Mai 2012
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Am Steinhuder Meer

Die 45 km Oster-Radtour bei sonnigem, aber recht frischem Wetter von Neustadt nach Wunstdor fand immerhin bei nur mäßigem Wind statt. Hier ist ein Blick auf die Landschaft am Steinhuder Meer am heutigen Tage.

 

Am Steinhuder Meer

Frohe Ostern!

Hier die diesjährigen Eier…

 

Ostereier

An der Bockwindmühle

Bockwindmühle Otze

Noch nie waren die Straßen so leer!

Pfirsichbaum gepflanzt

Heute wurde der Pfirsichbaum gepflanzt. Auf dem Schild wird er als “Redhaven” mit ungarischer Herkunft bezeichnet. Besonders imposant ist er derzeit noch nicht, aber dafür war der Transport per Fahrrad ziemlich einfach!

Pfirsichbaum

Und wieder streikt die ÜSTRA

Heute streikt die ÜSTRA einen zweiten Tag in diesem Jahr. Da der Tag zwar mit 5°C kalt, aber trotz allem sehr sonnig ist, stellt das kein besonderes Problem dar, außer dass am Wochenende vielleicht diverse Frühjahrsinspektionen der sonst womöglich selten gebrauchten Fahrräder vorgezogen wurden.

Seitdem das Erdwesen in Hannover lebt, ist es ihrer Einschätzung nach so, dass viel mehr Leute in Hannover Fahrradfahren. Das reicht zwar immer noch nicht an die Münsteraner  Mengen heran, aber diverse Initiativen und auch die Einführung des “Hannover-Rad” sowie die Verfügbarkeit von Pedalecs haben das ihrige dazu beigetragen, dass sich die Hannoverschen Radwege langsam füllen. Insbesondere bei der ersten Fahrradtour im neuen Jahr vor ca. drei Wochen, kamen dem Erdwesen schon zahlreiche Fahrradfahrer in Wald und Flur entgegen. Da scheint es kaum noch welche zu geben, die wie früher Erdwesens Mutter strikt den 01. Mai abwarten für die erste Ausfahrt ins Grüne. Der Klimawandel machts anscheinend möglich, selbst bei Minusgraden.

Heute nun könnte man denken, dass Hannover schläft, so leise ist es in der Stadt. Es ist kaum zu glauben, wieviel Krach die ÜSTRA Straßenbahnen und Busse machen. Der fortwährende Ton des ÖPNVs ist verstummt und das ist tatsächlich eine Wohltat für die Ohren. Da die Autos, mit denen heute fast jeder in die Stadt strömt, meistens ohnehin nur stehen können oder deutlich unter 30 km/h fahren, kommt auch von denen nicht allzu viel Krach und die zusätzlichen Abgase verflüchtigen sich bei nur 5°C schnell in höhere Luftschichten als dass man sie merken könnte.

Trotzdem: Was soll ein einziger zweiter Tag von Streik, wenn wirklich irgendjemand 6,5% mehr Lohn haben will? Dazu sind wohl eher Wochen der Arbeitsverweigerung nötig. - Aber gestreikt wird in Deutschland stets nur so, dass die ach so wichtige “Wirtschaft” auch ja keinen Schaden nimmt, denn einen Tag ab und an, den können die Arbeitnehmer ja auf ihre eigene Kappe nehmen, indem sie einen Urlaubstag verwenden, sollten sie wirklich nicht zur Arbeit kommen können.

Nokia-Maps

http://maps.nokia.com/

Internetarchive

Sucht man alte, längst vergangene Dinge, so findet man sie, wenn dann in den Internetarchiven.

http://www.archive.org/

So war denn das Erdwesen auf der Suche nach der Auflage Ihres “Das malerische und romantische Westfalen”, welches sie vor Jahren einste bei eBay ersteigert hatte. Und siehe da: es handelte sich tatsächlich um die erste Auflage dieses Werkes. In den Internetarchiven schlummert derweil eine pdf-Version dieser ursprünglichen Ausgabe, während bei eBay inzwischen sogar die weit verbreiteten 3. und 4. Auflagen für 300 Euro oder mehr angeboten werden.

Gestatten: Elite - Auf der Spur der Mächtigen von morgen (Julia Friedrichs)

Im Buch “Gestatten: Elite - Auf der Spur der Mächtigen von morgen” von Julia Friedrichs versucht die Autorin, den Begriff “Elite” zu definieren.

Jeder von uns versteht sicherlich etwas anderes darunter und das Erdwesen bedauert es, nicht vor dem Lesen des Buches notiert zu haben, was es darunter verstand. Eines jedoch war es ganz gewiß. Erdwesen dachte nämlich, zumindest die wissenschaftliche Elite sei eine besonders intelligente, motivierte und ethisch vollkommene Gruppe von Menschen. Was das Erdwesen nur nicht mit dem irgendwo in ihr befindlichen Begriff in Einklang bringen konnte, war zweifelsfrei, dass man, um in Oxford, Cambridge oder noch weiter weg - in Harvard - studieren zu können, enorm viel Geld brauchte. Jedenfalls mehr als zum Teil 300/400 DM, mit denen das Erdwesen einst und trozt einer Wohnkammer mit angeschlossenem Wohnklo für 150 DM auskommen musste. Ein Auslandsstudium wäre demzufolge auch gar nicht erst in Frage gekommen, da das Erdwesen trotz allen Sparens dafür nicht genug Geld auf die Seite legen konnte. Ja, am Ende reichte alles Gesparte gerade für den zu dieser Zeit noch sehr teuren, aber unabdingbar notwendigen PC sowie zu einem neuen Fahrrad, um überhaupt von Hörsaal A nach Hörsaal B fahren zu können.

Während einer Exkursion nach Großbritannien hatte das Erdwesen endlich Gelegenheit, Cambridge zu besuchen, da die eigentlichen Studenten gerade Semesterferien hatten. Das war Erdwesens erste Begegnung von “normale Studenten” treffen auf “Elite”.

Das  Erdwesen hatte großes Glück, ein riesiges Zimmer im historischen Teil der Gebäudeanlage zugewiesen zu bekommen. Das Zimmer hatte schätzungsweise die fünffache Größe ihres eigenen Kabuffs, aber Dusche und Toilette teilte man sich mit weiteren drei Bewohnern.

Mit Blick auf die altehrwürdige Uni, die kurzen Wege, die vortreffliche “Mensa”, die diesen schnöden Namen kaum verdiente, denn die Küche und das Angebot waren vielfältig und qualitativ hochwertiger als so manches Hotel, begriff das  Erdwesen, dass ein Studium hier tatsächlich einfacher sein musste als an einer deutschen Massenuniversität, die allerdings genauso ehrwürdig war wie dieses College für Schönen und Reichen.

Tja, und dann war da noch dieses Elite-Geplänkel rund um unseren Ex-Außenminister von und zu Guttenberg. Elite und Adel. Als Bauernmädchen erscheint mir das durchaus plausibel, selbst wenn die Vorfahren alles getan haben, um die Abgaben stets zu vermeiden. Dem entgegen hatte das  Erdwesen jedoch ein ebensolches, aber adeliges Bauernmädchen kennengelernt. Im Gegensatz zum Erdwesen schlugen sie und ihre Schwestern aus Kostengründen alle Schulbücher stets in Zeitungspapier statt in Buchfolie ein. Und dabei gibt es überall Straßen, die nach ihren Ahnen benannt worden waren und der Name genießt noch heute den allergrößten Respekt. Elite?

Beim Lesen des Buches bemerkte das  Erdwesen mehrere Phase, die es beim Lesen durchschritt:

  • Da war zuerst das unabwendbare: Das habe ich doch schon immer gewußt!
  • Dann begann das heftige Aufbrausen und danach die heftigste Wut.
  • Die Wut schlug um in eine gewisse Art von Depression. Kann das alles wirklich so sein? Darf das alles so sein?

Im letzten Moment präsentierte die Schreiberin, Frau Friedrich, doch noch eine gute Nachricht, machte sich auf, die andere, die wahre Elite, zu finden. Doch auf was sie trifft, sind lediglich Extreme oder Parallelen. Elite ist definiert durch Geld. Derjenige, der Geld hat, kann dazu gehören, wenn er dabei nicht zu dumm ist. Derjenige der kein Geld hat, wird in der Regel so schlau sein, dass er sich mit der bestehenden Welt der Elite niemals wirklich wird anfreunden können.

Elite, das ist eine Art von halber Wahrheit. Aber letzten Endes, so muss das Erdwesen anerkennen, schaffen es auch Frau Friedrichs Worte am Endes des Buches nicht, im Erdwesen auch nur einen Funken von Hoffnung in der “neuen Elite” zu sehen. Elite heute, das ist etwas, was wir alle tunlichst und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, bekämpfen, ja wenn nicht gar im Keim ersticken sollten. Fast schon könnte man sagen, das es Elite im ethischen Sinne gar nicht mehr gibt, wohl aber wird ein Mythos aufreicht erhalten, um dafür zu sorgen, dass sich in der sogenannten Elite die Reichen in ihrer Welt treffen können, um noch reicher zu werden.

Von daher ist wohl unter “Parallelgesellschaft” durchaus auch die Welt der heutigen “Elite” zu verstehen.

-16°C am Mittellandkanal in Hannover

Das war heute der kälteste Morgen.

Nachdem das  Erdwesen letzte Woche schon bei -14°C die Fittiche gestreckt und bereits an der Straßenbahnhaltestelle mit fast erfrorenen Fingern angekommen war, scheint ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten zu sein. Die -16°C von heute morgen waren fingertechnisch noch so gerade hinnehmbar und dass der Pedalritter sich mindestens doppelt so schwer fortbewegt, nur weil das Öl so kalt ist, scheint nach über eine Woche Dauerfrost auch schon fast zur Normalität zu gehören. Die übliche Strecke stelle jedenfalls kein ernsthaftes Problem mehr dar…

Geo-Begriffe als Wörterbuch

Hier geht es zu dem Englisch <> Deutsch Wörterbuch um Bereich Geoinformatik an der Uni Rostock: http://www.geoinformatik.uni-rostock.de/woerterbuch.asp

Und dann gibt es noch den http://www.beolingus.de/ und natürlich das dem Erdwesen am längsten bekannte http://www.leo.org/.