Akku-Kettensägenmassaker

Und wieder hat das Erdwesen ein neues Tool angeschafft. Diesmal handelt es sich um einen Akku-Kettensäge von der Weltmarke Primaster. Kleinstes mögliches Format mit einer Schwertlänge von 35 cm. Die Akkus sind in der Tat winzig und die Kette natürlich äußerst grazil, aber insgesamt ist die Kettensäge viel besser als erwartet. Sie läuft sehr langsam an und hat auch sonst eine eher schleppende Umdrehungszahl, aber das tut der Säge keinen Abbruch. Sie hat bereits am zweiten Tag ihres Einsatzes ihr Geld in Form von Brennholz fast wieder eingespielt. Die riesigen Äste waren per Hand nicht zu zersägen und vorher auch absolut nicht transportabel. Nun liegt alles unter Dach und kann trocknen. Dann wird es mit der normalen Elektrosäge weiter zerkleinert.

Ein gefährliches Manko an dieser Säge ist, dass man die Stop-Vorrichtung, die die Hand vom Kettensägeblatt trennt tatsächlich betätigen muss, wenn man die Kette nachzieht, denn die Kettensäge hat immer Strom und kann damit natürlich jederzeit starten. Das erfordert eine ordentliche Disziplin. Von allem für jemanden, der sich sonst immer am Stecker orientiert.

Die Akku-Kettensäge ist das perfekte Aufräum-Tool für abgelegenes Geäst größeren Ausmaßes und liegt absolut leicht in der Hand. Nur gucken die Passanten noch etwas merkwürdig, wenn man damit die Straße entlang schlendert und hier und da mal einen Ast absägt, der ohnehin vertrocknet war. Die Leute gucken einfach zu viele Horrorfilme in ihrer coronabedingten Freizeit!

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Keine A2-Story, sondern wieder eine von Faulensiek

Die Fahrt in Richtung Münsterland am Dienstag gestaltete sich schwierig. Kaum hatte das Erdwesen sich vorgenommen, die Staus diesmal im Trockenen einfach auszusitzen, da kam die Hiobsbotschaft über das Analog-Radio: Vollsperrung bei Oenhausen, bis 2 Stunden später! Okay, das war zu lange und das Erdwesen ist mit seiner Entscheidung, sofort abzufahren auch vollends zufrieden, denn die Vollsperrung währte dann nicht nur bis zwei Stunden später, sondern war auch 3,5 Stunden später noch nicht aufgehoben. Mein Mitleid mit allen, die sich mühten, auf der von der Polizei empfohlen Umleitung in Richtung Heimat zu gelangen… Keine Ahnung, wie die aussah, aber das Erdwesen fuhr von Rinteln über Lemgo, Detmold und Horn über Schloss Neuhaus. Die Blitzer hat sie sämtlich im Kopf und hakte zumindest 5 sehr zufrieden ab als sie sie passiert hatte. Auf den kurvigen Straßen bei Faulensiek hatte es eine Menge Spaß, wenngleich der Vordermann garantierte, dass das Erdwesen auch mit einem Auto hier auf der Straße blieb und nicht versehentlich im Graben landete. Was für eine Strecke!

Erst als es dann sicher die B1 erreichte, konnte das Erdwesen zum Endspurt ansetzen und so gerade noch binnen der Erdwesen-Richtzeit von 2:45h auf der Weserbergland-Strecke pünktlich und völlig fertig am Ziel eintreffen. Zum Glück war alles bis auf die Gegend um Horn trocken gewesen!

Ich wusste nicht, dass mir die Rennfahrer-Ausbildung, die mir mein Vater unfreiwillig nach dem Führerschein angediehen lies, einmal so nützlich sein würde. Mal sehen wie lange ich noch im Besitz eines Führerscheins bin. Ich brauche auf jeden Fall ein funktionstüchtiges Navi für´s Auto. Und das nicht, weil ich mich nicht zurecht finde. Ich kann einfach im Dunklen zu schlecht sehen – was sich rechts und links der Straße befindet :)

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A2-Stories

Woran merkst Du, dass Du in den letzten Wochen zu viele Kilometer auf der A2 zurückgelegt hast?

Glassklar! Du erkennst einige Leute nicht nur an ihrem Fahrstil wieder, sondern die meisten inzwischen auch an ihrem Kennzeichen… und der Tankwart an der Ausfahrt begrüßt Dich mit immer größerer Herzlichkeit… und überreicht Dir endlich mit den Worten „Das lohnt sich für Sie!“ die neue Shaun-das-Schaf-Karte für die Sammelpunkte. Zum Glück gibts auch ein Shaun-Kissen. Das ist aktuell sehr nützlich: Wunstorf, Bad Eilsen, Weserbrücke, Gütersloh und dann noch einmal in die andere Richtung. Nur Baustellen oder Staus.

*mööööö*

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Internet mit LTE!

Wow! – Die Telekom hat es tatsächlich noch geschafft, eine funktionierende SIM zu schicken. Theoretisch ergäben sich dadurch zusätzliche 5 MBits. Aber das Signal ist wie zu erwarten recht schwach und nun hat die Hybrid-Leitung statt 6 8,7 MBits.

Für die MotoGP auf ServusTV haben auch die 6 schon gereicht :-)

Das Erdwesen wird in absehbarer Zeit vielleicht noch einmal eine verbesserte Ausrichtung der beiden Zusatzantennen anstreben. Allerdings haben auch die keine besonders langen Kabel. Beim Anstreichen der Fenster hat das Erdwesen übrigens endlich den Postanschluss ausfindig machen können. Das sieht momentan recht lustig aus. Mehr als 10 Meter Kabel von dem, was andernorts ein „Pilz“ ist quer von hier nach da, hoch, runter und wieder zurück, bis das Kabel dann an einer Stelle tatsächlich im Haus verschwindet. Über die Jahre haben sich da wohl eine ganze Reihe von Experten ausgetobt. Was mich am meisten verwundert ist die Tatsache, dass es so überhaupt klappt!!

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Rasen, Lampe, Farbe

Das Erdwesen ist nun stolze Besitzerin eines Gardena Spindelmähers des Typs 400. Das ist ein wahres Wunder der Technik, das in den Höhen 42, 32, 22, und 12 cm den Rasen mähen kann. Auf dafür vorgesehenen Flächen schiebt er sich leichter als ein normaler Rasenmäher. Das hätte das Erdwesen nicht gedacht. – Das beste ist jedoch, dass man keine Kabel ziehen muss, um ihn einsetzen zu können. Da das zu mähende Gras maximal 12 cm über Mähhöhe hoch sein darf, ist der generelle Einsatzzweck zwar begrenzt, aber die leichte Bedienung macht vieles wieder wett. Am begeistertsten ist das Erdwesen wie schnell sich die Spindel drehen kann, auch wenn man eine ziemlich normale Geschwindigkeit beim Voranschieben an den Tag legt. Nachdem die erste einfache Fläche rasch bearbeitet war, kam das Erdwesen zum eigentlichen Zweck. Es hat zwar einige Zeit gedauert, aber der Spindelmäher eignet sich auch dafür, das Grass zu mähen, welches mittig auf einem Feldweg steht. Sogar große Plocken zu mähen ist möglich, wenngleich der Mäher dafür tatsächlich nicht vorgesehen ist und es einige Zeit in Anspruch nimmt.

Dann fiel dem Erdwesen ein, dass es als erstes bei Helligkeit noch die Lampe in der Küche befestigen muss. Holzdecken haben den Vorteil, dass man Schrauben auch ganz ohne Bohren reindrehen kann! Die Lampe war rasch angebracht, aber da sie nicht genau die gleichen Abmessungen hat wie ihre Vorgängerin, war es notwendig, noch ein wenig an der einen Seite um sie herum zu streichen. Also fix den Farbtopf geöffnet, eine kleine Blumenstange zum Umrühren und einen alten Pinsel hergenommen. Far from being perfect, aber weit besser als vorher! – Und was nun mit dem „Rest“ des 750 ml Farbtopfes tun? Schließlich hatte Erdwesen sie als Fensterfarbe-3-in-1 gekauft. Aber nichts ist schlimmer als wenn man versucht, etwas zu streichen, wenn es eigentlich zu kalt dafür ist… Wir haben ja immerhin Herbst.

Dem Klimawandel sei Dank! Es war nicht zu kalt, sondern sehr warm. Nun sehen immerhin 5 „gute Eichenfenster“ besser aus als vorher. Das eine geht allerdings erst dann wieder richtig zu, wenn ich wieder etwas von der neuen Farbschicht abgeraspelt habe. Und das funktioniert erst, wenn die Farbe richtig fest ist. Also später!

Um sich zu entspannen, widmete sich das Erdwesen danach einem so genannten Schuhschrank. Das war eine wirklich Aktion, weil sich darin alles befindet, nur kaum noch Schuhe, denn die sind bereits in den letzten Wochen nach und nach im Müll gelandet. Heute war also das noch vorhandene Schuhputzzeug dran, abgewrackte Riemen und Schnallen und jede Menge Nägel und Schrauben. Da es gerade semantisch passte, sortierte das Erdwesen dann auch noch eine Schublade mit ähnlichem Inhalt, an die es sich über die Jahre bislang nicht herangewagt hatte. Jetzt ist tatsächlich Platz im „Schuhschrank“, der nun sinnvoller genutzt werden kann, als dort dreckige Schuhe für die Ewigkeit einzulagern.

Die erste kleine Tasche Restabfall steht wieder zum Abtransport bereit. Mal sehen zu was ich mich morgen noch aufraffen kann.

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Apfelernte 2020

Da es zur Blüte nochmal so richtig kalt geworden war und somit auch keine Bienen fliegen konnten, gab es dieses Jahr nur wenige Äpfel. Der Klarapfel-Baum verzichtete sogar ganz. Jakob Lebel hing so voll wie selten. Ebenso der große Winterapfel.

Apfelernte 2020

Apfelernte 2020


Da das Erdwesen jetzt auch eine echte Gardena-Grabbelstange (Apfelpflücker) besitzt, war auch das Erreichen der Äpfel ganz oben auf dem Baum kein Problem :-)

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Kawasaki Ninja 250R

Kawasaki Ninja 250R, Baujahr 2009
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Müll ohne Ende

Und schon wieder ist reichlich Müll verschwunden. Fast sind es Festtage, an denen die Müllabfuhr eintrudelt um die vollgestopften 120 l Restmüll und die 240 l Gelber Sack-Tonne abzuholen.

Diesmal war es ganz krass. Zuerst 120 l Restmüll und am nächsten Tag 10 ausgewählte Teile Sperrmüll. Nur gut, dass das Erdwesen das Hab und Gut so frühzeitig an den Waldrand geschleppt hatte: 3 Lattenroste in unterschiedlichen Qualitäten, 2 Matratzen, 1 kleiner Schreibtisch, 1 Frisierspiegel von einem Toilettentisch, der schon seit Urzeiten in der Ferari-Garage einquartiert gewesen ist, 1 Küchenschrank, den ich einmal gekauft hatte und der dann woanders verschimmelt ist. Dazu ein Brett unbekannter Herkunft, aber mit Plastik und ein Requisit, an das ich mich nicht mehr erinnern kann. Das Erdwesen war riesig begeistert als bereits am Mittag des folgenden Tages alles abgeholt worden war.

Die Müllabholung ist wohl das größte und mächtigste Instrument unserer Zivilisation! Und gegen die Mülltrennung sage mir auch nur niemand ein böses Wort. Diese Berge, die über die Jahre entstehen!

Mindestens 30 Jahre wurde dem Erdwesen von den Altvorderen erzählt, sie haben keinen Müll. Sicher: Das meiste wanderte tatsächlich einfach über den Winter in den Ofen. Besonders mit dem Verbrennen von Plastik machte sich Erdwesens Mutter einen Namen und zerstörte so über die Jahre eine ganze Reihe von Kohleöfen. Und Erdwesens Eltern? Die atmeten alles ein. Aber es hat natürlich niemandem geschaded *hust*

Die folgenden 6 Jahre hatten Erdwesens Eltern auch keinen Müll. Natürlich nicht. Man kann einfach alles auf den Kompost schmeissen und auf einen Miststreuer. Und halt in irgendwelche Ecken. Und wenn man nie etwas wegschmeißt, so kann auch da kein Müll entstehen. Es ist ausgeschlossen.

Zig Autoladungen dieses nicht vorhandenen Mülls sind zu den Wertstoffhöfen Münster und Hannover gelangt. Dann wurde einfach nur noch vom Erdwesen konsequent die Mülltonne befüllt. Außerdem wurde ein Müll-Lager angelegt. Aus diesem Mülllager speist sich die Befüllung der Tonne. Herrscht einmal Mangel, im Lager wird man sicher fündig!

Nun ergab es sich, dass binnen 14 Tagen 23 120l-Säcke Altkleider in die passenden Container befördert werden konnten. Dazu kamen noch 7 normale Tragetaschen. Zu den Tragetaschen kam es auch nur, weil das Erdwesen zu Beginn kaum ahnte, wieviel Altkleider sie außerhalb von Schränken (!) vorfinden konnte. Und es gibt immer noch befüllte Koffer und Wannen!

Dann transportierte das Erdwesen 6 120l-Säcke Restmüll nach Hannover. Dort nervt sie seit Jahren gewaltig, dass der asiatische Großclan es nicht schafft, den Unterschied zwischen „Gelber Sack“ und „Restmüll“ zu begreifen. Manchmal reicht es nicht einmal für das korrekte befüllen der Papiertonne und Plastik in der Biotonne findet sich jede Woche. Quintessenz: Die Restmülltonne quillt jede Woche über, obwohl sich nicht einmal ordentlich gepackt ist.

Da die Müllgebühren gigantisch sind, müssen meine Mitbewohner nun eben begreifen, wie man Müll trennt, indem sie jede Woche eine volle Restmülltonne vorfinden, in der sich tatsächlich Restmüll befindet. Das Erdwesen brachte es all die Jahre pro Monat nur auf einen mageren Klopapierbeutel voll von Restmüll.

Heute schleppt das Erdwesen den nächsten 120l Sack Restmüll nach Hannover. Dazu einige kleinere Einheiten, wie sie sie stets befördert. Zwischenlager: Garage. Ein ordentliches Management ist alles.

Auch nicht gut brennbares Papier hat schon seinen Weg in die hannöversche Tonne gefunden. Diese Tonne ist aufgrund der schlechten Sortierung so gut wie nie ausgelastet und fasst 600 Liter. Das einzige, was das Erdwesen misslich stimmt ist die Tatsache, dass Papier unglaublich schwer ist und nur in begrenzter Menge über die A2 befördert werden kann. Aber: Was weg ist, ist weg.

Doch damit nicht genug: Insgesamt 3 Wagenladungen von Sperrmüll fanden inzwischen ihren Weg zum Resyclinghof. Und da das Erdwesen dort jetzt schon zu den besten Kundinnen gehört, kamen auf diese Art auch 9 120l-Säcke feinster Restmüll dort an. Vornehmlich handelte es sich um Siloplane, aber auch edler Strick war darunter, der nur deshalb nicht in die Altkleidersammlung konnte, weil er zuvor im Kuhtrog unter Stroh und Dung gelegen hatte.

Es ist unfassbar.

Was das Altmetall angeht, so führt das Erdwesen diverse diesbezügliche Haufen. Bauschutt, weit weniger häufig anzutreffen, wird portionsgerecht in Eimer gefüllt, um zu gegebener Zeit genutzt werden zu können. Was das Erdwesen allerdings erstaunt ist auch, dass die Gelber-Sack-Tonne schon 2x fast am überlaufen war. Es ist nicht zu fassen, wieviel Verpackungsmüll noch überall zwischen den „guten Dingen“ schlummert. Und die Verpackungen kommen auch aus den Jahren, in denen noch niemand daran gedacht hatte, das alles eines schönen Tages zu recyclen oder nach Malaysia zu exportieren.

Und dann hätten wir da noch Holz. Inzwischen sammelt sich ein wahrhaft riesiger Berg davon, aber das ist kein Problem, wenn es sich irgendwie mit einer Motorsäge zerkleinern lässt. Holz ist Brennmaterial. Und dass noch so viel Mist daran klebt ist ebenso unerheblich. In Afrika wird schließlich maßgeblich damit geheizt!

Erdwesen fragt sich, wie lange sie so wird fortfahren können. Ein Ende ist praktisch nicht in Sicht und eine wirkliche Besserung wird erst dann eintreten, wenn irgendwer die ganzen überflüssigen Möbel abtransportiert. Was für ein Chaos?!!

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Surreale Farben

Unwetter?

Unwetter?

Wie mag uns dieses Jahr in Erinnerung bleiben? Die Medien sprachen von Dürre, weils eben gerade den Zeitgeist trifft, aber das traf so nicht zu. In Hannover regnete es unendlich lange nicht – wie so oft. Aber woanders gab es viele kleine Schauer. Das Frühjahr war ziemlich lange kalt, aber auch nicht so kalt, dass es ungemütlich war und uns blieb zum Glück die Riesenhitze im Sommer erspart. Alles in allem war’s sehr angenehm und auch den meisten Pflanzen ist es ganz gut bekommen.

Am schlimmsten sind die Apps. Sie lassen die Menschen immer mehr verblöden, weil sie nicht mehr einfach zum Himmel hochschauen, um herauszufinden, wie das Wetter gerade ist. Stattdessen wird aufs Smartphone gestiert. Aber man hat ja die Auswahl zwischen Wetter-Apps, die nur dazu da sind, einem den Tag zu vermiesen oder aber man wählt die vom Kachelmann. Die trifft es noch am besten.

Es ist schon eine Sensation, dass es bestimmte Apps sogar schaffen, Radarbilder derart zu verfremden und zu kleinen Kunstwerken umzumodeln, dass wirklich nichts mehr erkennbar ist. Also: Augen auf und hochgeschaut!

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Aufräumen für Anfänger: Sortieren ist alles

Es ist eigentlich nicht schwer, etwas ordentlich zu sortieren und Überflüssiges in den Müll zu geben. Das Vorgehen ist immer gleich, ganz egal, ob man nun eine Garage aufzuräumen gedenkt oder eine Schublade.

Zuerst lasse man die Dinge auf sich wirken. Ist der Anblick zu überwältigend, begebe man sich zur nächsten Sache, die des Aussortierens bedarf und weiß man auch da nicht auf den ersten Blick, wie das geeignete Vorgehen sein könnte, so nehmen man all die übrigen Dinge in Augenschein. Stets ist die Lösung des Problems mit so wenig Aufwand wie möglich, den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Dass es dabei zwischenzeitlich weitaus schlimmer aussehen kann, als es das ohnehin schon tut? So what?!

Nehmen wir das Beispiel einer über die Jahrzehnte gewachsenen Schublade. Zuerst suche man diejenigen Dinge heraus, die tatsächlich noch nützlich erscheinen. Diese lege man sorgsam an die Seite. Ist es kaum noch möglich, nützliche Dinge zu finden, so beginne man, die auffallendsten Stücke den Müllbehältnissen zuzuordnen. Zu sortieren sind: Papier, Verpackungen, Metall, Holz, Sondermüll, Restmüll. Es ist wichtig, hierbei eine ungefähre Reihenfolge beizubehalten. Unabdingbar ist, dass der Restmüll wirklich an letzter Stelle steht. Das ist nämlich dass, was sich nach der Sortierung samt Dreck immer noch in der Schublade befindet. Einfach umkippen und das wars. Sauberwischen. Die „wertvollen“ Dinge wieder rein. Schublade wieder reinschieben. Fertig!

Wer in dieser ersten Phase des Aufräumens noch denkt, er könne wirklich „Ordnung“ schaffen, fehlt – auf der ganzen Linie und ist zwangsläufig zum Scheitern verurteilt.

Indem man den Fokus, auf das legt, was weiterhin im Fundus bleibt, erreicht man eine ungeahnte Beschleunigung beim Aussortieren, denn auf einmal ist nur noch entscheidend, welche Berge von Müll dadurch entstehen. Und: Kostet dieser Berg oder ist es ein Berg, den man kostenfrei irgendwo abgeben kann? Werde ich „das da“ wirklich noch einmal gebrauchen?? Nein? Also auch Müll.

Diese Taktik wähle man bei einer jeden Einheit und schon wird es mehr und mehr Müll. Das ist sehr positiv! Denn je mehr Müll man auf diese Weise sammelt, desto weniger wird man sich später mit dem tatsächlichen „ordnen“ beschäftigen müssen. Desto weniger Dinge werde man eines Tages „auf dem Trödel“ anbieten müssen oder anderweitig bedürftigen Menschen zukommen lassen müssen.

Natürlich ist man an dieser Stelle noch weit davon entfernt, einen Überblick über das noch als brauchbar eingestufte zu gewinnen, aber dazu kommen wir ja auch erst viel, viel später. In dieser Frühphase des Aufräumens ist nur sicherzustellen, dass möglichst viel tatsächlich aus dem Wege kommt. Und das für immer! Und wen von Euch Hamstern das immer noch nicht überzeugt, dem sei gesagt: Die Dinge in einer Schublade, in der sich keine auslaufenden Batterien mehr befinden, halten ohnehin viel länger als wenn erst alles mit Säure verätzt ist!

Im übrigen fällt es dadurch auch viel leichter, gleich von vorn herein mehr und mehr wegzuschmeißen. Denn schließlich bleibt immer noch der Horror vom dem, was als „wertvoll“ diese erste Phase übersteht und dann seinerseits eines Tages als Berg vor uns stehen wird :-)

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