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Mai 2012
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GPS und Maximalgeschwindigkeit

Heute habe ich mich mal aufgerafft und etwas früher aus den Federn gekommen, so dass ich meinen Maximalgeschwindigkeitstest nicht auf der Autobahn, sondern auf der Bundesstraße machen konnte. Das war im Nachhinein betrachtet auch besser, weil ich auf der Autobahn sicherlich in dem Moment keine zwei freien Fahrspuren für eine “plötzlich nahende” Kurve gehabt hätte… so kam nur die Mittelleitplanke etwas näher als ursprünglich geplant und ein Auto war zumindest da nicht in Sichtweite. Gut für den Test war auch, dass es fast windstill war.

Hier nun das sensationelle Ergebnis: 167 km/h laut Tacho
Und die Ernüchterung: 151 km/h laut GPS-Messung

Mit einem höheren Reifendruck (z.Zt. wie Betriebsanleitung), einem leereren Tank und einer Diät, wären sicher 160 km/h laut GPS drin gewesen… Nein, ich denke, etwas ist noch Reserve drin, da ich wegen dem GPS auf dem Tank nicht optimal hinter der Scheibe lag, da das Teil ja noch die Satelliten empfangen können sollte. Was ich allerdings schon frappierend finde ist, dass Tacho und GPS ganze 16 km/h auseinander liegen! Die Ungenauigkeit beginnt bei etwa 95 km/h. Tacho zeigt also fast 110 und ich fahre 100. Von da aus wird die Differenz zwischen GPS und Tacho zunehmend größer.

Wenn also hier [im Ninja-Forum] schreibt, dass er 200 km/h erreicht hat, dann sind das in Wirklichkeit höchstens 180 km/h, es sei denn, die Tachonadel stand die ganze Zeit am Anschlag. Werde bei Gelegenheit mal ausprobieren, ob man noch etwas durch extrem verzögertes Schalten herausnudeln kann. Der Wind und der “Windfang”, den man selber darstellt, haben aus meiner Sicht den größten Einfluss auf die Endgeschwindigkeit, von daher wäre auch interessant, ob der Test mit Lederkombi oder hakeliger Textilkleidung vorgenommen wird (bei mir heute: Textiljacke, Lederhose). Aber ich denke auch, dass man durch Umbauten von Stahl auf Alu sehr viel Gewicht einsparen kann. Das merkt man ja schon an einem Fahrrad, wieviel das ausmachen kann.

Sturzpads machen sich bezahlt :-(

Hallo Leute, heute haben sich die Sturzpads bezahlt gemacht SadKomplette Verkleidung ist heile geblieben! Nur der Hand-Bremshebel ist leicht angeschrammt (kann ich mit Edding-Lack übermalen), der rechte Blinker ist leicht von oben angekratzt (sieht man eigentlich gar nicht), der rechte Spiegel ebenfalls leicht angeschrammt (ob das wieder ganz glatt wird Question müsste eigentlich - ist ja Plastik…) und der Spiegel hat sich gut in den vorhandenen Gelenken verbogen (und hat somit nichts Schlimmes ab bekommen) und am Auspuff ist ganz hinten zum Glück nur eine ca. 1cm² Schramme, die hoffentlich mit Politur wieder unsichtbar wird. Und die Sitzbank war dreckig, da muss ich mich irgendwie mit den Füßen abgestoßen haben…

Werde mal morgen neue Dämmplatten für die Sturzpads bestellen (15 Euro für drei Stück). Die rechte Dämmplatte ist nämlich ziemlich platt geworden und hat das Möppi in der Tat komplett aufgefangen. Kann die Sturzpads wirklich nur jedem wärmstens empfehlen - besonders den Leuten mit den kurzen Beinen Cool

Nach dem Vorbild von … [einem anderen weiblichen Forumsmitglied] habe ich mich beim Vom-Parkplatz-Fahren (!) hingelegt. War allerdings auch ein etwas sonderbarer Parkplatz, nämlich ein tief liegendes ehemaliges Tennisfeld zu dem man eine Schotterrampe hinunterfahren musste… Hinunterfahren war eine Kleinigkeit (ich parke ja üblicherweise in einer Tiefgarage), aber als ich später wieder vom Parkplatz hochfahren wollte, bemerkte ich etwas zu spät, dass die “Straße” (Verbundsteinpflaster, gewölbt) oben auf dem “Damm” doch deutlich enger war als eine normale Spur einer Fahrbahn Shocked

Den Bogen größer zu fahren ging auf der Schotterrampe nicht mehr… kam schon etwas ins Rutschen… und bekam dann leider die Kurve nach rechts nicht so ganz und ins Blumenbeet gegenüber, wo´s auch wieder hinunter ging Shocked wollte ich lieber nicht… Zu allem Übel habe ich dann auch noch gebremst Confused was vielleicht auch noch geklappt hätte, wenn ich wenigstens den rechten Fuß noch rechtzeitig und etwas weiter weg vom Möppi auf den Boden bekommen hätte. So sagte es nur noch “klatsch” und da lag ich Confused Bin aber weiterhin sehr begeistert von der Kleinen, da ich sie immerhin problemlos hochhieven konnte und sie offenbar alles gut überstanden hat. Merkwürdigerweise setzte nach dem Ausrutscher der gleiche Effekt ein, den ich auch jedesmal beim Fahrradfahren registriere: Ich fühlte mich wesentlich sicherer auf dem Bike als vorher Rolling Eyes

Ach ja: Natürlich hatte ich auch noch die nagelneue Lederkombi mit zusätzlichen Hüftprotektoren und separatem Rückenprotektor an. Das ist also nun auch alles gleich eingeweiht Confused Aus meiner Sicht, ist das jetzt aber auch völlig ausreichend gewesen!!!

So ein Sturz mit dem Fahrrad hätte wohl erstmal zu einem aufgeschrappten rechtem Arm, einem verrenkten Fußgelenk und zu diversen Abschürfungen an der Hand geführt. Das einzige, was ich finden konnte, ist eine Mini-Leder-Abschürfung im Fingerknöchelbereich der Handschuhe. Der Ellenbogen der Lederjacke ist an einer winzigen Stelle minimal heller und ich bin aufgestanden als wäre nix gewesen. Nun hab ich lediglich etwas Muskelkater vom Aufheben der 170 kg…

Nun erkenne ich meine Hupe :-)

Mittlerweile belästige ich mich etwas weniger mit meinem eigenen Hupen Cool In der Fahrschule ist mir das nie passiert, weil die Hupe einfach etwas weiter entfernt war und außerdem erkenne ich jetzt meine eigene Hupe auch etwas besser Laughing.

Nur keine Angst beim Motorradfahren

Ja, es ist wirklich besser, beim Fahren die Angst / unnötige Unsicherheit zu Hause zu lassen und so langsam scheine ich mich auch zu bessern.Hauptproblem war wohl am Anfang gar nicht nur das Motorradfahren an sich, sondern eher das “wo muss ich hin?”, denn ich wohne zwar hier schon eine Weile, aber ich kenne alles eben nur aus der Fahrradfahrerperspektive bzw. aus der des Hardcore-Bahn und Bus-Nutzers. Das “Denken in Wegen eines Fahrradfahrers” muss man sich dabei erstmal gründlich austreiben. Es ist schwer zu erklären, aber funktioniert in etwa so:

“Da vorne muss ich links, dann kann ich durch die Pfosten durch und fahre ein wenig entgegen gesetzt und dann ein Stück auf dem linken Fahrradweg, dann über die Straße… und dann auf die Linksabbiegerspur mitten auf der Straße in der gleichen Geschwindigkeit wie die Autos…” - Und das alles am besten mit 28-32+ km/h, was für ein Fahrrad im Stadtverkehr schon ein recht hohes Tempo ist und wofür man gute Reaktionen und gute Bremsen braucht. Ich musste mich bei der Fahrschule echt zusammenreißen, nicht unversehens irgendwo auf einen der großen Fahrradwege einzubiegen und statt dessen auf der Straße zu bleiben. - Bin ich im Münsterland, tue ich mich mit dem Fahrradfahren total schwer, denn da bin ich an Autofahren ja gewöhnt und kenn die Fahrradabkürzungen, die es geben mag, erst gar nicht. Darum bin ich auch schon gespannt, wie es mir da mit dem Motorradfahren ergehen wird Very Happy

Nach 817 km kenne ich mich jetzt aber inzwischen doch schon ganz gut hier aus. Bin einfach immer in “Kringeln” von 100-150 km rund um Hannover, an der einen Ecke raus, an der anderen Ecke wieder rein gefahren und mein Kartenmodell im Kopf wird langsam engmaschiger.

Dazu scheint es rund um Hannover wirklich Ecken zu geben, die einfach miserabel ausgeschildert sind, weil man so versucht, den Durchgangsverkehr draußen zu halten. Sehr schönes Beispiel gerade wieder in Engelbostel, wenn man sich von Norden nähert. Die ganze Zeit, ist immer Hannover ausgeschildert. Nur in Engelbostel gibts kein Hannover mehr. Es geht nur noch nach rechts und nach links. Rechts ist aber ein Schild, dass LKW dorthin nach Hannover fahren sollen. Der richtige Weg für´s Motorrad ist aber definitiv nach links. Mag sein, dass es auch rechtsrum irgendwie nach Hannover geht, aber ich lande da wahrscheinlich dann doch wieder in Garbsen Laughing Laughing Laughing

Und dann wollte ich vorhin auch noch eine Abkürzung zu mir nach Hause nehmen Shocked Die Strecke mit dem Fahrrad war mir absolut präsent. Leider vergesse ich dann immer die Stellen, wo die Pfähle stehen (die brauche ich als Fahrradfahrer ja nicht zu beachten!) und wo ich nun mit einem Motorrad absolut nicht langfahren darf. Das schlimme ist, ich bin ja auch noch ausgebildete “Expertin” für Öffentlichen Personennahverkehr und Individualverkehr sowie Städtebau… Also mache ich mir so meine Gedanken über die Verkehrsführung… und das Motorradfahren wird unversehens zur Nebensache, weil ich so begeistert bin von den Tricks, die hier alle angewandt werden, um z.B. die Wegenetze unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer zu trennen - fast wie im Lehrbuch. Okay, kann wahrscheinlich niemand hier nachvollziehen. Ist eine Berufskrankheit Confused Also schnell wieder zurück zum eigentlichen Thema Smile

Heute habe ich ein wahres Meisterstück vollbracht: Anfahren am Berg! Habe selten einen so dämlichen Autofahrer im Rückspiegel gesehen.

Ich tuckere also etwas vorschnell aus der Tiefgarage, die mit einem recht oppulenten Metallgitter gesichert ist. Jeder, der rausfahren will, muss einen Knopf drücken. Dann geht das Gitter hoch und derjenige kann rausfahren. Also stelle ich mich an das Gerät, drücke den Knopf, lege den Gang wieder ein und fahre hoch. Die Tiefgarage hat eine absolut mislungene Ausfahrt, da man, wenn man nicht aufpasst, die Leute auf dem Bürgersteig platt fährt, da man sie einfach nicht früh genug sehen kann. Entsprechende Spiegel sind wohl auch zu teuer. Der “Trick” besteht also nun darin, mit deutlichem Gasgeben auf sich aufmerksam zu machen und so die Leute oben zu warnen. (Machen alle so, die da rausfahren.) Also hab ich auch mal etwas Gas gegeben, aber irgendwas muss trotzdem falsch gelaufen sein, ich nehme mal an, ich bin einfach zu schnell losgefahren, weil ich einfach nur los wollte und der Motor war vielleicht noch nicht so weit und ich wohl auch nicht. Auf jedenfall geht mir auf halber Strecke unversehens der Motor aus!! Shocked Aaaaargh!! Shocked Ich packe voll in die Vorderbremse und es dauert noch einen ganz kleinen Moment bis ich auch den Fuß auf der hinteren Bremse hab. Da es aber auch noch einen minimalen Moment gedauert hat, bis ich überhaupt geschnallt habe, dass der Motor aus ist, bin ich auch schon 10, 20 cm zurückgerollt. Hinter mir ein fetter Audi. Ich muss erstmal überlegen (alles in Sekundenbruchteilen). “Was ist zu tun? Schließlich kann ich ja nicht bis in alle Ewigkeit hier auf Halbmast hängen bleiben…”

Es war ganz einfach, als ich erstmal realisiert hatte, wo das Problem lag und dass nur der Motor aus wahr. Also mit beiden Bremsen bremsend und gezogener Kupplung irgendwie den Starterknopf erreicht, während ich mich auch noch mit dem linken Bein abstützte. - Das muss ausgesehen haben?!

Da fängt der blöde Audi hinter mir wie wild an zu hupen: Der hat gar nicht gecheckt, dass mein Motor aus war - ob der dachte, ich will da parken??? Ich weiss es nicht, sehe nur im Rückspiegel, dass über ihm langsam das schwere Metallgitter zugeht… Oh man, wie kann man so blöd sein, sich das “Knopf-Drücken” sparen zu wollen und hinter einem Motorrad her zu schroten, was gerade langsam hochfährt Question Question Question Jedenfalls sprang die Kleine sofort wieder an und ich konnte die restliche Auffahrt nehmen und der Audi hat´s wohl auch noch so gerade unterm Tor her geschafft. Metallkreischen konnte ich nämlich hinter mir nicht hören Laughing Trotzdem habe ich dann mal zugesehen, dass ich Land gewinne, bis zum nächsten Treffen in der Tiefgarage Laughing Jetzt “kenne” ich da schon zwei! (Der andere hatte aber nur Interesse am Motorrad.)

Danach habe ich dann bei gutem Wetter noch 12 km im Fast-Stau gestanden, bevor ich die nächsten 65 km dann im Regen fahren konnte. Regenfahren macht irgendwie Spaß. Ich kann nicht verstehen, warum so wenig Motorräder bei Regen unterwegs sind. Regen mit starken Windböen ist zwar ziemlich doof, aber nur richtig fette Tropfen?! Leider hab ich mich diesmal erst an die “Streckenempfehlung” auf einer Louis-Motorradkarte gehalten. Da war die Strecke als “landschaftlich schön” gekennzeichnet. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht. Es ging nur (!) geradeaus und rechts und links waren Bäume - aber auch keine besonders schönen. Eine ideale Teststrecke für eine Hayabusa sozusagen. Ich bin dann sobald wie möglich abgebogen und irgendwann hat mir ein Bauer gesagt, wie ich wieder nach Hannover komme… der hatte echtes Mitleid und hatte mich wohl von seinem Küchenfenster auf die Karte gucken sehen Smile

Okay, genug der Erlebnisse. XY, hau mal rein mit dem Schein! Wir können uns dann ja auf halber Strecke treffen und xx macht mit uns dann die Stadtrundfahrt durch Garbsen Smile yy kommt sicher auch noch mit, der muss ja auch Bekanntschaft mit dem kleinen Nachbarn mit den wenigen Schildern machen. Ja, ja… “forsches Fahren” >> Da hat mein Fahrlehrer viel geredet, damit ich mal etwas frühzeitiger langsam werde und nicht immer so los heize, um dann genau so schnell wieder zum Stehen zu kommen. Deswegen muss ich ja auch immer den Hintermann per Rückspiegel im Auge behalten. Beim Fahrlehrer hingegen bin ich einfach davon ausgegangen, dass der gut reagieren kann. Als er mir aber sagte, die Fahrstunde sei ganz schön anstrengend für ihn gewesen, weil er mich wirklich immer genau im Auge behalten müsse, bin ich kurzfristig etwas ins Grübeln gekommen Cool

Wochenendbericht “Fahren”

Hier eine kleine Zusammenfassung meines fahrtechnischen Wochenendes.

Es ist unglaublich, wieviele Windräder rund um Hannover herum auf den Hügelchen und kleinen Anhöhen stehen und alle scheinen immer auf Hochtouren zu laufen, während ihre Drosseln zeitgleich ganze Arbeit leisten. Da fühlt sich dann eine Fahrt mit 60-80 km/h gelegentlich an, als hätte man schon mehr als 135 auf dem Tacho stehen Shocked Die Verkleidung der Ninja fängt den Wind mit der kompletten Breitseite auf, so dass ich beim “Gegenhalten” auf kleinen Straßen mit jeder Menge Obst rechts und links doch recht viel lernen konnte und oberarmtechnisch bestimmt auch bald mit mittleren Bodybuildern mithalten kann. Am schwierigsten finde ich jedoch den Wind von halb vorne. Jede Kurve auf so einer Straße muss zwangsläufig anders angefahren werden und ich bin sehr oft froh gewesen, kein Auto direkt hinter mir zu haben, denn das “Kurven im Wind”-Fahren muss ich ganz bestimmt noch eine ganze Zeit lang üben Smile

Das Highlight war dann ein Aststück von vielleicht 15 cm Länge und 4-5 cm Dicke, welches mir direkt vor’ s Visier gekracht ist Shocked Ich habs kurz anfliegen sehen und nur gedacht: Hoffentlich hält das Visier!!! Den Kopf in irgendeiner Form wegziehen hab ich nicht mehr geschafft, dafür wurde es zu schnell herangeschleudert und ich hatte auch nicht wirklich damit gerechnet, dass es wirklich ein richtiges Stück Ast war. Da waren dann die ganzen kleinen Ästchen und Steinchen nur noch Peanuts… ungepellt Surprised Allerdings frage ich mich ernsthaft, wie man ohne Integralhelm auf einem Motorrad sitzen kann Question Aber vielleicht erwische ja auch nur ich immer die Alleen, wo man eigentlich mit allem herumfliegenden Zeugs rechnen muss und die weitestgehend “unbekleideten” Rollerfahrer sind auf den lärmwandgeschmückten Bundesstraßen unterwegs Confused

Dann habe ich noch Bekanntschaft mit einer mir bisher nicht bekannten Art von Ampeln gemacht. Man kommt um eine Ecke und sieht plötzlich mitten im Nirvana ein gelbes Licht. Was ist das?! Also abbremsen und siehe da, dem gelben folgt noch ein rotes Licht und wer trappelt vor einem über die Straße? Ein Pferd. - Das sind also die hiesigen Reiterüberwege. Ist mir vorher noch nie aufgefallen!

Immerhin habe ich es am Wochenende geschafft, das erste Mal das Motorradfahren mit einem kulturellen Höhepunkt zu verbinden und habe das Schloss Marienburg besichtigt. Kann die ausgeschilderte Auffahrt von Süden nur jedem Anfänger wärmstens empfehlen. Verkehr gibt es auf der Straße wenig und die, die dort fahren, haben Zeit, weil sie sowieso nur zum Schloss hinauf wollen. Ich bin die Serpentinen recht vorsichtig hochgekrochen und von der Länge her hat mir als Flachlandbewohner die schwer zu fahrende, aber sehr kurze Strecke auch als kurzer Einsteigerkurs gereicht. Oben angekommen kann man sich dann erstmal auf dem Parkplatz ausruhen oder aber einfach weiterfahren. Nach zwei weiteren Kurven geht’s eine ellenlange und schnurgerade Straße wieder hinunter. Daher habe ich nun auch als Spitzengeschwindigkeit bei 6000 Umdrehungen 86,4 km/h laut GPS-Messung vorzuweisen Smile

Dadurch, dass eine Bundesstraße gerade wegen Fahrbahnerneuerung auf 30 km/h runtergeschraubt wurde, erreichte ich meinen nächsten Durchgangsort Springe völlig unbeschwert, muss jedoch wieder einmal am Verstand der dortigen Stadtverwaltung zweifeln. Eigentlich wollte ich, um die Bundesstraße wegen der Ninja-Höchstgeschwindkeit von 80 km/h zu meiden, die Straße suchen, die von Springe direkt nach Bad Münder führt. Das sollte mit einem entsprechenden Nordpfeil auf dem GPS auch eigentlich kein Problem sein. Bis ich Bad Münder tatsächlich ausfindig machen konnte, habe ich also Berg- und Talfahren in 30er Wohngebieten in Hanglage geübt. Als ich endlich meinte, die Verbindungsstraße gefunden zu haben (die Richtung stimmte ja und Schilder gibt es natürlich nicht, weil ja alle brav über die Bundesstraße fahren sollen) wurde die Straße immer schmaler und schmaler, dann hörte die Teerung zu Gunsten von immer mehr Kies ganz auf. Vor mir lag nur noch ein grüner Feldweg mit rundem weißen Schild mit rotem Rand direkt in den Wald hinein, rechts ging es hinter einem oppulenten Gesträuch steil hinauf Shocked Die unbefestigte Straßendecke wirkte jedoch auf mich mit den faustgroßen Geröllstücken nicht besonders einladend, also habe ich mal lieber per Absteigen und Schieben gewendet Wink und bin wieder die ganze Strecke heraufgetuckelt, wobei ich fassungslos ungläubig dreinschauenen Hundespaziergängern entgegenfuhr: “Wie mag nur diese Rennmaschine hierher gekommen sein?!?”

Laughing

Nach weiteren zwei Hangstraßen durchs 30er Wohngebiet (”Wie bin ich bloß hier hoch gekommen???”) fand ich anhand der verlaufenden Bahnstrecke und Nordpfeil die richtige Verbindungsstraße zwischen Springe und Bad Münder und sofort fielen fette Regentropfen vom Himmel, während die Sonne strahlte aber sich weiter hinter schon der Himmel schwarz verfärbte. Also wartete ich erstmal unter einem Baum, den ersten Schauer ab, schaute nochmal, wo ich nun langfahren muss und geriet auf der nächsten Schnellstraße in Richtung Bad Nenndorf unversehens in ein wahres Unwetter. Das hatte allerdings etwas Gutes. Mit meiner Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h fiel ich zwischen den umherkriechenden Autos nun auch gar nicht mehr auf! Erst als ich dann auf der nächsten Bundesstraße war, hatte ich in kürzester Zeit bei nur noch Nieselregen an die 20 Autos hinter mir. Also rechts ran an eine Bushaltestelle und alle vorbei gelassen. Das kam dem ersten Wagen hinter mir gar nicht zu passe. Der war nämlich bis dato offenbar ganz froh gewesen, ein langsames Motorrad vor sich zu haben, um nicht selbst die “Schuld” an der Kolonne zu haben. In kürzester Zeit hatte ich dann zur Kolonne wieder aufgeschlossen und konnte gut mithalten, wobei sich die 20 Fahrzeuge vor mir gegenseitig “anschubsten” und “schoben”, weil sie es einfach nicht schafften, den orangefarbenen Kleinstwagen vorweg zu überholen.

Regenfahren scheint mir nicht viel auszumachen. In der Fahrschule hatten wir auch schon solche Unwetterlagen mit sogar Hagel, aber die Reifen der Fahrschulmaschine kamen mit Regen überhaupt nicht klar. Mein Highlight in der Fahrschule war eine Autobahnfahrt bei Sturmregen mit 80/60 km/h auf der A2. Das Unwetter begann in exakt dem Moment, als wir nach langem Stop & Go endlich auf die Autobahn auffahren konnten und kam direkt von vorne. Eine Woche vorher hatte es bei einer vergleichbaren Wetterlage kurz vor Hannover noch eine Unfallserie (67 Unfälle) mit 260 beteiligten Fahrzeugen gegeben. Die Laster hielten sich auch an dem Tag meiner Fahrschulfahrt nicht an die 80 bzw. 60 km/h der Matrixzeichen und überholten auf der mittleren Spur, während von rechts die nächsten Fahrzeuge auf die Autobahn geprescht kamen - in der irrigen Annahme, die Matrixzeichen stünden vielleicht doch noch auf 100 oder 120. Da bin ich im Nachhinein froh, dass ich nicht auf der Ninja saß, denn die Böen der überholenden Sattelschlepper auf einer völlig überschwemmten Betonfahrbahn fahrtechnisch bei vorhandener Vollverkleidung ausgleichen?!? Das stelle ich mir momentan doch sehr problematisch vor!

Meinem Fahrlehrer und einer Schülerin war im Auto dahinter damals Angst und Bange geworden, vermutlich mehr als mir vorneweg (”Ist ja Fahrschule, kann ja eigentlich nix passieren…”). Dank des naked bikes und der überholenden Sattelschlepper war ich damals in kürzester Zeit von oben bis unten komplett, eingeschmoddert. Auf der Ninja hatte ich nun auch nach 35 km und zum Teil aberwitzigem Regen bei starken Böen immer noch absolut trockene Schuhe und auch sonst kam ich mir noch einigermaßen vorzeigbar vor. Auch meine Bedenken wegen der Erstbereifung legten sich zum Glück bald, denn zumindest in Fahrbahnmitte (also auf dem “Huckel” gefahren), zeigten sie ausreichenden Grip und von den Spurrillen sollte man sich ohnehin fern halten. Ich nehme mal an, das “normal-gute” Fahrverhalten der Erstbereifung ergibt sich wohl daraus, dass die Profiltiefe der Reifen immer noch auf annähernd 100% ist. Ich hatte es mir jedenfalls weitaus schlechter vorgestellt und das spricht nun wohl dafür, dass sie auch noch eine Weile nach der 1000er Inspektion drauf bleiben werden. Da ich so nah beim Händler wohne, ist es kein Problem sie ein andermal wechseln zu lassen und ich schätze, irgendwann muss vielleicht doch nochmal zwischendurch die Kette nachgespannt werden. Die hat sich nämlich schon ganz gut ausgeleiert, obwohl sie zuerst wirklich sehr stramm gespannt gewesen ist. Das macht er bei einem Reifenwechsel dann ja automatisch mit.

Dank dem Thread zum rutschenden Reifen habe ich mich wohl innerlich auf “manuell durchgeführte ABS-Bremsung” eingestellt, dass ich die Bremsungen bei regennasser Fahrbahn automatisch richtig ausgeführt habe: Leichte Bremse vorne und passende “stärker werdende Pumpbremse” hinten. Jedenfalls gabs nur einen leichten Wegrutscher und da bin ich aus Blödheit auf eine frisch übergeteerte Längs-Naht in der Fahrbahn gekommen, weil ich sie natürlich auch noch genau vorab anvisiert hatte Rolling Eyes

733 km stehen mittlerweile auf dem Tacho und die Kette war nach der Fahrt derart zugesifft, dass ich sie heute (gestern hatte ich noch kein Kettenspray) erstmal ölen musste, bevor ich dann morgen weiterfahre. Von Donnerstag bis gestern hatte ich mich schon ausgiebig zum Thema “Kettenschmierung” informiert. Zuerst hatte ich gedacht, ich fange hier mal einen neuen Thread deswegen an, aber ich glaube, dann gibt’s wohl kollektive Haue…

Heute habe ich mir neben der Ersten Hilfe-Dose Kettenspray “S100″ den OSCO-Kettenöler, auf den ich durch ein anderes Forum aufmerksam geworden bin von Polo geholt. Glücklicherweise hat xy den bei seinem Super-Bike No. 1 ja auch schon entsprechend installiert, so dass ich mir das vorab bei der Ninja einmal anschauen konnte. Eine “Öldauerberieselungsanlage” erscheint mir ein wenig zu aufwändig und hinsichtlich des Teils von Louis auch zu unsicher, was potentielle Ölflecken auf fremden Grund angeht. Das dauernde Hochbocken auf einen Montageständer hingegen ist bei meinem Wohn- und Wirkungsfeld unpraktikabel und das Ölen ganz von Hand mag ich nur, wenn ich richig herumschmieren darf - also z.B. im Schrebergarten. Unglücklicherweise existierte der Schrebergarten schon vor meine Motorradambitionen und ist nun daher nur bei Dunkelheit und Abwesenheit aller Nachbarn mit dem Motorrad zugänglich (…). Als Sofortmaßnahme gab es also heute erstmal eine Sprühdose von Polo und zu meiner großen Freude hatten sie auch den OSCO da. Ganz billig ist er zwar nicht, aber immerhin ein holländisches Qualitätsprodukt, was sicher auch funktionieren wird. Beim enthaltenen und unbeschrifteten OSCO-Öl frage ich mich allerdings, ob das nicht Nähmaschinen- oder einfaches Fahrradöl ist. Ich werde das noch mal genauer vergleichen.

Da ich ja heute zum ersten mal die Kette von einem Motorrad geölt habe, muss ich sagen, dass ich im Nachhinein doch ziemlich geschockt bin, was für ein Hype um das Schmieren einer Motorradkette im “Internet” gemacht wird. Man braucht dazu weder einen Montageständer, noch andere Hilfsmittel als ausreichend Putzlappen zum Draufknien und Drunterhalten und halt das Kettenöl. Geht alles genau so einfach wie beim Fahrrad und wenn ich erstmal diesen OSCO installiert habe oder installiert lassen habe… dann wird alles sicher auch noch ohne Putzlappen möglich sein Smile Die Gewinne, die mit Kettenreiniger und Kettensprays gemacht werden, müssen wirklich beachtlich sein.

Übungsplatz im Forum verpönt :-(

Ich seh schon, ein paar Runden auf einem Übungsplatz zu drehen, ist hier im Forum doch ziemlich verpönt und es herrscht der Tenor vor: richtig üben kann man nur auf der Straße Sad Ich find das ziemlich gefährlich für mich und auch verwirrend für die anderen Verkehrsteilnehmer, wenn ich anfange, hier auf der Straße Fahrtechniken ein zu üben. Aber jedem das Seine Cool

Vor Rehen brauche ich mich hier ja nicht zu fürchten Smile Die werden vorher schon vom Schwerlastverkehr überrollt, bevor sie Hannover-Innenstadt erreichen Confused

Meine Führerscheine habe ich immer bei Tageslicht bekommen Very Happy In Hannover-City werden keine Fahrprüfungen und eigentlich auch keine Fahrstunden gefahren - es sei denn, man besteht als Fahrschüler explizit darauf, trägt die Kosten für das Stehen im Stau und hat einen nervenstarken Fahrlehrer, der gut versichert ist. In der Regel dürften zumindest verantwotungsbewußte Motorradfahrlehrer dieses von Grund heraus ablehnen, da die Unfallwahrscheinlichkeit ungeübter Fahrer im City-Verkehr zu hoch ist. Ich wäre nämlich durchaus bereit gewesen, in Hannover direkt meine Prüfung zu fahren, das ist nämlich mein Revier, wo ich fahren muss, weil ich da wohne. Tenor Fahrlehrer/Prüfer: Wenn wir das machten, können wir die Fahrschulen hier gleich dicht machen. Da bekommt niemand, aber auch wirklich niemand mehr den Schein!

Von daher wird in den Nachbarstädten gefahren und sogar bei Auto-Führerscheinen beginnen viele Fahrstunden auf dem Übungsplatz in der Nachbarstadt, nachdem der Fahrlehrer den Schüler dort hingefahren (!) hat. Darüber war ich auch sehr erstaunt, da ich es so kenne, dass man einfach mal die örtliche Bundesstraße nimmt, nachdem man gezeigt bekommen hat, wo Bremse, Gas, Kupplung und der erste Gang sind. Bis ich von meinem Ausgangspunkt hier jedoch in eine Nachbarstadt komme, wo ich “üben” kann, bin ich schon 10-11 km unterwegs und bin an ca. drei Autbahnab- /auffahrten vorbei gekommen.

Von den Autobahnauffahrten kommen dann die Landeier - ich darf das so sagen, da wohl kaum jemand in ländlicherer Umgebung aufgewachsen ist als ich Smile - in die City gebrettert, ohne Ortskenntnis und vielleicht auch nur durch Zufall, da man eigentlich ja zum Flughafen wollte Rolling Eyes Der ein oder andere bekommt zusätzlich Panik vor den Straßenbahnen und flüchtet kurzfristig - Platz hin oder her - auf Nachbarspuren. Die nächsten kriegen ´nen Rappel von wegen Umweltzone, weil sie immer noch keine Plakette haben und bei drei Spuren und einem anrauschenden Notarztwagen mit Tatütata weiß leider auch kaum einer, dass man die Gasse zwischen der mittleren und linken Spur macht. Also rein in irgendeine andere Fahrspur oder rauf auf die Schienen, wenn man das mit der Straßenbahn noch nicht kapiert hat oder vielleicht auch mal ganz hart abbremsen und einfach mitten auf der Straße mit Warnblinklicht stehen bleiben, bis auch noch die dem Notarztwagen folgende Polizei und die Johanniter dahinter warten können.

Das ist der Stadtverkehr, da wo ich wohne. Da kann ich nichts üben, da kann ich nur möglichst gut reagieren und sehen, dass ich durchkomme. Wenn ich am Waschsalon an der Ecke bin, schau ich mir das immer alles gerne an, aber ich nehme ungern selbst daran teil. Dass abends für 80% aller Fahrzeuge keine Geschwindigkeitsbegrenzung mehr gilt, brauche ich wohl nicht gesondert zu erwähnen. Die Polizei kümmert sich hier eher um die örtliche Drogenmafia und Mord und Totschlag, denn um die allabendliche Raserei.

Ich bin mal quer durch Österreich mit dem Auto gefahren. Herrlich. Nur bei den Straßen könnte man locker auch 200 km/h fahren. Warum habt ihr da bloß so eine komische Geschwindigkeitsbegrenzung rund um Wien?? Hier sind die Straßen in einem viel schlechteren Zustand und wir rasen doch auch?!

In dem ganzen abendlichen Verkehrstumult, es muss einmal gesagt werden - schließlich haben wir uns ja auch so eine Kiste gekauft, wenn auch nur in der Mini-Ausgabe - die YZF-R1s, Super Dukes und Fireblades, die stadtauswärts auf die Autobahn zurrasen oder gerade reingefahren kommen. Wann sieht man vollverkleidete Motorräder? Eigentlich doch nur dann, wenn sie gerade überholen oder auf nur einem Reifen anfahren oder bremsen Razz

Die kleine Ninja hat einen gewaltigen Nachteil in dieser Situation. Wirklich jeder, der dieses Motorrad sieht und selbst keins fährt, denkt, dass es die gleiche Beschleunigung hat wie eines der eben genannten. Das ist aber leider nicht so. Deswegen kann man auch nicht so einfach vor einen LKW ziehen, der ankommt - zumindest nicht, wenn man die Kleine noch nicht eingefahren hat und bei 6000 Umdrehungen besser Schluss sein sollte mit der Beschleunigung und man selber noch nichtmal ausreichende Erfahrungen mit dem Schneiden von Schienen gemacht hat (und ich hab bewußt schon einige Male genau eine solche Straße genommen, wo man das in der Tat “üben” kann, weil Du es musst).

Einige Fahrprüfungen vor meiner eigenen hat ein Motorradfahrschüler hier auf der Straße aus ungeklärtem Grund vor einen LKW gezogen. Die Maschine war nur noch ein kleines Päckchen als der LKW drauf stand, der LKW-Fahrer hatte einen Schock. Zu dem Fahrschüler hat sich niemand mehr geäußert, aber vielleicht hat er irgendwie überlebt, weil ihn nicht auch noch ein anderes Fahrzeug erfasst hat, als er durch die Gegend geschleudert wurde. Mein Fahrlehrer hätte am gleichen Tag ein paar Kilometer weiter auch fast noch das Zeitliche während einer Auto-Prüfung gesegnet, da plötzlich ein Raser von hinten ankam, den der Prüfling übersehen hatte. Mein Fahrlehrer hat im letzten Moment noch das Lenkrad herum gerissen und so sind alle drei (auch der Prüfer, der zuvor die Prüfung mit dem Motorradunfall hatte) am Leben geblieben.

Die Straßen beim Übungsplatz sind dann vergleichbar mit denen eines abendlichen Mittelzentrums auf dem Lande. Ab und zu wirds laut von den anfliegenden oder startenden Flugzeugen, aber sonst ist es wirklich ganz gemütlich zu fahren und mit den 6000 Umdrehungen max. schafft man es, mit einem Taxi beim Anfahren mitzuhalten. Ab da kann man dann auch zum ersten mal wirklich die Reichweite der eigenen Scheinwerfer sehen. Die find ich bisher ganz passabel. Um aber wirklich eine fundierte Aussage treffen zu können, müsste ich weiter raus auf die dunklen Landstraßen fahren. Das hab ich aber gestern lieber gelassen. Mir hatten schon die 11 km stadtauswärts gereicht und ich musste ja auch noch 13 zurück, die mir weniger gefährlich erschienen und es wohl auch waren - wäre da nicht plötzlich auch noch das Großaufgebot der Feuerwehr aufgekreuzt… Keine Ahnung, was die da getrieben haben. Ich kenn die Ecke nicht gut. Zu sehen war nix und alle hatten gute Laune, auch der, der auf die Straße vor mir sprang ohne zu gucken. Hat sich nichtmal erschrocken. Ich war wohl langsam genug und mein Haken um ihn herum ausreichend groß. Die Hannöverschen sind eh schwer zu beeindrucken.

Ich schließe: Üben auf den Straßen Hannovers is´nicht. Da muss man ganz einfach Fahren können und wenn ich mir so meine Bekannten anschaue, die vom Lande sind und mit dem Auto hier rein wollen, weil sie Züge nicht mögen oder denken, sie kommen dann nicht an… die haben alle Panik und die sind alle schon zig-tausende von mehr oder minder unfallfreien Kilometern in ihren Autos gefahren - aber eben maximal gelegentlich in Paderborn oder wenns hoch kommt in Bielefeld, wo´s immerhin auch eine Straßenbahn gibt.

Aber in einem habt Ihr natürlich recht! Ich sollte mich nicht selbst verrückt machen und genau das ist gestern Abend passiert als ich schon so “ad hoc” meinen Parkplatz räumen musste und dann noch zwei Minuten später im Mittelpunkt dieser Ralley stand… Dabei wollte ich echt nur Fahrübungen bei Dunkelheit machen und “Dunkelheit” ist hier nunmal erst in 11 km Entfernung Wink

Demnächst fahr ich mal nach Münster und von da dann vielleicht mal Richtung Lünen. Da is die Welt noch in Ordnung Smile

Erste Nachtfahrstunde

Komme gerade von meiner selbst auferlegten ersten Nachtfahrstunde zurück und mußte erst mal duschen. Oh je. Ich bin sooooo miserabel gefahren. Ich war nach nur 26 km fix und alle und froh wieder zu Hause an zu kommen, dabei habe ich bewusst eine echte Fahrschulstrecke gefahren, damit es etwas einfacher ist.Ich bin gerade zu Fuß bei der Kleinen angekommen, merkt auch schon ein Autofahrer, dass da ein Parkplatz frei wird. Ich also sie sofort angestellt und Helm, Brille, Handschuhe an. Los gehts durch die 30er Zone zur Ausfallstraße in Richtung Langenhagen. Stehe auf der mittleren Spur von dreien… Rechts neben mir eine fahrende Disco mit offenem Fenster, links ein durchgetunter Golf. Wir warten an der Ampel, ich mit kaltem Motor und kalten Reifen. Die Ampel wechselt auf Gelb, neben mir quietschen rechts die Reifen, links drehen sie durch, beide Autos schießen nach vorn. Das muss ein herber Schock für die beiden gewesen sein. Ein Möppi, dass kein Rennen mitfährt!!

An der nächsten Ampel gehts einem LKW-Fahrer ähnlich. Aber soll ich wirklich vor so einen fetten Laster ziehen?? Lieber wär ich auf dem Fahrradweg ausgewichen… So langsam verließ mich echt der Mut. Dann komme ich beim stockfinsteren Übungsplatz an und kann zum ersten mal die Scheinwerfer testen. Wow! Die heimischen Motten finden sie auch klasse, also Visier dicht machen, aber ein paar finden dennoch den Weg hinein. Pfui Spinne!

Ich versuch mal einen Kreis zu fahren. Ach Herrje! Im Dunklen scheine ich alles verlernt zu haben. Das mit der Blickführung klappt nicht, weil es dort wo ich hinsehen müßte, dunkel ist. Der Kreis wird ein Ei und der Platz scheint nicht zu reichen. Wie ist es denn mit Slalom? Au Backe! Mir wird regelrecht schwindlig… Gefahrenbremsung? Geht, aber ich fahr sie nur mit 30 an…. Ausweichen? Es hat keinen Sinn. Zu schwierig. Ich fahr mal stumpf ein paar Runden und werde zusehends unsicherer. Also besser gleich wieder nach Hause.

Vor mir ist ein Bus. Irgendwie beruhigt mich das. Ich eiere zurück. Dann ein Wagen mit Martinshorn, später Feuerwehr in Massen und einer läuft mir fast ins Möppi. Also doch noch Ausweichen.

Endlich wieder Innenstadt… Da hupt irgendwer! Was hab ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht. War ich zu langsam? Ist der Blinker aus? Ich weiß es nicht. Die sollen mich einfach alle überholen…

Zum Abschluss darf ich auch noch das erste mal in die Tiefgarage fahren. Hab ab heute den Stellplatz. Nochmal ganze Konzentration. Das Tor geht auf, ich fahr rein und nach dem ersten Abbiegen hupt wieder einer!! Wo is’n der?? Scheiß Spiegel, ich seh nix!! - Konnte ich auch nicht. War nämlich keiner da. Ich bin selber an die Hupe gekommen…

Nur noch das Möppi abgestellt, nach Haus gegangen und fix und alle gewesen. Mann oh Mann!!

Hätte nie gedacht, dass 26 km Nachtfahrt in bekanntem Terrain so stressig sein können. Kann das hier irgend jemand nachvollziehen oder hat jemand ähnliches erlebt?? Nachts zu fahren hab ich maßlos unterschätzt. Mit nem Auto wärs ein Klacks gewesen…

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02.10.2010: Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass es gute und schlechte Tage zum Motorrafahren gibt. An den guten sollte man sich Serpentinen suchen, an den schlechten höchstens tanken und Luft aufpumpen. Grundsätzlich ist es aber immer noch schwieriger nachts zu fahren als bei Tageslicht oder in der Dämmerung. Zu diesem Zeitpunkt kam aber definitiv auch noch meine mangelnde Ortskenntnis hinzu, die sich im Wesentlichen auf abseitige Fahrradwege beschränkte. Und sogar in Hannover probt die Feuerwehr nicht jeden lieben Tag den Großeinsatz.

Erstmal einfach geradeaus :-)

Bei der ersten Fahrt sollte es eigentlich eine großzügige Umrundung des Steinhuder Meeres werden. Da ich aber in Engelbostel nach Beerenbostel abgebogen bin statt nach Resse, ging es in Irrfahrten durch Garbsen und dann bis fast Steinhude. Von dort dann nach Bad Nenndorf und über den Nienstedter Pass… Und zurück über Göxe und Deisterkreisel *juchu* nach Hannover City. Weil ich aber fand, dass man als Fahranfänger doch durchaus auch mal was Anspruchsvolles machen sollte, hab ich auch noch den Goetheplatz und das Steintor mitgenommen. Da war ja auch gleich ein Harley / Chopper Festival neben der Baustelle. Meine kleine /Ninja hat riesige Angst bekommen in Ihrer Verkleidung, aber ich hab ihr Mut zugesprochen und ihr gesagt, dass die Chopper bestimmt auch nicht schneller sind als sie…

Bei der zweiten Fahrt bin ich wieder die Schulenburger raus und diesmal Richtung Resse bis nach Schwarmstedt jenseits der Bundesstraße, bei Ahlten links abgebogen nach Eilte und weiter nach Rhetem. Von dort nach Neustadt, Poggenhagen Bhf. und die ganz kleinen Straßen nach Resse und Hannover zurück. In SFA ist der Straßenbelag am besten und der Verkehr sehr gering. Wenn jemand schon gut fahren kann ists vermutlich etwas langweilig, aber für mich wars okay. Wenn es mal eine geführte Fahrt durch Garbsen gibt, nehme ich das Angebot dazu gerne an!!

Von Landstraßen, Mähdreschern und anderen gefährlichen Dingen

Inzwischen hab ich zwei Fahrten auf Landstraße hinter mir >> 130 + 144 km. Bei meinen geringen Ortskenntnissen hier (komm eigentlich woanders her), war das ein echtes Erlebnis, aber so langsam wird meine “mental map” besser und eine Strecke, auf der man prima die Beschleunigung in der Nacheinfahrphase testen kann, hab ich heute auch gefunden Very HappyGestern war es ein ziemliches Rumgegurke, weil ich einmal komplett falsch abgebogen bin und mich in Ermangelung jedweder Ortsschilder völlig verfranst habe. Es ist echt übel, wenn man irgendwo zwischen A2 und B6 in Garbsen herumeiert und versucht, in eine andere Richtung außer Hannover zu fahren. Garbsen ist für mich ab sofort ein no-go!! Confused Wie gut, dass wir da mal mit der Fahrschule waren… da hab ich irgendwas von wieder erkannt und konnte mich doch noch auf und davon machen Wink

Nach 50 km, stand ich schon wieder auf einer falschen Abbiegespur in eine Sachgasse und denk mir noch: mein Gott - wie blöd kann man (=ich) sein?! Plötzlich zieht ein zweites Möppi neben mich und erkundigt sich nach der Ninja. Von da an wurde alles besser! Na, da da sowieso kein anderer außer uns “links abbiegen” wollte, haben wir also mitten auf der Kreuzung voller Autos einige Rotphasen lang einen Plausch (mein geerbter Schuberth-Helm ist leider wirklich sehr leise) gehalten, der damit endete, dass ich hinter der 125er mit Navi on Board hergefahren bin Smile

Leider ist es derzeit nicht möglich mit einer 125er Schritt zu halten Laughing Bei eine Drehzahl von 6000 im sechsten Gang ist spätestens bei 83 km/h Schluss. Die 125er bringst auf stattliche 135 km/h! Und außerdem war der Fahrer zwar fast 20 Jahre jünger, hatte aber 12000 km mehr Fahrerfahrung Cool Jedenfalls hat er eine sehr nette Sightseeing-Tour quer durch den Deister (für die Südländer: das hiesige Gebirge mit einer stattlichen Höhe von über 270 m!) mit mir gemacht und überall auf mich gewartet Very Happy Die gefäll- und kurvenreiche Strecke war definitiv zu schwierig für mich - jedenfalls bei diesem Tempo, was dort gefahren wird. Ich habe mich also als Einzige nach den Angaben auf den Verkehrsschildern gehalten und siehe da: es war plötzlich auch möglich, die Kurven halbwegs ok zu fahren. Gleich zu Anfang gabs allerdings eine extrem knappe Sache, aber Dank des Tests auf dem Übungsplatz wusste ich ja, dass die Reifen noch 1,x cm Reserve haben und so passte es dann in einer Linkskurve auch mit der schmalen Straße, die an dieser Stelle gottlob perfekten Asphalt bis zur aller äußersten Kante hatte, während der Mercedes-Fahrer sich nur wunderte, wer ihm da so entgegen schrotete… *Glück gehabt*

Heute habe ich mir dann einige Waypoints auf dem GPS markiert und bin mit einer normalen Motorradkarte gefahren (Magnet-Kartentasche von Louis für 6,95). Dieses Vorgehen hat sich bewährt und immer wenn ich doch mal ein Schild “Garbsen” sehe, biege ich konsequent in irgendeine andere Richtung ab Laughing Dennoch gab´s wieder zwei Situationen, die für mich einigermaßen besorgniserrregend waren.

Die erste:
New Holland-Mähdrescher, gefolgt von Trecker mit Eggen-/Walzenkombination um den Mähdrescher nach hinten abzusichern auf Landstraße neben Wald. Tja, mit dem Trecker bin ich oft selbst so hinterher gefahren, nur war ich diesmal auf dem Motorrad. Da ich die Strecke nicht kannte und auch am Mähdrescher nicht ausreichend vorbeischauen konnte, hab ich nicht weiter versucht, zu überholen, sondern bin erstmal hinterher gezuckelt - vielleicht so mit 35 km/h. War eh niemand anderer hinter mir. Dann schrotete von hinten ein chromblinkender knallroter und sehr flacher alter Mercedes-Cabrio heran. Ich fuhr schonmal ganz rechts… *zuckelzuckel*

Wenn ein Autofahrer meint, er könne den Mähdrescher und einen Trecker überholen, dann nur zu! Die Beschleunigung des Mercedes schätzte ich etwa so ein wie die der Ninja und beschloss, mich dann beim Überholen anzuhängen. Der Mercedes heulte auf, ich zog ebenfalls raus… Und was muss ich sehen?!?! Ein alter dunkelgrauer Golf mit roter Nummer kommt dem Mercedes (und mir) mit einer absolut aberwitzigen Geschwindigkeit entgegen geprescht Shocked und war genau auf Höhe des Mähdrescher-Schneidwerks! Ich also in die Eisen gegangen, um wieder hinter den Trecker zurück zu fallen, der Trecker macht eine Vollbremsung, weil der Mercedes hinten unter den Mähdrescher fährt und irgendwie vor dem Trecker auf die rechte Spur muss. - Wie gut, dass der New Holland hinten so hoch war, der Mercedes Cabrio so niedrig, der Trecker so “langsam” gebremst hat und ich nicht an der Egge hängen geblieben bin, weil ich meinerseits scharf genug bremsen konnte. - Ich habe dann mal am nächsten Waldweg Halt gemacht und nachgeschaut, wo ich weiter langfahren muss… Nach dem Gucken wieder etwas im Leerlauf wegen der Motorschmierung gewartet und wieder losgefahren. In einigen km Entfernung zuckelten dann schon eine ganze Reihe von Autos hinter dem Mähdrescher her, der dann auch tatsächlich abbog, als ich mich ihm erneut näherte Smile

Die zweite:
Ich war wieder irgendwo rangefahren, hatte aber schon 100 km gefahren und beschloss nach einem Blick auf die Karte evt. zu wenden, um doch die andere Strecke zu nehman. Also Seitenständer raus und erstmal absteigen… aaargh!!! Die Maschine kippt nach links, weil der Seitenständer eben wohl nicht ganz raus war und ich denk nur: “Nein, nein, nein!!! Du fällst mir jetzt nicht so einfach hin!!!” Für - keine Ahnung - zwei, drei Sekunden (???) hänge ich halb auf der Kleinen, linkes Bein fest unten stehend, rechtes Bein kommt partout nicht mehr auf den Boden, da die Maschine schon halb unten ist… Ich war stocksauer, hab sie mit der ganzen mir zur Verfügung stehenden Kraft am Lenker hochgezerrt und sie dann mit dem rechten Bein wieder aufgefangen. Danach war ich viel, viel fertiger als nach dem Überholmanöver oder der rasanten Kurve vom Vortag und ich brauchte echt erstmal eine Pause. Schließlich sollen, wenn irgend möglich, auch die Sturzpads heile bleiben Cool

Auf der Rückfahrt gab´s dann eine Huckelpiste von 15 km (ein Hoch auf die niedersächsische Straßenbaukunst…), jede Menge Wind und einige Äste auf der Straße. Ich hätte nicht gedacht, dass man fast umgefegt werden kann, wenn man an einer Ampel hält, aber da merkt man schon den negativen Effekt der Verkleidung der Kleinen. Andersherum ist die Verkleidung genau so, dass ich keinen Nierengurt brauche. Einigemale hab ich echt gedacht: mensch, den darf ich aber das nächste mal nicht mehr ummachen… das ist einfach zu heiß, aber dann ist mir eingefallen, dass ich ihn gar nicht um hatte.

Sonst war die ganze Fahrt eine echte Wonne! Die Strecke werde ich öfter fahren, weil es nur gut überschaubare Kurven und wenig Verkehr gibt. Die Straßenbeläge sind auch in Ordnung und so schrecklich viele Ortsdurchfahrten sind es auch nicht. Man kann sehr gut beschleunigen oder halt auch so langsam fahren wie man es für notwendig erachtet, da keine Autos von hinten “schieben”. Nur beim Überholen, sollte man sich dann doch lieber auf die eigene Einschätzung verlassen als auf die wildfremder Menschen in Cabrios Confused

Ich glaube, es ist nicht so schlecht, dass man das Möppi sorgfältig einfahren muss. Sonst hätte ich heute deutlich mehr Gas gegeben als gut für mich gewesen wäre.

Das Fiepen war heute übrigens beim Abstellen wieder da. Es ist wirklich der Tank, wenn er sehr warm wird. Wenn man den Tankdeckel kurz einmal auf- und zumacht, ist es weg. Ich bin gespannt, wann ich das nächste mal tanken muss. Flüssigkeitsverluste sind nicht zu beobachten und besonders warm wird das Möppi auch nicht. Eine Sache ist absolut wichtig, habe ich festgestellt: man muss unbedingt die Maschine mindestens 1 Minute im Leerlauf laufen lassen, selbst wenn sie schon warm ist und nur ganz kurz aus gestellt wurde. Ich hab es gestern einmal nicht gemacht und man merkte deutlich auf den nächsten paar km, dass es ihrem Motor nicht zuträglich war.

Heute sind mir übrigens zwei kleine Ninjas entgegen gekommen Razz Die erste war ganz grün und der Fahrer ziemlich verdutzt über mein Gewinke und die zweite schwarz - und der Fahrer versuchte gerade alle Geschwindigkeitsrekorde zu brechen Cool Den imposantesten Kawa-Fahrer gabs allerdings gestern zu sehen: eine super-geniale und sicher sehr teure grün-weiße Renn-Lederkombi - achtung - auf einer blauen ER6n *grins* Der muss wohl gerade sein Fahrzeug gewechselt haben?!

Glühender Asphalt II

Hallo,eigentlich wollte ich ja gestern schon antworten, bin dann aber doch nicht dazu gekommen. Zu müde!

Gestern stand in der Zeitung, dass Hannover vorgestern die heißeste Landeshauptstadt war Smile 35,1°C im Schatten auf dem Flughafen und von dem war ich nur sehr wenige km entfernt auf diesem wunderbar sonnig übersichtlichen Parkplatz, von dem ich gleich hoffentlich noch irgendein Bild hier reinstellen kann.

Nur die am häufigsten befahrenen Bereiche von dem Parkplatz sind geteert, der Rest ist geschottert und gestern war er komplett frei. Auf dem am späten Morgen aufgenommenen Bild ist unten noch eine “mobile Gärtnerei” zu sehen, aber auch die ist derzeit nicht da. Ab und zu kommen noch ein paar Radfahrer vorbei oder Kradfahrer, die irgendetwas kontrollieren wollen etc. Vorgestern gab´s nur die Feuerwehrübung mit Riesenfontaine, Fotoshooting und ultraschnell verdampfendem Wasser.

Ich denke mal, unter diesen Bedingungen durfte die kleine Kawa auch ruhig etwas zischen und blubbern als ich sie einige Zeit im Schatten abgestellt hab. Das war wohl wirklich Sprit und Kondenswasser, für Öl erschien es mir sofort zu dünn. Der ominöse Schlauch, der für die Belüftung des Tanks sorgt, endet auch in etwa da, wo es nass war. Das hab ich mir gestern noch angeschaut. Andere in Frage kommende Schläuche gibts an der Stelle, wo etwas runtergetropft war, nicht bzw. waren die alle staubtrocken und wo sie erstmal abgekühlt war, tropfte auch nix mehr.

Ich hatte vorgestern ziemlich voll getankt und der Tank ist wegen der akuten Sonne mächtig heiss geworden. Die ca. 17-jährige Fahrschulsuzi wäre nach den ganzen km-langen Fahrmanövern kaum noch für mich handlebar gewesen. Da fährt sich der Einspritzer sehr viel angenehmer und ist auch lediglich “mittelheiß” geworden. Ich hab dann aber entsprechend trotzdem eine Pause gemacht, weil mir zu warm wurde und ich mich erstmal “belüften” musste.

Landstraßenfahren ist für mich wesentlich einfacher als Fahrübungen. Im Verkehr bewege ich mich dann wohl doch sicherer als jemand, der gerade frisch 16 oder 18 geworden ist - auch wenn ich in den 20+ Jahren, in denen ich den Klasse 3 Führerschein habe, besonders in den letzten Jahren nur noch sehr, sehr sporadisch gefahren bin und mit der ein oder anderen Verkehrsregel auf Kriegsfuß stand und mich erstmal wieder dran gewöhnen musste, wie schnell man eigentlich wo fahren darf und wo man tunlichst in welchem Abstand parkt. Mir gings also vorgestern wirklich nur um die reine Fahrzeugbeherrschung, denn am Wochenende ist der Übungsplatz vermutlich mit Flohmarkt und / oder Autos komplett belegt. Und tatsächlich gabs gestern in Schüben richtige Unwetter…

Und auf Schotter fahren würdet Ihr also nicht…???

Naja, ich bin von´s Land und weiss, dass ich früher oder später in jeden Feldweg reinfahren werde Wink wenn ich das für notwendig halte. Halt so wie mit dem Auto auch. Da fahren auch ganz viele Pseudo-Jeeps herum, deren Fahrer sich vor Schlamm und aufgeschrappten Ölwannen fürchten *lach* Ich wundere mich dann immer nur, was die ihren Fahrzeugen alles nicht zutrauen. Irgendwo hat noch jeder einen Trecker gefunden, der im Falle eines Falles wieder rauszieht Wink Brenzlig wird es erst, wenn der erste Trecker bis zur Achse festsitzt und man dann den nächsten braucht, aber das kann ich mir beim Rausziehen eines Autos beim besten Willen nicht vorstellen.

Also ich glaub´man sollte das Fahren auf nicht geteertem Untergrund schon können. Läuft bei Bernt Spiegel unter dem Stichwort “Flucht ins Gelände”. Wechselt der Belag von Grau auf Grün, Arsch hoch Kupplung ziehen… und vorher, so lange Grip da ist, so scharf wie möglich bremsen. Bis ich mich das aber traue, dauerts noch eine Weile. - Es hat ja keinen Sinn, wenn man Angst hat, auch nur gerade oder in großen Kreisen über Schotter zu fahren, weil man denkt, man packt das nicht und macht sich ohnehin lang.

Habe in grauer Vorzeit (unfreiwillige) “Übungsfahrten” im Auto von meinem Vater bekommen. Da haben wir auch Aquaplaning-Situationen provoziert - allerdings mitten im ländlichen Straßenverkehr. Hat trotzdem viel gebracht, sonst hätte ich später einmal in einem hohen Bogen den Abgang in eine Mega-Böschung gemacht… *hüstel* mit seinem Auto. Durch die ganze Überei hab ich´s aber noch in den Griff bekommen. Allerdings führt das langfristig dann wohl zu einer riskanteren Fahrweise… ist wie bei Fahrradfahrern, die mit Helm fahren. Wenn man da einen sieht, muss man auch in Deckung gehen Wink

Heute kommt dann die Landstraße dran!!