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Archiv der Kategorie Motorrad
Polly Evans: Wo die echte Kerle wohnen - Eine Frau auf Motorrad-Safari durch Neuseeland
23.2.2011 by Erdwesen.
Evans, Polly: Wo die echten Kerle Wohnen - Eine Frau auf Motorrad-Safari durch Neuseeland
(Englischer Titel: Kiwis might fly. Around New Zealand on two big wheels.).
Lesezeit: an 3 aufeinander folgenden Tagen
Dieses Buch fand das Erdwesen auf dem Wühltisch. Länderbeschreibungen sind immer nett, also griff das Erdwesen zu. Große Erwartungen an das Buch hatte sie nicht. Und tatsächlich beschreibt die Autorin nur Ihre Reise von Nord nach Süd einmal quer durch Neuseeland. Als Aufhänger nennt sie den angeblich aussterbenden Neuseeland-Mann, von dem die Autorin in einer Zeitung gelesen hatte und sie möchte nun prüfen, ob er wirklich vom Aussterben bedroht ist oder ob sie ihn doch noch irgendwo in der Wildnis aufspüren kann.
Das Buch ist weder wirklich gut, noch schlecht. Erkennbaren Sprachwitz gibt es nicht und auch der Satzbau ist nichts außergewöhnliches, was den Leser in irgendeiner Art und Weise fordern könnte. Das mag aber möglicherweise an der Übersetzung ins Deutsche liegen, denn da hat der Verlag sich wohl gedacht, dass die Deutschlesenden eher auf “Wo die echten Kerle wohnen” stehen als auf die Aussage “Kiwis might fly”. Wer weiß auch hier zu lande schon, dass Kiwis, den Pinguinen ganz ähnlich, auch nur laufen können, aber keinesfalls fliegen?! Das ewig wiederkehrende Thema mit den “echten Kerlen” wirkt aus dieser Perspektive ein klein wenig - ja was? - unpassend, aufgesetzt, seltsam - aber nun gut.
So beginnt denn die geneigte Leserin mit der Lektüre und gleich auf den ersten Seiten weiß sie nicht so recht, ob sie das arme Menschenkind, welches nun ausgrechnet ihre ersten Fahrversuche nach dem Führerschein auf dem Motorrad am anderen Ende der Welt aus machen muss, bemitleiden oder beneiden soll. Letzten Endes ist es wohl eher Mitleid und die ungelöste Frage: Wie kann es sein, dass ein Motorrad keinen weiteren Schaden außer einem zerbrochenen Topcase nimmt, wenn es ständig umfällt?! Spiegel und Hebel sind möglicherweise nicht so wichtig, auf den verkehrsarmen Straßen der Nordinsel… aber zum Glück findet die Autorin immer noch irgendwen, der ihr beim Hochwuchten der Maschine, einer 650er Suzuki Freewind, zur Seite steht.
Das Verhältnis zwischen Motorrad und der Autorin ist ein herzliches und zugleich im Verlauf des Buches sehr schon dargestelltes und facettenreiches. Sie spricht mit ihm und tätschelt es oder beäugt es wie einen ernstzunehmenden Gegner. Da gerät die Schilderung der neuseeländischen Nordinsel das ein oder andere Male fast in den Hintergrund. Als wäre die Auseinandersetzung mit dem Motorrad nicht schon schlimm genug, kommt dann auch noch die Auseinandersetzung mit dem neuseeländischen Lebensstil hinzu. Freundlichkeit, harte Arbeit und ein Alkoholkonsum, der seinesgleichen sucht. Erdwesen hätte vielleicht die Motorradfahrt geschafft und auch das Wolle-Auflesen, ganz sicher aber nicht die zahlreichen Biere, zu denen sich die Autorin genötigt sah. Englische Frauen scheinen doch trinkfester zu sein als ihre männlichen Landsleute.
Auf der Südinsel wird dann alles besser. Endlich kann die Autorin Vertrauen in ihre Fahrkünste fassen und sich so mehr Zeit für die Beschreibung der Landschaft und der Neuseeländer/innen nehmen, die sie auf ihrer Reise trifft. Fast hat man den Eindruck, sie wird von Bekanntem zu Bekanntem weiter gereicht. Die Fahrt muss lange dauern, aber wie lange genau, das hat das Erdwesen wohl überlesen. Ein paar Monate soll die Reise dauern und das tut sie dann auch wohl.
Viel interessanter als das Buch muss die Persönlichkeit der Autorin sein, die sich waghalsig ins Abenteuer stürzt und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln und mit all ihrer Kraft versucht, einen wahrhaften Eindruck von Neuseeland zu bekommen und zu vermitteln. Es ist eine Reisebeschreibung mit dem Fokus auf die Menschen Neuseelands und doch hat das Erdwesen den Eindruck, dass diese Reisebeschreibung nur für die Autorin genau so wirken kann wie sie es tut. Ein normalsterblicher Neuseeland-Reisender wird kaum so viele Experimente machen, wie die Autorin beispielsweise bei den Schafscheerern. Da bleibt es dann für Nachahmer wohl eher bei der Betrachtung der atemberaubenden Landschaft und der neuseeländischen Gesellschaft von außen. Ja, vielleicht mangelt es dem Buch - insbesondere auf der Nordinsel - tatsächlich an fundierten Beschreibungen, die den Leser anspornen sich einmal selbst auf die Reise zu begeben.
Kein gutes Buch, kein schlechtes Buch. Aber wie gesagt, vor dem Buch, hatte sich das Erdwesen noch niemals für Neuseeland überhaupt interessiert und schöne Straßen scheint es insbesondere auf der Südinsel zu geben. Vielleicht brauchen Reiseberichte im 21. Jahrhundert auch einfach einen gesellschaftlichen Aufhänger, selbst wenn es sich dabei nur um den ausgestorbenen und inzwischen veränderten Kiwi-Kerl handelt, denn eigentlich ist ja schon jede Ecke des Planeten bekannt, die man mit einem Motorrad erreichen überhaupt erreichen kann.
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Ninja-Forum platt :-(
2.10.2010 by Erdwesen.
Mit Schrecken hat das Erdwesen heute Nacht festgestellt, dass das Ninja-Forum platt ist. Massenhaft php-Fehler. Also hat es sich daran gesetzt, die Beiträge ihres Frauchens zu retten - alles über den Google-Cache und soweit das noch möglich war.
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ADAC-Einsteigertraining für Motorrad (Übungen)
27.4.2010 by Erdwesen.
Hier die Übungen, die wir bei dem ADAC Einsteiger-Training gefahren sind. Die Übungen habe ich allesamt durchnummeriert, so dass man ggf. darauf Bezug nehmen kann. An dem Training haben 10 völlig unterschiedlich alte Personen teilgenommen, von denen mindestens die Hälfte den Führerschein erst seit etwas über einem Jahr oder seit noch kürzerer Zeit erworben hatten. Die andere Hälfte fuhr entweder schon lange Zeit, aber sehr, sehr wenig oder hatte zwischendurch jahrelang nicht gefahren. Insgesamt waren für das Training 8,25 Stunden angesetzt. Darunter waren eine Vorbesprechung von ca. 45 Minuten, 30 Minuten Mittagspause und eine Nachbesprechung von ca. 30 Minuten.————————————-
1. Lockeres Fahren über den Platz zur allgmeinen Orientierung
2. Fahren auf einer Geraden (ca. 30-50 km/h) und Balanceübungen
2.1 Fahren und dabei die linke Hand vom Lenker nehmen
2.2 Fahren, beide Hände am Lenker und auf die Fußrasten stellen
2.3 Fahren, beide Hände am Lenker und ein Bein auf den Sitz legen
3. Übungen im Schrittempo
Ziel ist der dauerhaft abgestimmte Einsatz von Kupplung + Gas und Hinterradbremse zum Stabilisieren des Langsamfahrens.
3.1 Fahren durch zwei parallel ausgelegte Seile. Die Seile haben etwa einen Abstand von geschätzt ca. 25-30 cm.
3.2 Slalom durch Hütchen wie bei der Fahrschulprüfung
3.3 Slalom durch Hütchen wie bei der Fahrschulprüfung, jedoch stehen die Hütchen ein klein wenig enger, man kann auch leichtes Gefälle in die Strecke einbauen
4. Wohin kippt die Maschine, wenn man beim langsamen abbiegen “zu langsam” wird, weil man beispielsweise die Vorderradbremse betätigt? Die Maschine kippt in die Richtung des Lenkereinschlags. Übung: Maschine schieben, Lenker einschlagen, dann Vorderradbremse ziehen. Sollte man aber nur zu der Seite hin ausprobieren, wo man selbst gerade steht…
5. Bremsübungen (30, 40, 50 bis maximal 70 km/h). Es soll erst dann eine höhere Geschwindigkeit gewählt werden, wenn die Übungen im unteren Bereich gut absolviert wird.
5.1 Fahrzeug normal abbremsen
5.2 Fahrzeug nur mit der Vorderradbremse so stark wie möglich abbremsen. Dabei wird, bis die Gabel eintaucht, nur bis zum Druckpunkt abgebremst und dann erst die Bremse voll durchgezogen. Sollte das Vorderrad blockieren, muss die Bremse schlagartig gelöst werden. Die Bremsung soll jedoch unbedingt ohne Vorderradblockade ausgeführt werden!
5.3 Fahrzeug nur mit der Hinterradbremse so stark wie möglich abbremsen. Dabei soll die Hinterradbremse von jetzt auf gleich vollständig durchgetreten werden. Dies führt zu einer Blockade des Hinterrades. In der Übung sollte die Hinterradblockade beibehalten werden. (Anmerkung: In der Fahrschule habe ich jedoch gelernt, dass das Schwachsinn ist, und dass man in diesem Falle die Hinterradbremse löst und augenblicklich wieder betätigt. Von daher habe ich es auch in der Übung so gemacht, wie ich es gelernt hatte und hinterher gesagt, dass ich diese Übung unnötig fand, was mir einen vorwurfsvollen Vortrag darüber einbrachte, dass diese Übung vom ADAC für sinnvoll befunden wird und deswegen gefahren werden muss.)
5.4 Gefahrenbremsung.
Aus ADAC-Sicht ist es unmöglich, Vorder- und Hinterradbremse so zu betätigen, um aus beiden Bremsen das maximale heraus zu holen. Deswegen soll man sich allein auf die Vorderradbremse konzentrieren, um eine Vorderradblockade zu vermeiden und die Hinterradbremse einfach komplett durchtreten, da das Motorrad auch mit blockierendem Hinterrad weiter geradeaus fährt. (Anmerkung: In der Fahrschule legte mein Fahrlehrer beim fortgeschrittenen Üben darauf wert, dass das Hinterrad nicht blockiert und man möglichst lernt, die Hinterradbremse entsprechend zu lösen und dann erneut zu betätigen, während man die Vorderradbremse natürlich gezogen hält.)
Um einen Vergleich der einzelnen Bremsversuche zu machen, sollte man sich nochmal heraussuchen, was die Werte für die in der Fahrschule gelernten Bremswege sind und dann z.B. mit Kreide entsprechende Markierungen ziehen. Erst dann sieht man ja, ob das eigene Bremsen nach und nach immer besser funktioniert. Bei 50 km/h kann man jedenfalls auf einen Bremsweg von unter 12 Metern kommen.
Noch etwas Interessantes: Die Empfehlung des ADAC lautet (derzeit), man solle alle vier Finger zum Bremsen (und für das Kuppeln) nehmen. Die Begründung lautet, dass man vier Finger gleichzeitig schneller vom Bremshebel nehmen kann, als z.B. zwei, wenn zwei sich noch auf dem Gasgriff liegend befinden. (Beim Bremsen wird grundsätzlich die Kupplung mit gezogen.) - Ich denke nicht, dass man das so pauschal so sagen kann. Es gibt Situationen, wo man sich, weil man das Bedürfnis hat, auf dem Motorrad sitzen zu bleiben, an den Lenker krallt, um nicht darüber hinweg zu fliegen. Das führt dazu, dass man die Bremse voll durchzieht und nicht mehr lösen kann, wenn man alle vier Finger an der Bremse hat. Hat man hingegen nur zwei Finger an der Bremse, kann man zugleich den Lenker “festhalten” und so trotzdem die zwei Finger von der Bremse nehmen. Der Festkralleffekt greift nicht, folglich wird die Bremse auch nicht voll durchgezogen, wenn dies nicht sinnvoll ist. Dass man sich dadurch zwei Finger bei der Ninja einquetscht ist nicht zu befürchten, da man die Bremse ja überhaupt nicht bis zum Griff ziehen kann - ganz im Gegensatz zu z.B. einer Honda-Bremse, die sich sogar bei einer neuen Maschine total schwammig anfühlte und tatsächlich bis an den Gasgriff durchgezogen werden musste. Zum Kuppeln sollte man aus meiner Sicht ruhig immer alle vier Finger nehmen. Es passiert ja nichts schlimmes, wenn die Kupplung gezogen bleibt. Mein Eindruck ist außerdem, dass es auch noch abhängig von der Lenkerhöhe ist, ob es zum “Festkralleffekt” kommen kann oder eher nicht. Bei der Ninja ist das jedoch meiner Ansicht nach definitiv der Fall, da der Lenker tiefer ist als bei vielen anderen Motorrädern und man so in bestimmten Situationen schneller das Gefühl hat, dass man über den Lenker hinweg abheben könnte. (Beim unvermeidlichen Sturz muss man den Lenker in JEDEM Falle sofort loslassen, da der Mensch eine bessere Flugbahn hat als das Motorrad!! - Das wurde aber nicht vom ADAC gesagt. Das war nur der Kumpel meines Fahrlehrers, der ein erfahrener Motorradsturz- und Frontalaufprall-Experte ist. Man kann es nicht üben, aber man sollte sich diese Situation z.B. im Bett liegend so oft wie möglich vorstellen, um sich im Notfall daran zu erinnern, um dann wirklich den Lenker los zu lassen.)
6. Wenden.
Ziel der Übung ist es, möglichst knappes Wenden (z.B. auf einer Straße) zu üben und dabei die richtige Blickführung anzuwenden. Zu langsam sollte man dabei auch nicht sein, denn sonst kippt man um.
Hütchenaufstellung:
x—–x——————–x—-x—-x—-x—-x
Man fährt (in der Abb. von unten) zwischen das rechte und zweite Hütchen von rechts ein, dreht dann den Kopf so nach links, dass man die beiden etwas weiter auseinanderstehenden Hütchen auf der linken Seite, zwischen denen man hindurchfahren will, sieht und fährt dann die Wendung zu Ende.
Zuerst fährt man durch die ganz rechten beiden Hütchen, dann zwischen das dritte und zweite Hütchen von rechts und so weiter, bis man die Wendung nicht mehr enger fahren kann. Wichtig bei der Übung ist, dass man tatsächlich ausschließlich genau die Stelle zwischen den beiden linken Hütchen anpeilt, durch die man hindurchfahren will. Da allein der eigene Blick die Maschine “lenkt” funktioniert die Übung nur so. Allerdings kostet das ganze ziemliche Überwindung, da man zum Zeitpunkt der eigentlichen Wendung nichts anderes mehr anschauen kann, weil man ja spontan durch das Wenden die Richtung wechselt. Darum muss man diese Sache wirklich mehrfach üben. (Ich finde das ist die schwerste Übung von allen.)
8. Kreisfahrt bzw. Kurvenfahrt
Gemeint ist hier ein Kreis, der so riesig ist, das zwei Motorräder, die um 180° versetzt fahren mit 50 km/h ganz locker reinpassen. Es ist also wirklich ein sehr großer Kreis, den man z.B. auch mit einem LKW mit Anhänger relativ schnell durchfahren könnte.
8.1 Technik “Legen”: Motorrad und Fahrer bilden eine Line, wenn man von vorne guckt. Nur der Kopf des Fahrers ist gerade aufgerichtet, damit der Horizont weiterhin in gewohnter Art und Weise wahrgenommen werden kann - also waagerecht. Fußballen auf die Fußrasten und hochschalten bis 50 km/h. Nachteil dieser Technik: Man braucht sehr viel Platz, wird also sehr breit auf der Fahrbahn - halt wie ein Auto.
8.2 Technick “Drücken”: Motorrad ist schräg, Fahrer sitzt aber gerade, indem er mit dem Hintern auf diejenige Kante vom Sitz rutscht, die vom Kreis nach außen zeigt. Das ist die vorrangige Technik, die man beim Ausweichen anwenden sollte. Außerdem braucht man sie immer dann, wenn man plötzlich nur noch ganz wenig Platz auf der eigenen Fahrbahn hat, weil z.B. jemand die Kurve schneidet. Die Gefahr dabei ist, dass man das Motorrad in eine solche Schräglage bringt, dass die Reifen die Haftung verlieren. Kommt wohl insbesondere daher, weil wir uns tatsächlich auf die äußere Sitzkante setzen sollten. Dann hat man selbst nämlich plötzlich gar keinen Respekt mehr vor der Schräglage, denn man selbst merkt ja körperlich nichts davon.
8.3 Technik: “Hang-Off”: Soll man nicht im Straßenverkehr machen, weil man als Fahrer dann schlicht so tief hängt, dass die allgemeine Verkehrsbeobachtung unmöglich wird. Schließlich hängt man ja neben dem Motorrad, welches aufrechter steht als der Fahrer daneben.
9. Ausweichen während der Kreisfahrt ab 30 km/h.
Auf die Kreisbahn wird eine Ausweichhütchengruppe aufgebaut:
———-x—–x [Ausfahrt-Tor]
—-x–x–x–x–x–x–x [Hinderniss]
———-x—–x [Einfahrt-Tor]
Dazu gibt es ein Eingangs- und ein Ausgangstor, welches durchfahren werden muss. Man testet nun das Ausweichen ohne Bremsen (Kupplung dabei ziehen!) zum inneren und später dann zum äußeren Rand der Kurve hin und überprüft, wo die jeweiligen Schwierigkeiten liegen.
10. Bremsen während der Kreisfahrt mit ca. 50 km/h.
Diese Übung ist mir weiterhin ein Rätsel. Auf jeden Fall sollten wir mit 50 km/h den Kreis befahren und dann die Vorderradbremse betätigen. Auf keinen Fall sollten wir die Hinterradbremse benutzen. (Anmerkung: Ich habe die Übung nicht verstanden, aber das Motorrad richtet sich beim Bremsen natürlich auf und man muss durch Lenkereinschlag die Linie wieder berichtigen. Keine Ahnung, was ich dabei alles falsch gemacht habe, jedenfalls schaute mich die Trainerin bei jedem Versuch erneut säuerlich an…)
11. Weite Slaloms ab 30 km/h, 50 km/h
11.1 Auf relativ gerader Strecke wurde die gestrichelte Mittellinie als Marker für die Slalomfahrt verwendet. (Anmerkung: Das habe ich auch nicht verstanden, denn die, die vor mir fuhren, schienen den Slalom gar nicht so richtig zu den Seiten hin aus zu fahren. Sie brauchten dafür vielleicht insgesamt 1 Meter Platz und da ist es natürlich schwierig, immer zwischen die Linien zu treffen. Naja. Keine Ahnung, wo das Problem lag. Vielleicht bin ich auch etwas zu schwungvoll gefahren, aber ich dachte mir, dass ich vielleicht mal den vorhanden Platz ausnutze.)
11.2 Zwischenübung, die sehr viel Wiederworte in der Teilnehmergruppe erzeugte. Auch hier ist mir nicht klar, was diese Übung uns vermitteln sollte, also beschreibe ich sie mal:
Es wird auf gerader Strecke auf knapp 50 km/h beschleunigt. Dann nimmt man die Gashand vom Lenker und hebt sie hoch in die Luft. Zugleich nimmt man den linken Handballen und drückt vor den linken Lenkerstummel. Erfolg: man wird sofort langsamer und die Maschine zieht nach links. Ich fand die Übung ehrlich gesagt, für eine nicht gerade breite Straße nicht so geeignet, da man doch relativ schnell in die Nähe des Grases gelangt. (Der Begriff “Lenkimpuls” wurde übrigens in diesem Zusammenhang von der Trainerin nicht genannt.)
12. Ausweichen auf gerade Strecke ab mit 30 km/h und 50 km/h
Für diese Übungen wird ein mittiges Einfahrt-Tor aus zwei Hütchen hingestellt. Genau 12 Meter dahinter ist ein Hütchen-Hinderniss-Aufbau. Wieder 12 Meter dahinter kommt das mittige Ausfahrt-Tor aus zwei weiteren Hütchen.
12.1 Ausweichen ohne Bremsen in die eine oder andere Richtung
Beim Ausweichen muss man die Kupplung ziehen, um langsamer zu werden. Ist das Hinderniss vorbei und die Maschine wieder gerade, muss man die Kupplung wieder kommen lassen und aus dem Ausfahrt-Törchen heraus beschleunigen.
12.2 Ausweichen mit Bremsen in die eine oder andere Richtung
Es wird ab dem Hütchen für das Einfahrt-Tor gebremst, die Bremse gelöst und dann ausgewichen.
12.3 Bremsübung im Ausweichparcour mit Hindernis
Es wird ab dem Hütchen für das Einfahrt-Tor so stark wie möglich für genau 1 Sekunde gebremst (laut 21 rufen - dabei deutlich sprechen), aber dann durch das Hindernis hindurch beschleunigt, um wieder auf die Anfangsgeschwindigkeit zu kommen. Quintessenz: Man bekommt eine Gefahrenbremsung bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h meistens auf einer Distanz von 10 oder 12 Metern hin. Von daher soll man Hindernissen nur dann ausweichen, wenn man schneller ist als 50 km/h. Ist man langsamer als 50 km/h, dann macht man lieber eine Gefahrenbremsung und fertig. Es war irgendwie auch eine rechnerische Größe und hatte noch etwas mit der Reaktionszeit zu tun. Jedenfalls liegt man mit einer Gefahrenbremsung laut ADAC bis 50 km/h bei einem plötzlich auftauchenden Hinderniss immer richtig.
12.4 Ausweichen ohne Bremsen, aber mit “wechselndem” Hindernis
In Übung 12.1 durfte man selbständig entscheiden, ob man nach rechts oder links ausweichen möchte. Für diese Übung braucht man eine zweite Person, die 16 Meter vor dem Hindernis anzeigt, ob sich das Hindernis rechts oder links befindet. Die Person steht so weit hinter dem Ausfahrt-Törchen, dass sie in jedem Falle “sicher” plaziert ist und damit jegliche Gefährdung durch den Fahrer für sie ausgeschlossen ist. Beim ADAC wurde das mit Handzeichen gemacht, das sieht dann aber so aus, als ob eine Richtung angzeigt wird. Es ist wohl besser, die Person hat z.B. einen bunten Ball oder eine Fahne in der Hand und zeigt damit das Hindernis rechts oder links an, welches es zu Umfahren gilt.
13. Übungen auf Schotterplatz
Der Schotterplatz war eigentlich ein Nebenparkplatz des ADAC-Geländes.
13.1 Leichtes Fahren auf Schotter bis 40 km/h
13.2 Vorderradbremsung bei 40 km/h
Ziel der Übung ist es, das Vorderrad zum Blockieren zu bringen. Da man in diesem Fall schlagartig die Vorderradbremse lösen muss, wird zunächst eine Trockenübung gemacht. Man zieht die Vorderradbremse schlagartig zu, um sie dann ebenso schnell wieder vollständig zu lösen. Nach der Vorderradblockade kann weitergefahren werden.
13.3 Gefahrenbremsung bis 40 km/h ohne dabei ins Rutschen zu geraten
(Anmerkung: Die Übungen unter Punkt 13 haben noch vier von 10 Teilnehmern mitgemacht, von denen einer ABS hatte. Bei allen anderen war einfach nach 8 Stunden die Konzentration nicht mehr da. Teilweise hatte man das auch schon ab Übung 12.1 gesehen. Ich bin ja schon so einige Male auf Schotter gefahren, aber der war wirklich schlimm, weil es auch viele größere Geröllstücke und tiefe Löcher gab. Ich hatte schon Probleme überhaupt anzuhalten, weil ich mit den glatten Motorradschuhen im Stand kaum Halt finden konnte. Ich denke nicht, dass die Ninja mit Originalbereifung geeignet ist, auf so einem Terrain 40 km/h zu fahren.)
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Bernt Spiegel - Die obere Hälfte des Motorrads (Buch)
20.4.2010 by Erdwesen.
Hey, ich habe das Buch “Die obere Hälfte des Motorrads” von Bernt Spiegel komplett gelesen, aber es ist wirklich harte Kost!
Ich glaube, wenn man erst fahren kann (also den Führerschein hat), dann ist es schon sehr mühselig, beim Lesen durchzuhalten, aber als Vorbereitung auf die ersten Fahrstunden fand ich es als Zeitvertreib gut
Ich denke, es ist kein Buch, was man von vorne bis hinten durchlesen sollte und die verwendete Sprache ist schon arg wissenschaftlich. Kann man glaube ich unmöglich alles behalten… Habe dann zum bestandenen Führerschein auch noch ein weiteres Exemplar geschenkt bekommen, was ich dann aber sofort fast zum Neupreis verkauft habe. Ein Gutes hat es aber, wenn man das Buch gelesen hat. Man kann sich alle weiteren Artikel über das Motorradfahren sparen, weil die doch alles nur Wiederkauen ![]()
Was ich gut fand, sind die folgenden zwei Abbildungen.
Die eine zeigt die “Schräglagenfreudigkeit” eines Anfängers, eines normalen, eines ziemlich guten Motorradfahrers und eines Profis (S. 131). Die Abbildung kann ich gut nachvollziehen und ich hab damit erst begriffen, wieviel Reserve man beim Fahren diesbezüglich hat.
Die zweite Abbildung, die mich beeindruck hat, ist die auf Seite 165, wo dargestellt ist, dass auf einer zweispurigen Autobahn eigentlich 6 Autos nebeneinaner Platz haben. Da fragt man sich, warum es noch so häufig zu Auffahrunfällen kommen muss. Eigentlich liegt es nur an unserem Drang, genau in einer Reiche hintereinander zu fahren. Genau das sollte man als Motorradfahrer aber nicht tun. Zur Not kann man dann immer noch rechts oder links neben das vorausfahrende Fahrzeug ziehen. Wenn ich allerdings sehe, wie ich auf der Vahrenwalder hinter einem Auto stehe und wie andere Motorräder hinter einem Auto stehen, dann stehen eigentlich alle außer mir mittig dahinter… und das gibt mir dann auch wieder zu denken. Aber mittig ist für mich sowieso ein no-go… in der Mitte ist die Straße höher und demnach dann meine Beine kürzer ![]()
Bei vielen anderen Dingen fand ich, dass wir in der Fahrschule wohl ein recht modernes Lehrbuch gehabt haben. Das stand da nämlich weitestgehend auch schon alles drin. Nur kürzer und verständlicher.
Es gibt auch noch ein Ergänzungsbuch “Motorradtraining alle Tage”. Mit den beiliegenden Lernkarten und den Aufklebern konnte ich aber wirklich gar nichts anfangen. Manche Beispiele und manche Texte sind ganz gut. Man muss sich wohl das heraus picken, was man gerade für sinnvoll hält.
Ich habe mal versucht, in wenigen Worten zusammen zu fassen, um was es in dem Buch geht. Entweder ich habe beim Lesen doch das meiste nicht verstanden oder die Quintessenz lautet:
- Stets locker und entspannt bleiben!
- Immer weit nach vorne gucken und abchecken, wo man ggf.hinziehen kann, wenns knapp wird (Fluchtwegsuche trainieren!)
- Beim Kurvenfahren stets die eigene “Breite”, die sich durch die Schräglage ergibt, mit einbeziehen, um die persönliche “optimale” Linie zu finden.
- Die “optimale” Linie ist vor allem vom eigenen Plan abhängig, den man macht, um durch eine Kurve zu kommen und ist damit bei jedem etwas anders.
- Wenn es in Kurven trotz allem knapper wird, als man sich gedacht hat: Legen, legen, legen!
Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist, dass sehr viele Sätze Verneinungen beinhalten. Dadurch ist es unleserlich. Als Verhaltenforscher müsste der Herr Autor das eigentlich wissen, dass man sich als Mensch nur positive Dinge merken kann. Damit gemeint ist: “Ich werde morgen keine Möhren kochen!!!” - Dann fragt mich jemand, was ich morgen wohl kochen werde - und das einzige, was mir einfällt, sind - oh Wunder?! - natürlich Möhren…
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Zustand der Straßen
18.3.2010 by Erdwesen.
Endlich wieder fahren! Zwar hatte ich nicht viel Zeit, aber immerhin etwas über 90 km hab ich dann doch geschafft. Zuerst Stop&Go raus aus der Stadt, dann etwas Übungsplatz, der ja bei uns ein ansonsten geschotterter Parkplatz mit geteerten Wegen dazwischen ist - sofern er “aufgeräumt” ist. Heute lagen auch die geteerten Bereiche voller einzeln liegender Schottersteine, wobei der Schotter Abmessungen von bis zu 6×4cm hat, was ein sinnvolles Üben unmöglich machte. Dann kam zur Entspannung noch eine kleine Umrundungsfahrt des Berufsverkehrs auf Land- und Kreisstraßen und mich traf fast der Schlag.
Der Zustand der Straßen?!
Teile sind von 70 auf 30 km/h beschränkt worden, weil sie so kaputt sind und sogar die Autos fahren Schrittempo (!) wegen der Schlaglöcher. Da inzwischen auch schon geackert wird, kommt noch Ackerboden dazu. Wenn man versucht, zwischen Ackerboden, Schlachlöchern und ausgefranstem Rand sowie auseinanderklaffender Mitte zu fahren, bleibt nicht mehr viel übrig, wo man noch fahren kann.
Zwei mal war die Straße komplett hin, da half nur noch von 80 auf 60 und weniger runter zu gehen und einfach irgendeine Spur zu halten - Lenker fest im Griff. Dazu kommen noch die Reste vom Kleinst-Schotter/Split wegen dem ewigen Eis, was wir hier hatten.
Bin gespannt, wie die diese Straßen wieder reparieren wollen. Es hat eigentlich nur ein Gutes: die Berufspendler scheinen sich momentan alle auf den Autobahnen lang zu quälen, weil die Landstraßen einfach komplett hin sind.
Sobald irgendwo ein Schild kommt “Vorsicht Straßenschäden” braucht es inzwischen nichtmal mehr eine Begrenzung auf z.B. 70 km/h, denn ich hab mich oft nicht mehr getraut, überhaupt noch 70 km/h zu fahren. Kurven sind zwar einsehbar - besonders weil ja noch kein Grün an Büschen und Bäumen ist, aber eine Kurve so zu fahren, wie man es sich vorgenommen hat, ist auf der Strecke, die ich heute abgefahren bin, kaum noch möglich, weil irgendwo ein fetter Längsriss prangt oder einfach die schon vorhandenen Flicken an allen Seiten aufgeplatzt sind. Heute hätte ich jedenfalls gerne eine Helmkamera gehabt, um den wirklich saumäßigen Zustand der Straßen im Norden der Region Hannover zu dokumentieren. Die Straßen waren schon immer schlecht, aber jetzt sehen sie so aus, wie ich mir Straßen in weit, weit entfernten und ganz armen Ländern vorstelle.
Und auf der einzig guten Fahrbahn, die mir heute untergekommen ist - die wurde nämlich letzten Herbst neu gemacht, was dazu führte, dass sie heute noch nass war - war gerade Krötenwanderung und von daher auch 30 km/h von 18 bis 8 Uhr. Naja. Hinter mir war keiner, aber ich hab trotz langsamen Fahrens keinen Hopser gesehen. Denen ist wohl doch noch nicht warm genug, sonst hätte ich den Slalom begrüßt ![]()
Die Straßen im Norden von Hannover bieten damit optimale Trainingsbedingungen und ich weiss nun, warum mir heute so viele fröhliche Enduro-Fahrer entgegen gekommen sind!
Wie sieht es bei Euch aus??
———–
Es stellte sich dann heraus, dass die anderen mehr vertrauen hatten, dass die Straßen in angemessener Zeit wieder repariert werden würde. In der Region Hannover scheint es wirklich die schlechstesten Land- und Kreisstraßen zu geben. Alles Geld fließt in die Schnellwege und Autobahnen…
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Kupplung am Fahrrad gezogen / Batterie im Winter
8.2.2010 by Erdwesen.
So, bei mir lässt die Winterderpression langsm nach… Allerdings auch nur, weil ich mich heute mit dem Fahrrad lang gemacht habe und nun ein dickes Knie habe *grrrrrr*. Damit könnte ich dann eh nicht Motorradfahren und Fahrrad geht natürlich auch nicht.
Leute, ich sag Euch: Fahrradfahren ist ja sooooo gefährlich!!
Hatte ich nicht gesagt, ich wollte eigentlich heute die Motorradklamotten auf dem Fahrrad anziehen?!
Mit DER Hose an, wäre aber auch nix passiert - außer dass das Fahrrad genau so verbogen wäre wie es das ist. Habs mir noch nicht wieder angeschaut, da mein Knie zuerst ´ne Pommes-Packungs-Kur brauchte… Mein armes, armes Fahrrad!
Es ist nur etwas neuer als die Ninja und ich hoffe nur, dass die Gabel nicht verbogen ist und es wirklich nur die verformte Vorderradbremse ist!!! Es ist ja sooooooo scheiße, wenn man zu allem Übel auf dem Fahrrad auch noch volle Kanne die Kupplung zieht. Und meine erste Reaktion auf das Fahrrad war noch: Warum haben sie denn nun die Hinterradbremse auf die rechte Seite und die Vorderradbremse auf die linke Seite gelegt??? - Antwort: Ja, das machen wir hier immer so! - Und ich Blödie hab das weder ändern lassen, noch selber ummontiert
Das wird das nächste sein, was ich bei diesem Fahrrad machen werde - sofern es nicht sofort eine neue Gabel braucht… ![]()
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Und nochmal zur Batterie. Sie ist dann vollständig kaputt, wenn nach dem Ladevorgang keine 12 Volt mehr zu messen sind. Das hatte ich nicht klar genug oben hin geschrieben. Meine relativ neue Batterie zeigt nach dem Laden allerdings 13,22 Volt. So kann man dann vielleicht abschätzen, wie sehr die Batterie schon gealtert ist, wenn man die gemessene Spannung direkt nach dem Ladevorgang vergleicht.
Natürlich kann man auch noch halbtote Batterien wieder zum Leben erwecken, aber sie sind danach nunmal wirklich schlechter und halten eben nicht mehr so lange, wie regelmäßig nachgeladene Batterien. Es ist das gleiche wie bei allen möglichen Akku-Batterien. Wenn man sie einfach leer in der Gegend rumliegen lässt, ist ihr jeweiliges Ende auf jeden Fall näher als, wenn man sie stets voll und relativ kühl liegen lässt und zu gegebener Zeit wieder nachlädt. Da hilft dann irgendwann auch keine Verjüngungskur mehr eines Super-Duper-Laderäts.
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So, jetzt trauert alle bitte mal um mein armes, armes Fahrrad. Das blödste ist, dass ich mich nicht direkt darum kümmern kann, aber ich glaube, es ist im Sinne meines Arbeitgebers, wenn ich das Knie erstmal hochlege und dann morgen per Straßenbahn wieder erscheinen kann…
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Urghs: Federvorspannung einstellen
9.11.2009 by Erdwesen.
Mittlerweile denke ich, dass die Federvorspannung auf Stufe 3 eingestellt werden muss. Also habe ich den Kettenschutz abgemacht und versucht, mit diesem einzigartigen Schlüsselchen (diese verniedlichende Bezeichnung erscheint mir irgendwie passend) aus dem Werkzeugsatz diese Einstellung von 2 auf 3 zu verstellen.
Ich bin ja nun nicht gerade jemand, der so überhaupt keine Kraft hat, aber … also es hat nicht geklappt.
Okay, ich sollte noch vorausschicken, dass ich in meinem Leben schon viele Schrauben so fest gezogen habe, dass es nur noch “knack” machte… und ich habe auch keine Hemmungen, eine Verlängerung auf einen Schraubenschlüssel zu stecken oder mit einer großen Zange oder einem Hammer irgendetwas so zu beeinflussen, wie ich es in dem Moment für richtig halte… nicht zu vergessen, zahlreiche ab- oder durchgebrochene Spaten und Spatenstile… mit anderen Worten: bin eine echte Grobmotorikerin ![]()
Also bevor bei mir ein Unglück geschieht:
Es scheint hier ja etliche zu geben, die diese Federeinstellung schon ein- oder mehrfach geändert haben. Habt Ihr das echt mit diesem Schlüsselchen hin bekommen??? - Wenn ja: Ihr habt meinen aller größten Respekt! - Eher wie sich damit dieser Einsteller bewegen lässt, liegt vermutlich bei mir das ganze Möppi auf dem Boden…
Das Problem: Die Feder steht genau so, dass ich die Verlängerung für das Schlüsselchen nicht aufstecken kann. Es verbleibt noch genau ein cm bis zum Hinterrreifen. Es ist unmöglich, das Schlüsselchen anders an zu sezten, da ich dann an die obere Kante der “Zacken” von der Fußrastenbefestigung komme (!). Ich kann den Schlüssel also in der Position nur schräg ansetzen. Das geht natürlich nicht, weil es ist ja kein ordentlicher Schlüssel, sondern nur diese halbe Portion ist ![]()
Die einzige Möglichkeit ist also, den Schlüssel extrem ungünstig ohne Verlängerung an zu sezten. Warum ich dann allerdings dafür vorher den Kettenschutz abmachen soll - macht bei mir überhaupt keinen Sinn, weil nicht in erster Linie der im Wege ist, sondern eher entweder der Hinterreifen (für die Verlängerung) oder aber gleich die linke Fußraste mit dem “Zacken” für ein vernünftiges Ansetzen des Schlüssels.
Notfalls bin ich ja auch bereit, die linke Fußraste abzubauen… aber das kann ja wohl nicht sein?! Es muss doch eine Möglichkeit geben, diesen Federvorspannungseinsteller um 1 zu verschieben?! Ich frage mich, ob deswegen die “Zacke” von der Fußraste im Wege ist, weil das Möppi vorsätzlich “tief” zusammengebaut wurde (aber ohne spezielle “Tieferlegung” - Die Tieferlegungssätze, die ich mir angeschaut habe, sind immer so, dass die Feder tiefer gelagert wird.).
Könntet oder konntet Ihr den Schlüssel vernünftig ansetzen, ohne das die “Zacke” der Fußraste im Weg ist/war? Oder gibts noch irgendwas, was das Verschieben des Einstellers erleichert? (Beispielsweise wenn sich jemand draufsetzt, während der andere versucht, den Schlüssel zu bewegen…)
Danke schonmal im Voraus fürs Nachdenken! Sonst werde ich es an einem guten Tag, wenn ich ausreichend Geduld habe, nochmal probieren oder bis zur 6000er Inspektion einfach auf Stufe 2 weiterfahren - weil: ob Stufe 3 nun wirklich besser ist, weiss ich ja auch nicht… und möglicherweise ist Stufe 4 auch nicht schlecht… aber dann eröffnen sich für das Ansetzen der Schlüssels zwischen Fußrastenanlage, Kettenschutz und Hinterreifen unter Umständen ja ganz andere Möglichkeiten, die vielleicht günstiger sind ![]()
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02.10.2010: Natürlich blieb alles beim Alten bis zur 6000er Inspektion, bei der dann die Tieferlegung eingebaut wurde, was für die Werkstatt alles klein Problem war. Nur als ich sagte: “Und bitte stellt noch die Federvorspannung eine Stufe höher”, wurde der Mechaniker ganz blass und musste erstmal um Rat fragen gehen: “Ja, können wir das? Haben wir überhaupt so´nen Schlüssel??” - Sie haben´s geschafft! - ;-) - Ihr seid TOP Jungs!
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Tankrucksack für die SE
8.11.2009 by Erdwesen.
Nach langem, langem Suchen habe ich jetzt endlich einen fast pefekten Tankrucksack gefunden. Er war allerdings auch ziemlich teuer. Es ist der “Stinger” von Held, der mit einer Grundplatte auf dem Motorrad befestigt wird. Eigentlich hatte ich ja nicht so viel Geld ausgeben wollen, aber ich hatte gesehen, dass von Held auch eine Grundplatte für die Heckbeförderung hat. Bei der habe ich dann über eine Stunde versucht, sie ans Halten zu bekommen: es war nix zu machen. Also hab ich die wieder zurückgegeben und habe dann die für rundliche Stahltanks genommen. Leider kostetet die etwas über 42 Euro. Ich bin fast in Ohnmacht gefallen… aber da ich durch ein “Versehen” an der Kasse den Rucksack selbst schon für 55 statt 69,95 Euro bekommen hatte… Ich meine, andere kaufen dafür Endschalldämpfer ![]()
Auf der heutigen Testfahrt mit dem nur leicht gefüllten Rucksack hat er sich bewärt. Zwar sind ziemlich viele Reißverschlüsse dran, wo ich noch üben muss, welcher wozu benutzt werden muss, aber er stört beim normalen Fahren nicht und lässt sich auch über der Schulter tragen. Wenn man ihn ganz groß auseinander macht, passt der Helm rein (nur so als Größenangabe). Dem Mitnehmen von den dicken Winterhandschuhen und zusätzlicher Kleidung steht jetzt also nichts mehr im Wege… und offiziell darf man mit ihm bis 160 km/h fahren
Was natürlich dann nicht mehr klappt ist das Zusammenkauern auf den Tank, von daher werde ich wohl immer die 160 km/h max einhalten können* ![]()
Dass der Tankrucksack nun weiß/schwarz statt schwarz ist, liegt übrigens daran, dass es ihn in schwarz nicht mehr gab, aber im Nachhinein betrachtet finde ich, dass er jetzt doch besser zum Möppi passt als der ganz schwarze.
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[* Die Spitzengeschwindigkeit einer Ninja 250R liegt bei ca. 160 km/h.]
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25 Jahre Ninja (Motorradfahrer 6/2009)
3.11.2009 by Erdwesen.
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GPS und Maximalgeschwindigkeit
2.11.2009 by Erdwesen.
Heute habe ich mich mal aufgerafft und etwas früher aus den Federn gekommen, so dass ich meinen Maximalgeschwindigkeitstest nicht auf der Autobahn, sondern auf der Bundesstraße machen konnte. Das war im Nachhinein betrachtet auch besser, weil ich auf der Autobahn sicherlich in dem Moment keine zwei freien Fahrspuren für eine “plötzlich nahende” Kurve gehabt hätte… so kam nur die Mittelleitplanke etwas näher als ursprünglich geplant und ein Auto war zumindest da nicht in Sichtweite. Gut für den Test war auch, dass es fast windstill war.
Hier nun das sensationelle Ergebnis: 167 km/h laut Tacho
Und die Ernüchterung: 151 km/h laut GPS-Messung
Mit einem höheren Reifendruck (z.Zt. wie Betriebsanleitung), einem leereren Tank und einer Diät, wären sicher 160 km/h laut GPS drin gewesen… Nein, ich denke, etwas ist noch Reserve drin, da ich wegen dem GPS auf dem Tank nicht optimal hinter der Scheibe lag, da das Teil ja noch die Satelliten empfangen können sollte. Was ich allerdings schon frappierend finde ist, dass Tacho und GPS ganze 16 km/h auseinander liegen! Die Ungenauigkeit beginnt bei etwa 95 km/h. Tacho zeigt also fast 110 und ich fahre 100. Von da aus wird die Differenz zwischen GPS und Tacho zunehmend größer.
Wenn also hier [im Ninja-Forum] schreibt, dass er 200 km/h erreicht hat, dann sind das in Wirklichkeit höchstens 180 km/h, es sei denn, die Tachonadel stand die ganze Zeit am Anschlag. Werde bei Gelegenheit mal ausprobieren, ob man noch etwas durch extrem verzögertes Schalten herausnudeln kann. Der Wind und der “Windfang”, den man selber darstellt, haben aus meiner Sicht den größten Einfluss auf die Endgeschwindigkeit, von daher wäre auch interessant, ob der Test mit Lederkombi oder hakeliger Textilkleidung vorgenommen wird (bei mir heute: Textiljacke, Lederhose). Aber ich denke auch, dass man durch Umbauten von Stahl auf Alu sehr viel Gewicht einsparen kann. Das merkt man ja schon an einem Fahrrad, wieviel das ausmachen kann.
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