Aufräumen für Anfänger: Sortieren ist alles

Es ist eigentlich nicht schwer, etwas ordentlich zu sortieren und Überflüssiges in den Müll zu geben. Das Vorgehen ist immer gleich, ganz egal, ob man nun eine Garage aufzuräumen gedenkt oder eine Schublade.

Zuerst lasse man die Dinge auf sich wirken. Ist der Anblick zu überwältigend, begebe man sich zur nächsten Sache, die des Aussortierens bedarf und weiß man auch da nicht auf den ersten Blick, wie das geeignete Vorgehen sein könnte, so nehmen man all die übrigen Dinge in Augenschein. Stets ist die Lösung des Problems mit so wenig Aufwand wie möglich, den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Dass es dabei zwischenzeitlich weitaus schlimmer aussehen kann, als es das ohnehin schon tut? So what?!

Nehmen wir das Beispiel einer über die Jahrzehnte gewachsenen Schublade. Zuerst suche man diejenigen Dinge heraus, die tatsächlich noch nützlich erscheinen. Diese lege man sorgsam an die Seite. Ist es kaum noch möglich, nützliche Dinge zu finden, so beginne man, die auffalensten Stücke den Müllbehältnissen zuzuordnen. Zu sortieren sind: Papier, Verpackungen, Metall, Holz, Sondermüll, Restmüll. Es ist wichtig, hierbei eine ungefähre Reihenfolge beizubehalten. Unabdingbar ist, dass der Restmüll wirklich an letzter Stelle steht. Das ist nämlich dass, was sich nach der Sortierung samt Dreck immer noch in der Schublade befindet. Einfach umkippen und das wars. Sauberwischen. Die „wertvollen“ Dinge wieder rein. Schublade wieder reinschieben. Fertig!

Wer in dieser ersten Phase des Aufräumens noch denkt, er könne wirklich „Ordnung“ schaffen, fehlt – auf der ganzen Linie und ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt.

Indem man den Fokus, auf das legt, was weiterhin im Fundus bleibt, erreicht man eine ungeahnte Beschleunigung beim Aussortieren, denn auf einmal ist nur noch entscheidend, welche Berge von Müll dadurch entstehen. Und: Kostet dieser Berg oder ist es ein Berg, den man kostenfrei irgendwo abgeben kann? Werde ich „das da“ wirklich noch einmal gebrauchen?? Nein? Also auch Müll.

Diese Taktik wähle man bei einer jeden Einheit und schon wird es mehr und mehr Müll. Das ist sehr positiv! Denn je mehr Müll man auf diese Weise sammelt, desto weniger wird man sich später mit dem tatsächlichen „ordnen“ beschäftigen müssen. Desto weniger Dinge werde man eines Tages „auf dem Trödel“ anbieten müssen oder anderweitig bedürftigen Menschen zukommen lassen müssen.

Natürlich ist man an dieser Stelle noch weit davon entfernt, einen Überblick über das noch als brauchbar eingestufte zu gewinnen, aber dazu kommen wir ja auch erst viel, viel später. In dieser Frühphase des Aufräumens ist nur sicherzustellen, dass möglichst viel tatsächlich aus dem Wege kommt. Und das für immer! Und wen von Euch Hamstern das immer noch nicht überzeugt, dem sei gesagt: Die Dinge in einer Schublade, in der sich keine auslaufenden Batterien mehr befinden, halten ohnehin viel länger als wenn erst alles mit Säure verätzt ist!

Im übrigen fällt es dadurch auch viel leichter, gleich von vorn herein mehr und mehr wegzuschmeißen. Denn schließlich bleibt immer noch der Horror vom dem, was als „wertvoll“ diese erste Phase übersteht und dann seinerseits eines Tages als Berg vor uns stehen wird :-)

Über Erdwesen

Erdwesen ist ein Erdwesen! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Erdwesen schreibt aber auch noch in einer Reihe von anderen Foren und es gibt auch Foren, in denen sie sich so unbeliebt gemacht hat, dass sie dort heute besser nicht mehr schreibt.
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