtzteschaft ist es auch recht. Besser irgeneine Impfung als gar keine – jedenfalls so lange kein Lobbyverband einschreitet oder wir eine fünfte Welle bekommen, weil es zu viele gibt, die nun doch noch krank werden.

Fünfte Welle? – Naja. Die vierte Welle wird gerade sorgsam vorbereitet. Indem man den armen Kindern und ihren armen Eltern hilft und die Schulen und Kinderbetreuungsanstalten wieder regulär öffnet. Schließlich wird ja der geimpfte Anteil an der Bevölkerung jeden Tag größer und die gefährdetsten Gruppen sind auch schon durch. So bringt man den Virus noch eine Weile dazu, sich an denen schadlos zu halten, die bisher noch nicht geimpft wurden – aufgrund ihres jugendlichen Alters – also Kinder und ihre Eltern. Der nette Nebeneffekt ist, dass wir Corona dadurch noch einmal so richtig Vorschub leisten, die Inzidenzwerte weiterhin hoch bleiben und somit der Druck auf jeden Einzelnen steigt, entweder in permanenter Furcht zu leben, sich weiter zu isolieren oder sich eben auf Teufel komm raus irgendwie einen Impftermin zu beschaffen – oder eben im geringtsen Falle irgendeinen Impfausweis mit passendem Klebezettelchen und Unterschrift für 75 Euro.

Es ist eine riesige Gelddruckmaschine und kein Schafhirte ist da, der es in irgendeiner Form steuern könnte, wenn die Gesetze erst einmal von Lobbyisten durchgedrückt und vom Parlament (oder „Mutti) beschlossen sind. Ja, bis zur Wahl ist noch viel Zeit für alle Arten von Experimenten, um das Geld derer zu mehren, die uns als Schlachtschafe zur Bank führen. Und was meint Ihr, wie froh wir alle sein werden, wenn es dann am Beginn der dritten Septemberwoche nach mindestens 14-tägiger harter Diskussion heisst, dass sämtliche Corona-Maßnahmen durch die Regierung aufgehoben werden, während die Opposition immer noch zaudert und zagt und sich damit als klar „unwählbar“ erweist.

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Der Bürger auf dem Weg zum permanenten Gesetzesbrecher

Nun versinkt die Republik im zunehmenden Test-Chaos. Kaum hat sich irgendetwas halbwegs eingeschliffen, so wird es auch schon wieder geändert. Verwirre Deine Bevölkerung so lange, bis sie wirklich überhaupt keinen Durchblick mehr hat und dann zocke sie ab!

Zuerst wurden also Betriebe verpflichtet, vor-Ort-Mitarbeitenden einen Schnelltest pro Woche zu spendieren, nun scheinen es wohl zwei Schnelltests zu sein. Und wenn jemand möchte, dass Du eine Maske am Arbeitsplatz trägst, dann muss der Arbeitgeber diese auch stellen. Oder zumindest so ungefähr. So erhält das Erdwesen also fünf FFP2-Maske für fünf Wochen. Ich sage dazu mal nichts, aber es scheint sich schon jemand beschwert zu haben, denn auch auf der Erdwesen-Maske, die sie einst noch für 4,95 Euro in der Apotheke kaufte, stand klar, dass sie maximal 8 Stunden getragen werden darf und sie weggeworfen gehört, wenn sie nass ist.

Aber wie geht es nun weiter? Da die ganze Grundrechte-Einschränkungs-Manie durch ein Update von „Muttis“ Bundesinfektionsschutzgesetz aufgrund von über 50 kreativer Videos von Prominenten komplett zu eskalieren drohte, weil auch die Staatsmedien ad hoc jeglichen Bezug zur Realität verloren, erkannte die Obrigkeit offenbar in letzter Sekunde – ja vermutlich werden die Historiker in 100 Jahren uns erklären, wie kurz wir vor einer Bürgerrevolte standen! – den Ernst der Lage.

Hatte die Obrigkeit noch gehofft, das Bundesverfassungsgericht könne die Grundrechte durch ein entpsrechendes Urteil für die Bürger dieses Landes wieder herstellen, so wurde diese Möglichkeit bislang nicht erhört, was das Erdwesen auch für völlig richtig erachtet! Wenn Politiker sich schon anmaßen, Grundrechte ungerechtfertigt in diesem Maße unter Vorbild totalitärer Staaten einzuschränken, so sollte das mindestens so lange dauern, bis es VIELE Bürger anfängt zu stören.

So war die fast einhellige Meinung im Umfeld des Erdwesens (was nach 15 Monaten Pandemie eh kaum noch aufrecht zu erhalten ist) zunächst einmal sehr zurückhaltend. So schlimm sei das alles ja gar nicht! Wer gehe schon noch nach 22 Uhr auf die Straße?

Erst als klar wurde, dass auch einige um Johanni geplante Dinge nicht stattfinden können, weil die Leute aufgrund der langen Fahrzeiten dann selbst nicht mehr vor 22 Uhr nach Hause gelangen können, änderte sich das. Eine Ausgangssperre durchzudrücken für eine Gesellschaft, die der Staat höchst selbst im Laufe der vergangenen 2,5 Jahrzehnte zu einer hochmobilien Zwangsarbeitsgesellschaft entwickelt hat, ist schlicht eine bodenlose Frechheit! Hier und da mag es ja noch „Familien“ geben, die seit hunderten von Jahren gemeinsam an Ort und Stelle leben, aber das ist doch ein vollständig aussterbendes Modell. Und was überhaupt hat unser Staat eine Vorstellung von „Familie“?! Muss hier nicht viel eher anerkannt werden, dass es sich oft genug für den Einzelnen um einen im Laufe des eigenen Lebens regelrecht aus sämtlichen Teilen der Welt zusammengesuchten „Stamm“ handelt? Aber bei dem CDU-geführten Regime ist es eben immer noch „die Familie“. Nur die Gottesfurcht, die der Parteinahme andeutet, die ist unseren Poltiker/innen über die Jahre absolut abhanden gekommen! Streicht bitte endlich das „C“!! Und an die SPD: Was ist an Euch „sozial“??

Viel schlimmer als die Tatsache der Ausgangssperre ist wohl der Umstand, dass die Unverletzlichkeit der Wohnung mit dem upgedateten Infektionsschutzgesetzt von jetzt auf gleich ausgehebelt wurde. Wie erkenne ich denn die Mitarbeitenden eines Gesundheitsamtes, welches meine Wohnung nach weiteren Menschen zu durchsuchen gedenkt, weil die Obrigkeit interessiert, ob ich mich auch an die Kontaktbeschränkungen halte?? – Ja, macht es wie früher die SS kurz nach der Reichskristallnacht, die jetzt auch einen anderen Namen hat, damit die Älteren davon nicht mehr berichten können, damit Alte und Junge die Namen für das gleiche Ereignis nicht mehr zusammenbekommen, um Informationen von einer Generation zur nächsten transferieren zu können.

Aber es kommt noch schlimmer.

Irgendwer hat nun beschlossen – im Zuge der zunehmenden Grundrechtsbeschränkungs-Eskalationsdebatte – dass man Geimpften und bereits Gesundeten nach Erkrankung ihre Grundrechte nun vielleicht doch nicht bis (zurzeit) Ende Juni entziehen kann. Was für eine unglaubliche Erkenntnis! Also gabs flux ein weiteres Gesetzt oder ein Update von einem bestehenden Gesetzt – keine Ahnung, auf welcher Verwaltungsebene oder wo es Gültigkeit hat – das Erdwesen blickt schlicht nicht mehr durch und hat auch keinen Bock mehr, sich damit zu belasten, weil es ist echt sowas von egal! – welches nun besagt, dass z.B. die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und nachgewiesen Erkrankte aufgehoben sind.

Das wird ja jetzt ganz toll! Erstens ist es in keiner Weise zu kontrollieren. Impfreihenfolgen und unzuverlässige Aussagen zu wer geimpft wird, sind komplett unübersichtlich oder vielleicht auch gar nicht wirklich geregelt. So kann man Glück haben, weil man irgendwo bei der Kontaktverfolgung mitgeholfen hat, irgendwo eine gebrechliche Person im Hintergrund hat und der Hausarzt das bestätigt hat oder Schwangere kennt oder einfach irgendwo eine Dosis abgegriffen hat, die irgendwo übrig war. Jeder ist sich selbst der Nächste! Ganz so, wie wir es in Deutschland jeden Tag auf der Ebene der hohen Politik ohnehin erleben!

Aber wie wird das in der Realität dann ablaufen? Alle sozialen Kontakte, die bisher noch nicht durch die Obrigkeit zerstört wurden, werden sich spätestens mit dieser Regelung endgültig in Luft auflösen. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass sich ein Erdwesen einen 24-Stunden-Schnelltest besorgt, nur damit es dann damit 8 Stunden Arbeit, 4 Stunden Wege, 2 Stunden Haushalt / Rüstzeit, 7 Stunden Schlafen und satte 3 Stunden Treffen mit Freunden und Shoppen erkaufen kann. Lasst sich doch die Alten und Kranken vor Ort treffen, einen drauf machen und sich besinnungslos saufen. Die haben eh nicht mehr lange: Zum Wohle unser aller Rente!! Nur schade, dass Ihr sie alle vorher auch noch geimpft habt. Wir brauchen doch viel zu viele Pflegekräfte, um die alle am Leben zu halten. Und dann werden die Pflegekräfte nichtmal nach Tarif bezahlt, weil eine kirchliche Einrichtgung wie die Caritas sich gegen einen Tarifvertrag für alle gestellt hat!

So kurz vor der Wahl versuchen die noch-Politiker, ihre Pfründe zu sichern. Verkaufen zu überteuerten Preisen Immobilien, kassieren Geld für Masken, die man heute gar nicht mehr braucht oder die man vorher vergessen hat einzulagern oder man bereichert sich mit steigenden Aktien von Pharmaunternehmen, denen man vermutlich in fünf Jahren mit Subventionen, die natürlich aus den Geldern der Bevölkerung (ohne Super-Reiche) stammen, unter die Arme greifen muss, weil sie Impfstoffe produzieren, die dann längst wieder überholt sind. Es wird dann wieder um die Rettung von Arbeitsplätzen gehen. Wir kennen das alles doch seit Jahren. Ihr seid alle Gutmenschen und wollt nur unser Bestes! (Unser Geld. So hieß es ja schon im Gerhard Schröder Song.)

Ich weiß nicht? Würde ich Frau Merkel auch ausweichen, wenn ich mit dem Fahrrad wieder mal auf dem Bürgersteig unterwegs bin, weil die Straße zu glatt ist? Ich denke nicht, dass sie so schnell zur Seite springen könnte, wie uns Gerhard. Vielleicht sollte sie einfach dahin zurückkehren, wo sie hergekommen ist? Wer hat schon einen Vater, der von Hamburg freiwillig hinter den eisernen Vorhang zieht? Ich mag die Hamburger nicht, aber das hätten sie nicht verdient. Das von ihrem Vater war vermutlich alles echte Staatstreue und mich wunderte es nicht, wenn sie ihren Alterssruhesitz irgendwo auf eine Datsche bei Moskau einrichtet.

Ich habe ja zuletzt Bücher, die im Mittelalter spielten gelesen. Aber weit ist es nicht mehr hin, bis wieder die Scheiterhaufen angefacht sind. Ach, was sage ich?! Sie brennen doch längst. Im Internet, in den berühmten „Social Media“. Alles, was gut sein könnte, wird misbraucht zur Manipulation und es ist niemand da, der dem Treiben nur irgendwie versucht überhaupt Paroli zu bieten. Diverse Jünger, die sich selbst damit neuen Reichtum verschaffen wollen, suchen sich ihre Anhängerschaft bei YouTube, um dort zu betonen, wie stark doch die Zensur ist und man sie statt dessen vielleicht lieber per russischem Telegram zur Kenntnis nehmen solle. Und hat man diesen ganzen Quatsch dann abonniert, kann immer noch der Staat oder die Bekanntschaft eingreifen, um einen selbst an den Pranger zu stellen. Halt genau so, wie es gerade auskommt.

Und dabei sollen wir auch noch offiziell mitmachen? Wir sollen irgendeinen von Euch Deppen erneut WÄHLEN? Wozu? Damit sich dann die nächste Generation von unfähigen Möchte-Gern-Intelligenten an uns bereichert? Armer Laschet. Der ist ein rheinländisches Bauernopfer. Nach soviel Jahren „Ost“, muss jetzt erstmal ein Wessi dran glauben. Wenn er tatsächich an die Macht kommt, was ja nicht auszuschließen ist, darf er den ganzen Karren versuchen aus dem Dreck zu ziehen, um dann in kürzester Zeit in der Belanglosigkeit zu verschwinden. Vielleicht hilft ihm Annegret. Die weiss, wie man sowas baut.

Was für ein Armutszeugnis für das komplette Land. Was für ein Armutszeugnis!

Und dann haben wir da noch ab heute einen beleidigten Herrn Söder, der trotz Imfpung und trotz von seiner Sekretärin immer mitgeschlepptem Desinfektionsmittel an Corona erkrankt ist. Vermutlich hätte er mehr FFP2-Maske tragen sollen, deren Poren nicht mit blauer Farbe verstopft sind. Das arme Schwein.

Laut Erdwesens Informationen gibt es Impfpässe ab 75 Euro zu kaufen. Damit ist dann für zumindest die nächsten Tage oder Wochen wieder ein halbwegs normales Leben möglich. Das dürfte einem 75 Euro doch wert sein! Vermutlich kostet ja ein staatlich kre-ierter „fälschungssicherer“ digitaler Impfpass mindestens genauso viel, wenn denn unser Staat es schafft, so etwas überhaupt zu realisieren. Klappen wird es doch sowieso nur, wenn man die Einführung den gesetzlichen Krankenkassen überlässt. Wer an eGovernment glaubt, sollte vielleicht doch überlegen, sich zunächst an den Zeugen Jehovas zu versuchen! Die haben wenigstens ein gutes Karma.

Was ist das für ein Land, welches seine Bürger zu Gesetzesbrechern werden lässt, weil der Staat selbst seine eigenen Gesetze nicht mehr einhält???

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Ulrike Schweikert: Die Tochter des Salzsieders / Die Herrin der Burg

Ulrike Schweikert: Die Tochter des Salzsieders (2000, 457 Seiten)
Ulrike Schweikert: Die Herrin der Burg (2003, 540 Seiten)

Im Bücherschrank war das Erdwesen auf ein gleich zweifach vorrätiges Doppelbuch gestoßen. Also nahm sie eines davon mit und begann mit dem Lesen. Drei Tage lang dauerte es, bis die annähernd 1000 Seiten verschlungen waren. Die Doppelbuch-Ausgabe ist vom Weltbild-Verlag und wenn es hier etwas zu meckern gibt, dann einfach das, dass ein Buch mit 1000 Seiten einfach zu dick ist, um es mitzuschleppen und zu lesen!

Urlike Schweikert hat recherchiert und daraus zwei Romane erschaffen, die die Historie von Schwäbisch Hall und im zweiten Buch die Burg der Zollern wieder zum Leben erweckt.

Bei der Tochter des Salzsieders bewegt sich die Leserin durch die Stadt um 1510 und lernt dabei allerhand über das Siederhandwerk. Ja, damals waren die Dinge womöglich schon kompliziert, aber immerhin noch nachvollziehbar. Die Tochter des Salzsieders Anne Katharina kommt durch immer mehr seltsame Vorkommnisse ganz langsam hinter ein riesiges Mordkomplott. Dabei wird eine peinliche Befragung bis zum Ersäufen der Hexe im Kocher an der Henkersbrücke grauenhaft geschildert. Auch an Ratten mangelt es nicht. Für das Erdwesen war besonders interessant, dass hier auch ein ganz besonderer Kerker beschrieben wird, den das Erdwesen bereits selbst einmal „besichtigt“ hat. Aber zum Glück nur von ganz oben, nämlich vom Angstloch aus. Die Autorin lässt jedoch nicht so viel Gnade walten und beschreibt auch das, was sich unten abspielt recht genau. Anne Katharina ist immer mehr auf sich selbst gestellt. Die Ränke, die gesponnen werden umfassen ihre komplette Familie. Ihr großes Vorbild ist ihr blinder Großvater im Spital, aber auch ein Mann aus dem Kloster hält – aus ungeklärter Ursache – zu ihr. Wie schlimm wird es für Anne Katharina werden?

Die Herrin der Burg führt die Leserin noch weiter zurück in die Vergangenheit, denn die Kulisse bildet diesmal sogar das 13. Jahrhundert. Hier wird die Stellung der Edelleute und die Stellung der Unfreien in den Mittelpunkt gerückt. Es handelt sich mehr um eine Famliengeschichte der damaligen Zeit, weniger um ein Kriminalstück wie die „Tochter des Salzsieders“.

Die Jungfrau Tilda von Wehrstein wird von ihrem Vater, der ein zu kleines Rittergut besitzt, zur Burg Zollern geschickt und gerät teils aufgrund ihrer Eigenständigkeit, aber auch aufgrund ihrer Herkunft immer mehr zwischen die Fronten. Die Autorin widmet sich der Stellung der adeligen Söhne und Töchter und dem Untergang des einst edlen Rittertums (Verarmung des Adels).

Alles in allem ist das Buch nicht ganz so gelungen wie die „Tochter des Salzsieders“. Die Ränkespiele zwischen den Zollern und den Hohenbergern sind recht unübersichtlich, aber das mag daran liegen, dass das Erdwesen sich bisher auch noch nie für diesen Teil Deutschlands interessiert hat und auch die Geschichte in keiner Weise kennt. Das Buch gewährt Einblicke in das klösterliche Leben und macht deutlich, aus welchen Gründen viele Frauen im Kloster Schutz suchten. Ein wenig fad bleibt die Hauptdarstellerin Tilda, aber dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass Ulrike Schweikert wirklich bemüht ist, die Zeit so autentisch wie möglich zu beschreiben und die Figuren dieser Zeit zum Leben zu erwecken. So wird Tildas Halbschwester, die Unfreie Gret in Teilen eindrucksvoller beschrieben als Tilda. Auch die Darstellung von Tilda gelingt in Teilen gut. Vielleicht ist es aber auch einfach etwas zu viel verlangt, zwei starke Frauen in ihren unterschiedlichen Welten gleich gut in Szene zu setzen. Zumal es auch noch die Tochter Williburgis des Zollern-Grafen gibt!

Mit dem Blick unserer heutigen Zeit ist es schwer vorstellbar, wie sich damals die Dinge abgespielt haben (könnten). Unser Verständnis heute ist so grund verschieden, dass man deswegen immer wieder auf „chrakterliche Schwächen“ der dargestellten Personen stößt. Und das Buch ist wirklich reich an eindrucksvollen Personen! Erdwesens Eindruck ist, dass die Autorin sich damit schreibtechnisch einfach zu viel vorgenommen hatte. Um diese ganzen interessanten Menschen richtig in Szene zu setzen, hätte es vermutlich der dreifachen Seitenanzahl bedurft, ohne dass einem das Lesen dadurch langweilig geworden wäre.

Es sind zwei gute Bücher. Die Autorin glänzt durch die erstklassige Recherche und fügt jedem Buch auch noch ein Literaturverzeichnis sowie eine Karte, ein Personenverzeichhnis und ein Glossar mit Fachbegriffen bei. Das ist weit mehr als man üblicherweise bei einem „historischen Roman“ bekommt und so sollte man diese Bücher auch lesen. Besonders die „Tochter des Salzsieders“ beinhaltet aber auch alles, was ein guter Kriminalroman braucht. Erschreckend zu sehen, wie das Erdwesen auch hier wieder die entscheidenden Hinweise zwar fragend zur Kenntnis genommen hat, aber ihre Bedeutung nicht erfasste!! Macht aber nichts. Es ist im jeden Falle lesenswert für alle, die sich schon immer für das Salzsiederhandwerkt begeistern konnten :-)

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Matthew Sturges: Midwinter (2009, 443 Seiten)

Matthew Sturges: Midwinter (2009, 443 Seiten)

Auf der Suche im Bücherregal fiel dem Erdwesen schon seit einiger Zeit ein recht dicker Wälzer auf. Fantasy-Romane lassen sich oft schnell in „absolut unlesbar“ oder „wirklich spannend“ unterteilen. Es braucht dafür nur wenige Seiten, um ein Urteil zu fällen. Nicht so jedoch hier.

Das Buch ist Matthew Sturges Erstlingswerk. Sturges wurde in Rhode Island geboren und lebt in Texas und damit schwindet zugleich die Hoffnung, auf ein wirklich lesenswertes Buch in deutscher Sprache. Und tatsächlich: Das Buch plätschert einfach dahin. Beim Lesen dachte das Erdwesen oft, „Wann fängt die Geschichte denn nun wirklich an?“ oder „Ja und, wann geht es los?“. Das stimmt zwar objektiv betrachtet nicht so ganz, aber der Aufbau des Buches ist dermaßen schematisch, dass es eben nicht unbedingt spannend ist.

Bei Hauptdarsteller Mauritane handelt es sich um einen Guten, der versehentlich durch Intrigen im Gefängnis landete, wo ihn die geneigte Leserin nun vorfindet. Unerwartet erhält er die Chance, durch einen als unmöglich durchführbaren Auftrag seiner Königin, doch noch in Freiheit zu gelangen. Also wählt er aus den anderen Insassen seine zukünftigen Gefährten. Die Gefährten ziehen los und der böse Widersacher muss sie dabei auch noch unterstützen. Die für die Geschichte unbedeutenderen oder doch nicht ganz so glücklich gewählten Gefährten sterben. Die Überlebenden ziehen siegreich in die Schlacht – leider nicht wirklich gegen den bösen Widersacher, sondern gegen eine dritte Partei, die wohl auch böse ist. Trotzdem wird mit reichlich Magie gekämpft. Es endet für die Überlebenden wie im Märchen und für die durchaus geneigte Leserin und Fan von Detektiv Rockfort oder Kojak – wie soll ich es sagen – furchtbar.

Ohje.

Dazu kommt, dass Erdwesen nicht sofort bemerkte, wer hier überhaupt der Hauptdarsteller ist. Zwar gibt es da eine Person (Mauritane), die handelt, sie wird aber nicht so in die Geschichte eingeführt, als dass sie interessant erscheint. Dann haben wir weitere Charaktere, aber auch deren Darstellung bleibt unvollständig. Und dass der Hauptdarsteller geheimnisvoll ist, wie das Cover behauptet? Nein, wohl kaum. Eher ist er neben allen guten Eigenschaften, die immer wieder aufgelistet werden, ein ziemlich einfältiger Trottel.

Einigermaßen gut gelungen ist die Darstellung des Gefährten Silverdun, aber auch der Mensch Satterly wird gut vorgestellt, wohl dadurch unterstütz, dass es sich bei ihm eben um einen Menschen handelt und nicht wie bei den anderen um Fae. Die Gefährtin Raive wird zwar beschrieben, aber ihr Charakter ist nicht eindeutig bestimmbar und kann letzlich nicht als „schlüssig“ bezeichnet werden, zumal sie auch noch von einer vierten Partei der Fae stammt. Raive ist eher ein Fall von: Texaner beschreibt eine emanzipierte  Frau. (Au Backe!!)

Das Buch  plätschert gemächlich und durchaus interessant vor sich hin. Es kommt hier und da zu Gemetzeln, die gelegentlich sein müssen, aber ein andermal auch verzichtbar erscheinen. Auch scheint der Weg, den die Gefährten zurücklegen müssen, nicht unbedingt logisch. Erdwesen hat sogar die Stelle verpasst, an der klar wurde, in was überhaupt der Auftrag besteht! Okay, Erdwesen gibt zu, sie hat das Lesen in viele kleine Portionen aufgeteilt und war vielleicht das ein oder andere Mal einfach zu müde. Da kann man schonmal etwas übersehen! Aber der Verdacht liegt doch nahe, dass es der Autor einfach nicht schaffte, stilistisch dieser wichtigen Information den Stellenwert zuzugedenken, die sie vielleicht besser hätte haben sollen. Aber da die Handlung an sich ja recht schlicht ist, ist dieser Lapsus dann auch nicht weiter dramatisch. Es ist ja nicht so, dass einem beim Lesen langweilig wird.

Alles in allem erscheint das Ganze sehr nah an der Elfenwelt-Infrastruktur von Bernhard Hennen angelehnt zu sein, obgleich auch viele weitere durchaus interessante Dinge hinzu kommen. So heißen hier die Elfen nicht Elfen, sondern Fae. Und ein sehr interessanter Aspekt ist, dass die Fae nicht nur ziemlich ähnlich aussehende und ähnlich handelnde Personen sind, sondern darunter fallen offenbar sehr viele denk-begabte Kreaturen, die in der Fae-Welt zu Hause sind. Auch nett ist der Gedanke an ein „berührtes Pferd“, welches mit dem Hauptdarsteller hin und wieder in Fae kommuniziert. Ob „Strähne“ jetzt unbedingt ein so erstklassiger Name für ein so erstklassiges Pferd ist, mag eventuell der Übersetzung geschuldet sein.

Coole Idee ist es auch, wenn plötzlich klar wird, dass das Ganze nicht irgendwann vor vielen hunderten von Jahren spielt, sondern tatsächlich in unserem Heute. Allerdings bedarf es wirklich einer ausgeprägten Phantasie, wenn die Gefährten auf einige in der Fae-Welt gestrandete Menschen treffen, die sich seit wohl an die 15 Jahre schon dort befinden und einen Weg suchen, wieder nach Hause in die Menschenwelt zurückzukehren. Menschenwelt und Fae-Welt existieren demnach parallel, jedoch leben nur die Menschen auf der Erde. Alle verstand-begabten Wesen, die in der Fae-Welt geboren werden, sind allerdings automatisch Fae, also ggf. ohne die unvermeidlichen spitzen, langen Ohren. Und natürlich geht es auch darum, dass magische Energie als Rohstoff begrenzt ist und in der Fae-Welt langsam zu versiegen droht, denn warum sonst sollte es dort überhaupt Konflikte geben?

Schon fragt die geneigte Leserin sich, warum der Exkurs zu den versehentlich in der Regel durch Verkehrsunfall gestrandeten Menschen jetzt notwendig war. Es kann nicht sein, damit dem Leser glaubhaft versichert wird, dass Eisen und Stahl gefährlich für die Existenz von Fae ist und sie stattdessen als Metall ausschließlich Silber benutzen!

Als die große Schlacht der drei rivalisierenden Fae-Gruppen zum Ende hin geschlagen ist, und der Autor den Leser daran erinnert, dass der Termin bei der Königin nun gar nicht mehr zu Fuß und per Pferd eingehalten werden kann, weil der erste im Lamm naht (?!), wohingegen es bis dato immer um den vierten im Hirschen (??) ging (…), kommt endlich der Mensch Satterly zum Einsatz. Mit einem knallroten 1971er Pontiac Lemans Cabrio (was für ein Auto!) chauffiert er seine Fae-Gefährten noch rechtzeitig zur Königin, wo dann der Auftrag als ausgeführt angesehen wird. Alles wird gut und die Königin lässt jedem für sein oder ihr Bemühen eine Gnade zukommen. Was für eine schöne Geschichte. Endlich kommt auch der Frühling und alle ändern von jetzt auf gleich ihr Leben und sind glücklich und zufrieden.

Die Schrift ist riesig und das Papier ist extrem dick.

Irgendwie ist es ein merkwürdiges Buch. Fast scheint es so, als versucht der Autor beständig einerseits sämtliche Elfenbuch-Klischees zu erfüllen aber auf der anderen Seite auch in typisch amerikanischer Manier mit ihnen zu brechen. Ob das Buch nun wirklich sprachlich so ungenau bis unangemessen geschrieben ist? Das kann man bei einer deutschen Übersetzung aus dem Amerikanischen kaum mehr nachvollziehen.

Das Buch hat durchaus einen guten Unterhaltungswert, aber stilistisch ist es eher ein Reinfall. Durch die ungenaue bzw. nicht nachvollziehbare Beschreibung der Charaktere zusammen mit der mangelhaften Beschreibung der Reise zur Königin wird daraus kein „rundes Ganzes“. Sehr schade.

Matthew Sturges ist kein Autor, von dem das Erdwesen noch ein Buch lesen wird, da es nicht davon ausgehe, dass er in einem nächsten Buch an diesen vielen kleinen Fehlern noch arbeiten wird. Dafür ist der Gesamteindruck von „Midwinter“ einfach zu durchschnittlich und dafür ist auch die Geschichte zu abgedroschen. Ganz davon zu schweigen, dass ein Pontiac Lemans natürlich eine Wahnsinns-Sache ist, nur eben nicht in einer Fae-Welt. Da hätte ein einigermaßen betagter VW Golf auch vollständig ausgereicht. Alles andere darf gern als typisch texanische Übertreibung gewertet werden!

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Wofgang Hohlbein: Das Druidentor (598 Seiten, 1993)

Wofgang Hohlbein: Das Druidentor (598 Seiten, 1993)

Du lieber Himmel! Das hat gedauert. Irgendwann während des Tönnies-Lockdown begonnen und nun endlich vor ca. 2 Wochen zu Ende gelesen. Was für ein „Bestseller“. Zum Glück hat das Erdwesen dafür wenigstens nicht bezahlt (Bücherschrank) und dass es sogar eines der „besten“ Bücher von Wolfgang Hohlbein ist, hätte sie auch nicht vermutet. Ein wahres Epos.

Eigentlich klingt es ganz interessant, wenn beim Bau eines Eisenbahntunnels am Lago Maggiore plötzlich merkwürdige Dinge geschehen. Gestört wird die Ruhe des Berges bzw. der Berggeister als ein ICE-Tunnel durch das Massiv bei Ascona gebohrt wird. Die Rache der Erdwesen ist furchtbar.

Dummerweise ist bei diesem Buch alles falsch, was nur falsch sein kann. Lago Maggiore! Natürlich. Schließlich baute Enrico Fermi hier seinen ersten Versuchsreaktor. Klar, dass das die Erdgeister irgendwann auf die Palme bringen musste. Der vorsoffene Ingenieur heisst natürlich Warstein (geht`s noch?) und dann eine Namensgleichheit vom vermissten Ehemann Frank und dem bösen, aber zuletzt auch hilflosen Wissenschaftler Franke. Dazu kommt noch ein totaler Volltrottel in Form eines „Journalisten“ mit dem Namen Lohmann.

Das schlimme ist, dass dem Buch eine wirklich gute Idee zu Grunde liegt, wie das vermutlich bei 90% aller Hohlbein-Bücher der Fall ist. Alle Bücher haben nur einen gemeinsamen Fehler. Die an sich gute Idee wird so dermaßen auseinander genommen und immer und immer wieder von allen Seiten beschrieben, dass sie einfach nur noch nervt. Mit blumigen Worten werden die immer gleichen Dinge beschrieben, ohne dass aber wirklich klar nachvollziehbar ist, was passiert oder wie sich die Dinge tatsächlich verhalten.

Es war definitiv das letzte Hohlbein-Buch, was das Erdwesen gelesen hat. So ein aufgebauschter Schwachsinn.

Erst in dem Moment als die Hauptakteure erkennen, dass es eigentlich nur ihre eigenen Ängste sind, denen sie hier ausgeliefert sind (okay, das ganze verhält sich Hohlbein-typisch noch etwas komplexer), überlebt die Erde, die in einem schwarzen Loch zu versinken drohte (kein weiterer Kommentar!), trotzdem und wird sie für die neu geborenen Druiden, die nun ihrerseits das „Tor“ zu bewachen haben, sogar noch interessanter und besser.

Vermutlich hat der Autor nur deshalb so viele Bücher verkauft, weil es sein Verlag versteht, seine an sich guten Ideen und ihn als Schreiberling richtig in Szene zu setzen.

Die Geschichte an sich ist simpel nachzuvollziehen und eigentlich schon sofort beim ersten Einstieg klar. Über die Seiten kommen jedoch immer mehr spektakuläre Fakten des jeweiligen Zeitgeistes hinzu und werden mehr und mehr aufgebläht. Schlimm ist es auch, dass es im Buch Charaktere gibt, die die Welt schlicht nicht braucht. So wird hier ein Kriminalbeamter mit Namen Rogler als Quasi-Hauptperson eingeführt. Doch weit gefehlt! Dieser Rogler kommt zwar immer wieder vor, aber ist letztlich als Charakter zu nichts nutze, außer dass er vielleicht die Dinge einfach so betrachtet, wie sie sich darstellen. Völlig überflüssig, da das bereits die Rolle des Lesenden ist. Einzelheiten werden bis ins Detail beschrieben. Die interessanten Dinge – ja, wo mögen die sein? Auch im Kopf des Lesenden kann sich nichts dazu ausbilden, denn die vorgegebenen Detail-Beschreibungen sind zwar einerseits unverständlich, lassen aber für die eigene Phantasie Null Spielraum.

So hat das Erdwesen sich von Hohlbein abermals aufs Glatteis führen lassen und von Seite zu Seite gewartet, dass jetzt endlich etwas von Wichtigkeit passiert, was zur Aufklärung des Sachverhaltes führt. Was aber passiert, ist einfach nur arg seichte Unterhaltung, angefüttert mit pseudowissenschaftlichen und pseudofiktionalen Ausführungen, die jedwede tatsächliche erzählerische Qualität des Autors aufs immer und immer wieder Neue vermissen lassen.

Was für ein Reinfall. Nie wieder Hohlbein!!

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Impf-, Lockdown- und Test-Chaos

Und nun noch schnell ein Update zu den Lockdown- und Ruhetagsgeschichten, die uns hier umgeben.

Natürlich wurde der spontan in nächtlicher Sitzung beschlossene Ruhetag wieder verneint. Frau Merkel entschuldigte sich persönlich per Videobotschaft bei ihrer Bevölkerung. Wie sie darauf gekommen ist, keine Ahnung?! Der Andy Scheuer hat sich auch nicht entschuldigt, dass er Millionen für Nichts verprasst hat. Der Kohl und der damalige hessische Ministerpräsident Roland Koch hatten sich auch anno dazumal ebenfalls nicht dafür entschuldigt, wie sie sich persönlich zum Nachteil Dritter – war es mit Waffengeschäften? – bereichert hatten. Naja. – Wenn jemand meint, er will sich entschuldigen, soll er das tun. Aber wenn das Schule macht, brauchen wir demnächst doppelt so viele Nachrichtenshows. Vielleicht könnten man das offizielle Entschuldigen ja auch auf irgendeinen App-Kanal verbannen, dann ist es einem wenigstens frei gestellt, ob man damit belästigt wird oder nicht.

In der Region Hannover gibt es statt Ruhetag bis zum 12. oder 15. April – so ganz genau weiss es das Erdwesen jetzt nicht mehr – von 22-5 Uhr eine Ausgangssperre. Und der Jens Spahn forderte einen „richtigen Lockdown“ und Herr Laschet fordert jetzt einen „Brücklockdown“ und weiß der Himmel, wer noch alles irgendetwas fordert. Dabei hatten wir das alles doch schon. Irgendwer hat auch großkotzig gesagt, dass wir die dritte Welle ja hätten verhindern können, wenn wir einen Lockdown gemacht hätten. Äh? Wir waren die ganze Zeit im Lockdown, dachte ich.

Das Erdwesen kann nur mutmaßen, dass es sich rein zufällig dort aufgehalten hat, wo gerade Lockdown und Ausgangssperre bestanden. Jedenfalls weiß es genau, dass zu Silvester auch eine Ausgangssperre herrschte – zumindest im Kreis Gütersloh. Und dass man nun eine FFP2-Maske tragen muss, wenn man bei jemandem im Auto mitfährt, ist auch nichts bahnbrechend neues, sondern ein alter Hut aus dem letzten Jahr.

Was das Erdwesen bis zur Weißglut nervt ist die „Lassen-Sie-sich-impfen-Reklame“ am Radio! Nichtmal genug Impfstoff ist da. Astrazeneca-Impfungen wurden erstmal eingestellt (für die unter 60-jährigen), weil es 31 (2 Männer, Rest Frauen) Todesfälle auf 2,6 Millionen Impfungen gegeben hat. Dafür hat man jetzt aber die über 60-jährigen für Astrazeneca-Impfungen vorgezogen. Keine Ahnung, warum und ob das überall so ist und Astrazeneca durfte erst ja auch gar nicht an ältere Menschen verabreicht werden. Aber es ist damit auch schon wieder vorbei. Ab heute soll sich zumindest im Kreis Gütersloh erstmal der Jahrgang 1941 (ja, richtig gelesen!!) für die Warteliste melden. Dafür können fitte, jüngere chronisch Kranke es durchaus schaffen, sich irgendwo impfen zu lassen. Aber eben auch nicht alle. Und Erzieher und Menschen im Gesundheitsbereich haben auch eine Chance, eine Impfung zu bekommen. Vorausgesetzt sie halten sich gerade zufälligerweise dort auf, wo geimpft wird.

Mit anderen Worten: Das Chaos könnte größer nun wirklich nicht mehr sein.

Das Erdwesen harrt der Dinge. Meinethalben kann es auch mit dem russischen Impfstoff geimpft werden. Hauptsache es geht mal irgendwie voran!! Aber der Staat bekommt es nicht mehr auf die Reihe, zumal ja auch jetzt Wahlkampf ansteht und sich jeder gleichzeitig zu profilieren sucht. Man kann nur noch den Kopf schütteln und hoffen, dass alles irgendwann vorbei geht.

Und dann noch die Sache mit dem Testen. Es gibt Selbsttests, es gibt kostenfreie Bürgertests (nur einmal die Woche), es gibt Zwangstests (in Betrieben oder in Schulen) und dann gibt es PCR-Tests und Labortests – oder vielleicht sind die auch identisch, keine Ahnung! – und dann gibt es sehr teure Tests (bis zu 40 Euro), die von irgendwelchen Testzentren auf Wunsch gemacht werden, nachdem man in einer Schlange gewartet hat und dann gibt es noch die Tests, die im Alten- und Pflegeheim gemacht werden, damit man die Angehörigen besuchen kann. Schwierig wird es eigentlich erst dann, wenn man auch ein Testergebnis haben möchte. Es ist nämlich nicht klar, welche Testergebnisse von welchen Stellen an wen dann gemeldet werden. Im Alten- und Pflegeheim beispielsweise wird einem das Testergebnis nur zugerufen und dann kann man die Alten besuchen. Es ist aber nicht möglich sein Testergebnis von dort ausgehändigt zu bekommen, weil Testergebnisse nur dann ausgehändigt werden dürfen, wenn die testende Stelle dazu vom Staat akkreditiert wurde!

Auch das mit den kostenfreien Bürgertests ist so eine Sache. Man kann sie nur am eigenen Wohnort machen lassen und auch nicht überall, sondern nur bei Stellen, die das Risko eingehen, das Geld für den Tests irgendwie im Nachgang direkt vom Staat zu erhalten. Aber man kann ja auf selbst-bezahlte 40-Euro Tests zurückgreifen.

Für Selbsttests gibt es eigentlich gar keine Verwendung. Man kann sie höchstens mitnehmen und im Beisein desjenigen machen, der die Verpflichtung hat, nur Leute reinzulassen, die einen negativen Test vorweisen können. Leider sind diese Selbsttests aber meistens nicht sehr genau. Also noch schlechter als die 40 Euro-Tests oder die Bürgertests.

Und dann kommen wir noch zu den Apps. Da wären also die Corona-Warn-App, die eigentlich komplett nutzlos ist. Dann hätten wir die Luca-App, die die Zettelwirtschaft beim Einkaufen beenden könnte und dann gibt es noch die App GoPass, die nicht nur die Zettelwirtschaft beenden kann, sondern die auch noch die Testergebnisse protokollieren könnte. Könnte! Denn natürlich müsste auch ein Testzentrum genau diese App unterstützen, damit es klappt. Dummerweise haben die Betreiber aber offenkudig noch keine Liste der verfügbaren Testzentren. – Wie auch?! Streiten doch Bund und Länder noch darum, wer für so eine Liste denn überhaupt zuständig ist.

Damit ist wohl alles gesagt. Wir sind am Popo. Und das auf Dauer.

Bis Ende September sollte allen Bürgern in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden! Die Jahrgänge 1961 und älter hat man ja jetzt schon durch. Angebot war ja da. Konnten sich eben nur nicht alle melden und von denen, die sich gemeldet hatten, weil sie es überhaupt mitbekommen haben, haben die meisten auch keinen Platz in der Schlange bekommen. Wenn das nächste Mal irgendein Impfstoff ausfällt, wird man sich den jüngeren Menschen widmen und mit irgendwas vorschlagen zu impfen, was sich gerade für eine andere Gruppe als ungünstig erwiesen hat. Möglichst aber im Geheimen. Am besten irgendwo auf Twitter oder Instragram, bei Facebook oder per Briefpost, deren Übermittlung dann aber zu lange dauert. Man könnte auch Mailen oder SMS verschicken. Es gibt so viele Möglichkeiten! Von der Brieftaube bis zum Anruf. Alles kann, nichts muss. Verwirre Deine Bevölkerung so lange, bis auch der letzte vollständig apathisch vor dem Fernseher oder seinem langsamen Internetanschluss sitzt und auf sein Händy starrt.

Einem Szenario wie diesem hätte man selbst Ende April 1986 eine mögiche Existenz von Grund heraus abgesprochen. Zumal man ja auch zwischendrin immer noch bezichtigt wird, unsozialer Weise Klopapier oder Nudeln zu horten!!

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Osterzeit ist Ruhezeit!

Es wird von Tag zu Tag kurioser.

Nun wurde beschlossen, dass Deutschland zwischen dem 1. und 5. April den härtesten Lockdown erlebt, ever (also bisher „ever“ jedenfalls). Ministerpräsident Weil hat laut HAZ verkündet, dass es an Gründonnerstag (1. April) einen Ruhetag geben wird. Niemand – angefangen bei den Ministerien – soll mehr arbeiten! Es gilt #WirBleibenZuHause. Nur am Samstag dürfen weiterhin Mehl und Klopapier verkauft werden, damit es nicht zu spontanen Demonstrationen kommt (oder so ähnlich).

Das ist finde ich mal eine wirklich gute Lösung! Erst mussten wir aufgrund alter Technk arbeitend weiter ins Büro, dann bekamen wir neue Technik und mussten arbeitend zu Hause bleiben. Nun reicht es, wenn wir nur noch zu Hause bleiben! – Okay, für ein anstehendes Monster-Update meiner neuen Technik muss ich vorher nochmal kurz ins Büro, aber das ist aus meiner Sicht voll okay.

Das Geld wird am Ruhetag jedenfalls trotzdem bezahlt :-) Nur beim Kurzarbeitergeld ist man sich zumindest in Niedersachsen noch nicht ganz so sicher. Und die Menschen dürfen auch weiterhin mit TUI nach Mallorca fliegen. Nur ist noch nicht klar, was passiert, wenn sie dann zurück kommen.

Wenn man alle Informationen mischt, das Voranschreiten der jeweiligen Aktionen oder Nicht-Aktionen mit dem aktuellen Ausbruch der Geflügelpest ergänzt, könnte es auch sein, dass Mallorca-Rückkehrer beim versehentlichen Wiedereintritt in den nordrhein-westfälischen Luftraum gekeult werden. – Warten wir es einfach mal ab!

Vielleicht gibt es eine Studie, die besagt, dass Mallorca-Urlauber Herrn Laschet ohnehin nicht als Kanzler in Betracht zögen.  –  Wie dem auch sei: In Geflügelpestlandkreisen würde ich momentan jedenfalls nicht landen wollen. Wer weiß!? Wenn sich da nur irgendeine Behörde vertut und etwas durcheinander bringt, können wirklich die schlimmsten Dinge passieren.

Aber ich find’s gut, dass am Gründonnerstag laut Herrn Weil in den niedersächsischen  Ministerien nicht gearbeitet wird. Endlich ist es offiziell! Seid tapfer: Die nachgeordneten Behörden versuchen alles, um Euch nachzueifern und mit etwas Glück werden dann die Ruhetage auch noch ausgedehnt. Irgendwann muss auch bestimmt mal wieder gestreikt werden. – Das Erdwesen müsste dann allerdings noch kurzfristig seinen Urlaubsantrag zurückziehen. Sonst muss es am Ende noch Vergnügungssteuer bezahlen oder ein Ministerium müsste eine Vorgabe erarbeiten, was passiert, wenn ein bereits genehmigter Urlaubstag auf die neue Ruhetagsregelung trifft.

Das mit dem Ruhetag ist wirklich das spaßigste, was es im Lockdown bisher gegeben hat. Herr Weil for Kanzler! Das ist ein Mann, der etwas vom Leben versteht. Er kann nicht nur komplexe Sachverhalte messerscharf erfassen, sondern er lässt dem Ganzen auch entsprechende Taten folgen. – Wie gesagt, was mit den Mallorca-Rückkehrern, die dann in Hannover landen, passiert, ist noch unklar. Aber man könnte natürlich eine temporäre Evakuierung in den praktisch corona-freien Kongo vorsehen. So als Übergangslösung. Bis in Deutschland alle Tests verteilt sind oder irgendeine Behörde die Testergebnisse auch entgegen nehmen kann, weil sie gerade keine Ruhetage hat oder man es geschafft hat, alle, die dazu bereit sind, mit irgendeinem Vaczin zu impfen oder vielleicht einfach den Impfstoff zum Zwecke der Selbstimmunisierung per Nadelstich an die impfwillige Bevölkerung auszugeben. – Hier im Nachbardorf gibt es am Rathaus sogar einen Spritzenautomaten! – Man kann sich ja dann per App irgendwo melden, dass man jetzt berechtigt ist, den grünen digitalen Impfausweis zu führen. Der kann dann per Post an die bei der DHL hinterlegte Adresse geschickt werden – oder halt an eine Packstation.

Ruhetag. – Darauf kommts an! – Ommmmmmm.

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Der Wahnsinn geht weiter

Heute ist abermals eine Sitzung dazu, wie lange man die Bürger in Deutschland noch isolieren, einsperren oder sonst wie gängeln wird, um sämtliche Defizite, die die Politik über die Jahre in Sachen Digitalisierung und eGovernment angehäuft hat, damit auszugleichen. Der Lockdown wird ohne weitere Lockerungen bis zum 18. April weitergehen! (Ja, das ist immer noch der Lockdown, der eigentlich schon am 10. Januar sein Ende hätte finden sollen.)

Erschreckend ist, dass allen Ernstes auch eine Ausgangssperre bis 5 Uhr morgens im Gespräch ist, wie diese im Kreis Gütersloh ja auch zu Weihnachten und Silvester bestand. Auf der anderen Seite haben sich die ersten Urlauber auf nach Mallorca gemacht, weil Malle nun kein Risikogebiet mehr ist.

Das Erdwesen fragt sich, wieso das Urlaubsziel ausgerechnet Mallorca sein muss. Die Demokratische Republik Kongo wäre doch viel interessanter und ist ebenfalls kein Risikogebiet! Dazu kommen natürlich weitere afrikanische Länder. Die werden wohl alle keine Zeit für Corona haben, weil sie sich zuerst um Ebola kümmern müssen, wenngleich das Erdwesen nicht genau weiß, wo (allerdings eher in Westafrika) Ebola gerade grassiert. Nur die Impfstoffe für Ebola können nicht verteilt werden, weil die Logistik komplett für die Corona-Impfstoffe benötigt wird. Es gilt, Prioritäten zu setzen! Und die, die daran sterben sind doch sowieso nur Neger!!

Geistig nachzuvollziehen, was unsere Politik da eigentlich treibt, ist es allerdings für sehr viele Bewohner dieses Landes inzwischen nicht mehr. Die Regeln sind dermaßen kompliziert und undurchschaubar, dass man sie nicht im Kopf behalten kann, selbst wenn man sie kennte. Dass alle Regeln auch noch einen Raumbezug haben, der sich jedoch an reinen Verwaltungsgrenzen orientiert, macht es nochmal schwieriger. Dann gibt es in NRW seit heute auch noch ein Urteil, welches besagt, dass es unzulässig ist, einige Geschäfte zu öffnen, während andere geschlossen sein müssen oder „click & meet“ oder irgend etwas ähnliches – gemeint ist: Du meldest Dich vor im Geschäft an und besuchst es zur angegebenen Uhrzeit – machen dürfen.

Dann marschiert eine Meldung durch die Presse, dass der Wahlkampf dieses Jahr digital abgehalten wird. Das Erdwesen ist voll dafür! Die App für das Wahlkampf-Blocking lädt sie sich sofort herunter, selbst wenn sie 20 Euro kostet!! Hauptsache, man muss sich diese Gewäsch nicht anhören!!

Vielleicht sollte man es diesmal so machen, dass eine komplette Namensliste der zu wählenden Politiker ausgehändigt wird. Alle die sich als unfähig erwiesen haben, erhalten ein Kreuzchen und sind damit dem politischen Untergang geweiht. (Also ohne 5%-Hürde.) Da dieses Verfahren nur diejenigen überleben, die aktuell in den Hinterbänken schlafen, werden uns die nächsten Jahre dann einmal diese Leute regieren. Und zwar nur diese Leute! Dadurch wird das Parlament erheblich kleiner und die bisherigen unauffälligen Nichtsnutze müssen auch mal etwas tun. Schlimmer als es ist, wird es sicher nicht werden.

Die News des Tages ist übrigens, dass eine dem Erdwesen völlig unbekannten Politikerinnen in einem Flugzeug aus Kuba verstorben ist. Sie war mit ihrem Ehemann unterwegs – also wird es wohl eine Urlaubsreise gewesen sein – jetzt, wo das ganze Land wegen Corona stillsteht! Eine dienstliche Fortbildung in Sachen Kommunismus ist eher unwahrscheinlich, da die Politikerin der CDU angehörte und offenbar sogar eine Strafe von 20000 Euro vor ein paar Jahren kassiert hat, weil sie irgendwie betuppt hat.

Und der arme Jens steht nun in der Kritik, weil eine ganze Reihe von Masken ausgerechnet von der Firma stammten, in der sein Ehemann arbeitet. Aber auch da hinken die Informationen. Abwechselnd und vermutlich je nach Versprecher arbeitet der Ehemann bei „Bunte“ oder „Burda“. Burda wird wohl richtiger sein, denn die kennen sich ja mit Mode aus. – Es wird wirklich immer absurder. Und es geht auch immer weniger um die Gesundheit der Bevölkerung.

Eigentlich geht es nur noch um die Regeln, die gelten. Ob sie nützlich sind, vermag eh niemand mehr zu beurteilen. Das Marktsegment der Schnelltests ist längst schon in enorme Höhen geschnellt. Kinder testen sich jetzt in der Schule selbst, indem sie sich mit einem Stäbchen in der Nase herumprokeln! Man darf gespannt sein, was dieser ganze Unsinn soll, denn die Testergebnisse sind nur exakt 15 Minuten nach Testbeginn halbwegs zuverlässig. Machen die das jetzt im Sachkunde-Unterricht?? Vielleicht aber auch Biologie oder Chemie. Man weiß es nicht. Man sieht nur, dass es unsinnig ist. Alles ein riesengroßer Blödsinn, den man irgendwie so gut es geht, ignorieren sollte.

Schon lange hat „die Politik“ oder „die Nachrichten“ nichts mehr mit dem zu tun, was tatsächlich in diesem Land los ist. Eine sehr bemerkenswerte Situation, die Tag um Tag weiter außer Kontrolle gerät. Wenigstens soll jetzt nicht auch noch die Corona-Warn-App weiterentwickelt werden!

Ehrlich? – Wenn ich Corona und Politik vergleiche, dann erscheint mir die aktuelle Politik als die weitaus größere Gefahr von beidem.

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Shoppen macht glücklich

Heute war es soweit! Das Erdwesen tat genau das, was es eine Woche zuvor noch kategorisch ausgeschlossen hatte. Aber angesichts des beständig schlechter werdenden Zustands der verbliebenen Hosen, der abermals steigenden Inzidenzwerte und angesichts der chaotischen Corona-Politik, war es das beste, so schnell wie möglich „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Also flux die im Internet angegebene Nummer gewählt, um im hiesigen Bekleidungsgeschäft einen Termin zu vereinbaren. Ging ganz leicht. Erdwesens Name und Telefonnummer wurden notiert.

Das Erdwesen hastete dann mit dem Fahrrad bei kräftigem Gegenwind zum angegebenen Zeitpunkt zur hiesigen Shopping-Meile. Oh, welch Glück! Hatte sie den Laden doch rein intuitiv wiedergefunden, denn die letzten 25 Jahre ist sie wohl nicht mehr hier gewesen und wer konnte auch ahnen, dass sie diesmal noch ein Häuschen weitergezogen waren.

Drinnen ging alles ganz gesittet von statten. Namen und Adresse auf einen vorbereiteten Zettel notieren, einen Erkennungschip zum Durchzählen der tatsächlich noch anwesenden Kundschaft über drei Etagen in Empfang nehmen und dann musste das Erdwesen sich erstmal orientieren. Aha! Gut gemacht: die, die die größten Größen tragen, müssen am weitesten nach oben rennen. Hat schon etwas von Fitness-Studio! Das gefällt – besonders in diesen Zeiten.

Oben angekommen wirkte der Aufbau sehr übersichtlich. Diese Geschäfte zeichnen sich dadurch aus, dass man das, was man haben möchte, wirklich zielsicher und sehr schnell finden kann. Andersherum kann sich diejenige, die sich lieber visuell durch das komplette Angebot leiten lassen möchte, auch genau das tun und von Aufsteller zu Aufsteller eilen. Das Erdwesen wusste allerdings heute nicht, wieviel Zeit man ihr geben würde und entschied sich demzufolge für die zielführende Variante. Ran an den Klamottenständer, Modelle aller Hosen gecheckt und die üblichen Verdächtigen gleich zur Hand genommen.

Das An- und Auziehen mit Maske ist schon etwas beschwerlich, aber das Erdwesen erkannte binnen kürzester Zeit, dass es heute die Etage ganz für sich alleine hatte und dazu wurde dennoch echte Shopping-Musik eingespielt – inklusive der Mitteilungen, auf was man denn heute ganz besonders zu achten hatte. Das mutete schon etwas seltsam an!

So eine Einzeletage zum selbständigen Einkaufen hat aber auch ihren Reiz. Wozu noch großartig wieder anziehen, um gleich die nächsten Dinge zum Anprobieren herbeizuholen?! Niemand da, der mit merkwürdigen Zahlenschildchen darauf achtet, wieviele Teile man in die Umkleide mitnimmt. Und auf Socken ging alles eh viel besser (dazu später mehr!).

Auf zum nächsten Objekt der Begierde. In der offenen Kabine einfach gut sortierte Haufen gebildet. Einiges aus Nostalgie und in Gedenken an vollere Zeiten doch wieder auf Bügel direkt an die Kabine gehängt: „Die gehört mir!“ – Ja, das wäre an einem normalen Wochenende fast schon Frevel, angesichts der wartenden Schlangen – äh ich meine Mitkonkurrentinnen – auf der Jagd nach den besten Stücken.

Innerhalb kürzester Zeit hatte sich das Erdwesen durch das halbe Angebot gearbeitet. Sie hätte auch durchaus noch weiter gemacht, konnte aber einfach nicht noch mehr durch das Geschäft tragen und zwei Wendeltreppen musste sie schließlich auch noch runter! Im Normalfall rechnet das Erdwesen die Preise der ausgwählten Stücke leidlich, jedoch meistens troztdem recht treffsicher vorab zusammen, aber dafür war an dieser Stelle keine Zeit. Normale Preise. Eine Hose trug einen -10% Zusatz. Schnell war noch das einzige 5 Euro-T-Shirt im ganzen Laden (bereits reduziert, versteht sich) gefunden und eine leider nicht reduzierte Jacke, die wenn man wartet, bis sie ein Einzelstück ist, höchstens noch 30 Euro gekostet hätte. Da das Erdwesen aus unerklärlichen Gründen einen hohen Verbrauch an diesen Jacken hat, nahm sie die dann auch noch mit. Was man hat, das hat man!!

Es war dann etwas schwierig, so druchgeschwitzt (mittlerweise trug das Erdwesen nur noch T-Shirt statt Gerry Weber Rolli) wieder nach unten zu gelangen, wo sie der verdutzten Verkäuferin alles auf den Thresen in eine Ecke legte. Durch eine neu eingetretene Dame erfuhr das Erdwesen unter Berücksichtigung des Sicherheitsabstands, dass die terminierte Shoppingzeit tatsächlich 1 ganze Stunde betrug. So entfleuchte ihr ein fröhliches „Ach, dann hab ich ja noch 10 Minuten!!“, was die beiden Verkäuferinnen und zwei andere Kundinnen (3 Etagen, 3 Kundinnen – das nennt man Planung!) etwas irritiert schmunzelnd zur Kenntnis nahmen.

Fassen wir kurz den grandiosen Einkauf zusammen: So viel habe ich in diesem Geschäft noch niemals auf einen Schlag gekauft. Es war jetzt nicht der größte Einkauf, jedoch vom Preis-Stücke-Verhältnis durchaus als stattlich zu bezeichnen. Soviel ist jetzt aber sicher: Wenn die alte Malerhose jetzt wieder dreckig geworden ist, dann kommt sie wirklich in die Mülltonne. Schließlich war sie dazu einst bereits im Jahre 2012 auserwählt worden…

Doch damit nicht genug: In weiser Voraussicht hatte das Erdwesen auch den hiesigen Technik-Markt online eine Vorab-Besuch abgestattet und das erste Teil war bereits heute abholbereit! Vor dem Lockdown war die CD gerade noch nicht im Markt da gewesen und nun war es der letzte Ladenhüter, der überhaupt noch davon zu haben war. Genau in diesem Geschäft, genau in dieser Stadt. Was für ein Glück!

Dann ging es zurück in das nicht vorhandene Getümmel der Fußgängerzone. Das Erdwesen hatte sich mittlerweile wieder wärmer angezogen und war bereit für die nächsten Shopping-Erlebnisse.

Wo war nur das althergebrachte Lurchie-Schuhgeschäft abgeblieben?! – Das war doch in Erdwesens Kindertagen ein riesiger Laden, wo man noch Füße in Schuhen röntgen konnte, um zu sehen ob sie passen! – Der Laden war inzwischen auch einige Häuser weiter angesiedelt, aber irgendwie haben sich die Verkäuferinnen gar nicht verändert.

Das Erdwesen wagte es einzutreten, weil neben der üblichen Telefonnummer mit Vorab-Terminvereinbarungshinweisen hier ein zusätzliches Schild stand, man könne auch direkt im Geschäft einen Termin vereinbaren. Das Erdwesen hinterließ also abermals ihre komplette Anschrift und Telefonnummer, desinfizierte sorgsam ihre Hände und irrte dann langsam in Richtung Schuhe (also nicht dorthin, wo „Lloyds“ stand). Leider ist es ein Schuhgeschäft, dessen purer Aufbau zum Kaufen anregen soll (also eher unübersichtlich). Aber eine Verkäuferin sah das Erdwesen mit wehendem Auskunfszettel und nahm diesen sogleich entgegen. Und dann kam auch endlich die obligatorische Frage, ob sie mir denn helfen könne?!

Aber gern doch! – Denn das Erdwesen trug vorausschauend genau das paar regendichte Schuhe, welches eben jenes nicht mehr war und von dem sich zudem abermals eine Sohle zu lösen drohte, während der kleine Zeh ein inzwischen jämmerliches Dasein fristete. „Ich hätte gerne absolut regendichte Goretex-Schuhe!“ – Ich hatte es mir schon gedacht, in den Augen der Verkäuferin blitzte ein kurzes Entsetzen auf. Man war hier ja schließlich kein Outdoor-Laden!! Aber dann fasste sie sich Dank langjährig antrainierter Professionalität schnell wieder, deutete auf ein Paar schwarze Treter, die sich deutlich vom restlichen Sortiment unterschieden und meinte „Das sind leider – ähm – unsere einzigen.“

Naja. So hübsch waren sie nicht, aber Schuhe mit Sohle sind immer besser als Schuhe bald ohne Sohle! Nachdem das Erdwesen noch ihre Größe preisgegeben hatte und die Verkäuferin überprüft hatte, ob dieses Paar auch der gesuchten entsprach, konnte das Erdwesen anprobieren. Super! „Die nehme ich dann!“

Die arme Frau!

So einen Schuhkauf hat sie sicher in ihrem ganzen Berufsleben noch nicht erlebt. – Üblicherweise erscheint man in diesem Geschäft mit dem gesamten Familienverbund, der sich hier jedoch bereits vor hunderten Jahren angesiedelt hat (also ein eher länger zurückliegender Migrationshintergrund aus frühestens römischer Zeit), um einer Person ein neues Paar Schuhe angedeien zu lassen. Es ist sozusagen ein Event! Muss es auch sein. Denn die Schuhpreise sind gigantisch. Dieses Paar mit gerade mal 130 Euro nahm sich da noch vollständig harmlos aus. Was soll’s? Das nächste Mal wird das Erdwesen wieder Schuhe, die ehedem 160 Euro kosteten für 25 bekommen, soviel ist doch ohnehin sicher. Da ist ein preislicher Ausrutscher tolerierbar, so lange man nur trockenen Fußes sein Ziel erreicht.

Aber das Auftreten des Erdwesens schien auch hier sein Ziel nicht gänzlich zu verfehlen. Der ausgefranste Pullover, die überaltete Outdoor-Jacke von vor mindestens 10 Jahren und dazu diese Trampel-Latschen, die zwar von Gabor waren, aber was man ihnen definitiv nicht mehr ansehen konnte – nach schlappen fünf Jahren durch Feld und Flur. Dazu irgendetwas (auf jeden Fall zu viel) in einen riesenhaften, unförmigen EDEKA-Leinenbeutel der Marke „Wucherpfennig“ gequetscht und auch noch ein Rucksack!

Ja, mir war inzwischen auch schon peinlich bewußt geworden, dass ich hier nicht in Hannover war, wo so etwas ganz normal ist. Nachdem die Dame auch noch das lädierte, aber ansonsten völlig intakte Portemonnaie gesichtet hatte, weil es schwierig war, zwischen den ganzen Zetteln die Bezahl-Karte ausfindig zu machen („Ja, wo is sie denn??“), meinte sie dann überaus freundlich: „Sie bekommen heute auf diese Schuhe noch einmal 20% Rabatt! Das ist nämlich das letzte Paar.“

Na also! Der Ruf der Hannöverschen ist zwar auf Dauer ruiniert, aber das Erdwesen hat auch hier wieder einmal satte 26 Euro bei einem einzigen Paar Schuhe gespart. Es geht doch!

Und nun konnte das Erdwesen den Schrei nach „Mehr“ doch förmlich hören. Also mit dem ganzen Beutel-Wust noch schnell in den Buchladen schräg gegenüber. Kalender mit 50% Rabatt!! Na also. Läuft. Das ist der billigste Mucha-Kunst-Kalender, den ich je erstanden habe und das Jahr hat doch noch fast 9 Monate. Dazu noch zwei weitere hübsche Kalender und noch eine Kleinigkeit. Alles nur, damit ich an der Kasse ein entsprechendes Chaos anrichten konnte. Schließlich war es hier zwar nicht Pflicht, seinen Namen und Anschrift zu hinterlassen, aber man musste eine riesige Shopping-Bag mit sich herumschleppen, nachdem man sich die Hände desinfiziert hatte.

Hoffentlich hat niemand das gefilmt: Ein Erdwesen mit Leinenbeutel, Rucksack, Gabor-Tasche und großformatigen Kalendern – mitten im März. „Ja, wir haben uns auch schon gefragt, ob wir die noch hinhängen sollten, aber dann kamen so viele Leute und haben nach Kalendern gefragt und wir haben ja so noch sooo viele!“ – Ja, das war dem Erdwesen auch schon aufgefallen. Dass noch kein Politiker gefordert hat, die Anzahl an Kalendern in Buchläden zu Gunsten von maskentragenden Kunden zu begrenzen!? Es wäre ja eigentlich naheliegend gewesen, wenn man Geschäfte am 17. Dezember schließt und dann am 8. März wieder öffnet.

In Ermangelang von Fahrradständern hatte das Erdwesen direkt vorm Laden geparkt und versuchte nun verzweifelt alles so zu verpacken, dass es die nächsten Kilometer durch Wind und Wetter unbeschadet überstehen konnte. Klar, dass da von einem Passanten für dieses in Münster und sogar in Hannover vollkommen normale Verhalten, auch noch ein Kommentar abgegeben wurde. Aber das Erdwesen sieht sowas gelassen. Alles SUV-Fahrer! Die haben doch gar kein Geld mehr, um soviel einzukaufen. Meinte seine Freundin übrigens auch.

Was für ein Erlebnis.

In Ermangelung von weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für weitere Einkäufe schob das Erdwesen mit Maske das Fahrrad aus dem nicht vorhandenen Gewühl der Fußgängerzone bis zur nächsten Sitzgelegenheit am Wasser. Komischerweise hatte sich hier überhaupt niemand niedergelassen. Aber während das Erdwesen zuerst einmal die Schuhe wechselte und die alten Trampler, die übrigens auch aus dieser Stadt stammten (!) in den Abfalleimer verfrachtete, gesellten sich auf die übrigen drei freien Bänke wenigstens zwei weitere Menschen hinzu. Gerade so, als hätten sie dies schon lange nicht mehr getan.

So ging es dann mit dem über 20 Jahren alten Pasadena-Baikie zurück in Richtung Norden, wo sich das Erdwesen mit dem ganzen Geraffel und vollends „fertig“ ob der ungewohnten Anstrengung, erst einmal der Besichtigung der Einkäufe hingab, bevor es dann diesen ausführlichen Bericht verfasste. Nun gilt es, auch noch die alte Pioneer-Stereoanlage wieder in Betrieb zu nehmen.

Leute, geht shoppen, so lange wir dürfen! Shoppen macht doch glücklich :-)

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Ende eines Pflaumenbaums

Gestern hatte das Erdwesen in einem Anflug von Kapitulation gegenüber den allmächtigen Brombeeren nach einem anderen Objekt Ausschau gehalten, welches erfolgversprechender und vor allem in kürzerer Zeit zur Strecke gebracht werden konnte. Und siehe da: ein solches ward auch rasch gefunden.

Im Sommer und Herbst ist es quasi unbesiegbar, weil es von Geschwadern von Stechinsekten umschwirrt wird. Das saftige Moos, welches es zart umspinnt, gibt in der Morgensonne Feuchtigkeit ab, gerade so wie die hiesigen Mücken es am liebsten haben, und die wenigen Früchte locken die richtig großen Flugobjekte wie Wespen oder gar Hornissen an. Dabei ist es erstaunlich, dass der wohl seit mehr als 10 Jahren umgefallene Baum überhaupt noch Leben in sich trägt. Das Erdwesen kann sich noch an eine graue Vorzeit erinnern, als sie einst am Fuße seines Stammes einen kräftigen Nachkommen ausbuddelte, um ihn dort zu platzieren, wo heute die Siloreifen samt hunderter weiterer Schösslinge zu finden sind.

Nachdem das Erdwesen gestern den Baum zuerst zugänglich machte, indem es Brombeeren und hochgewachsene Brennesselstängel entfernte, um danach mit einer Astscheere die größtenteils vertrockneten Verästelungen abzuknipsen, lud sie abends die Akkus der Motorsäge, auf die es wiederum einen Tag zuvor eine neue Kette gespannt hatte. Um 16 Uhr verhinderte noch ein spontaner Sturmregen die Eliminierung, aber gegen fünf konnte es dann geschwind ans Werk gehen.

Das Erdwesen hatte beschlossen, den Baum gleich von den dünnen bis zu den dickeren Bestandteilen ofenfertig zu zerlegen. Die kleine Primaster-Akku-Motorsäge (7 Jahre Garantie!!!) machte auch alles gut mit. Zumindest war zum Schluss der alte Obstbaum soweit zerlegt, dass das Erdwesen ihn gut portionieren und transportieren konnte. Dann versagten aber auch schon die zu klein dimensionierten Akkus der Mini-Motorsäge.

Kaum zu fassen, wie aus dem Gestrüpp-Urwald so langsam wieder eine echte Wiese wird. Wenn das Erdwesen daran denkt, wie sie 2016 in voller Motorrad-Kluft mit Helm, Stiefeln, ALNE-Lederkombi und Handschuhen als erstes einen Patt vom Hof bis zum Gartentörchen freischnitt und so gut wie möglich herniedertrampelte! Es ist fast unfassbar, dass inzwischen sogar wieder Grass wächst – neben den mannshohen Brombeeren, versteht sich.

Aber so ganz hat der Pflaumenbaum sein Leben noch nicht ausgehaucht. Das stark bemooste Holz wird bis zur nächsten Ofensaison noch trocknen müssen, und der umgekippte Wurzelbereich ist in anbetracht der schwachen Motorsäge auch noch vorhanden. Aus ihm ist schon ein weiterer Baum gewachsen. Und gleich daneben noch einer. Das Erdwesen hat beide etwas beschnitten. Keiner von beiden ist ideal, aber wenn einer Pflaumen trägt, wird er sicher noch einige Jahre vor sich haben, bevor auch er zu Brennholz wird.

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